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Bundesliga
14.05.2022

Gregoritsch lässt Augsburg jubeln

Gregoritsch von Augsburg (l) jubelt mit Iago über seinen Treffer zum 2:1.
Foto: Matthias Balk/dpa

Ein spätes Tor von Michael Gregoritsch beschert dem FC Augsburg zum Bundesliga-Finale den ersehnten Heimerfolg. Absteiger SpVgg Greuther Fürth verpasst ein Ziel zum Abschied.

Joker Michael Gregoritsch hat der SpVgg Greuther Fürth das letzte kleine Abschiedsgeschenk aus der Fußball-Bundesliga verwehrt. Der Österreicher bescherte dem bereits geretteten FC Augsburg am Samstag einen schmeichelhaften Heimerfolg. Ohne ihren am Coronavirus erkrankten Trainer Stefan Leitl verpassten die Franken beim 1:2 (1:1) den ersehnten ersten Auswärtssieg der Saison.

Daniel Caligiuri brachte die Augsburger mit einem Foulelfmeter in der 11. Minute in Führung. Es war das 50. Bundesligator des Standardspezialisten. Jessic Ngankam (24.) ließ den von Leitls Assistenten Andre Mijatovic betreuten Tabellenletzten mit seinem zweiten Treffer nacheinander vor 27 907 Zuschauern jubeln. In einem nach dem Wechsel zerfahrenen Duell schoss der eingewechselte Gregoritsch (84.) die Augsburger Fans spät ins Heimglück.

Markus Weinzierl nahm sich vor dem Anpfiff viel Zeit, um die Stimmung im Stadion aufzusaugen. Der frühere Schalker Trainer begrüßte die Unparteiischen, unterhielt sich mit seinen Spielern auf dem Rasen und blickte sich in der Arena immer wieder um.

Weinzierls Zukunft bei den Augsburgern ist ja offen. Der Vertrag des 47-Jährigen läuft Ende Juni aus, mit dem Verein sind erst für kommende Woche Gespräche angesetzt. Beide Seiten haben Fragen.

Eine personelle Frage bei den Franken klärte sich mit dem Anpfiff. Torhüter Sascha Burchert wurde noch einmal mit einem Einsatz belohnt. Der 32 Jahre alte Keeper, dessen Vertrag ausläuft, war als Nummer eins in die Spielzeit gegangen. Mitte Februar hatte ihn aber der Schwede Andreas Linde abgelöst, der nun auf die Bank musste.

Burchert hatte beim Rückstand keine Chance - auch wenn er in die richtige Ecke hechtete. Die Fürther kamen anfangs gar nicht aus der Defensive heraus, die Augsburger machten mächtig Druck.

Ein energisches Nachsetzen brachte den überraschenden Ausgleich. Kapitän Branimir Hrgota stocherte bissig gegen Niklas Dorsch, Tobias Raschl leitete den Ball sofort auf Ngankam weiter. Die Leihgabe von Hertha BSC schloss aus 16 Metern schnörkellos ab.

Für einen Hingucker sorgte Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz, dem der Einsatz der Rettungskräfte nicht schnell genug ging. In einem Luftduell stießen Ngankam und Dorsch mit den Köpfen zusammen. Der Augsburger landete unglücklich mit der linken Schulter hart auf dem Rasen und blieb liegen.

Gikiewicz dauerte es zu lange, bis die Sanitäter mit der Trage auf den Rasen kamen. So lief der Pole selbst zu den Rettungskräften, nahm ihnen das Gestell ab und eilte zu seinem angeschlagenen Teamkollegen. Gikiewicz half auch noch mit, den Mittelfeldspieler auf die Trage zu hieven. Dorsch brach sich das Schlüsselbein und musste in der 39. Minute gegen Carlos Gruezo ausgewechselt werden.

Im Augsburger Fanblock wurde nach dem Wiederanpfiff Pyrotechnik abgebrannt. Referee Tobias Reichel unterbrach die Partie wegen schlechter Sicht aber nur kurz, ehe sich die Nebelschwaden wieder verzogen hatten.

Mijatovic verfolgte das Geschehen mit Händen in den Hosentaschen äußerlich gelassen. In der nervösen zweiten Hälfte waren die Spielanteile auch weitgehend ausgeglichen. Gregoritsch machte am Ende den kleinen Unterschied.

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