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Gesundheit

14.01.2021

Corona: So geht es mit dem Impfen für Senioren weiter

Das Impfzentrum in Wertingen nimmt demnächst seinen Dienst auf. Registrieren kann man sich jetzt schon

Der Countdown für die Inbetriebnahme des stationären Impfzentrums des Landkreises Dillingen im Hallenbad und in der Dreifachturnhalle in Wertingen läuft. Wie das Dillinger Landratsamt mitteilte sollen dort am Montag, 25. Januar, die ersten Personen der Altersgruppe der über 80-Jährigen eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten.

Zunächst soll dort täglich bis zu 100 Personen durch das stationäre Impfteam eine Impfung verabreicht werden. Nach der Impfverordnung des Bundes sollen die besonders gefährdeten Gruppen als Erstes geimpft werden. Dabei teilt die Verordnung die Bürger in drei Kategorien ein. Zur ersten Gruppe, also zu den Menschen mit der höchsten Priorität, zählen auch die Menschen über 80 Jahre.

Diese Personengruppe erhält deshalb bis voraussichtlich spätestens 18. Januar Post von Landrat Leo Schrell. In einem vierseitigen Informationsschreiben zeigt Schrell die Verfahrensweise zur Terminvergabe durch das Impfzentrum in Wertingen auf. Zudem ist dem Schreiben eine achtseitige Informationsbroschüre beigefügt, die Antworten zu häufig gestellten Fragen zur Corona-Impfung enthält. Außerdem liegt das Aufklärungsmerkblatt speziell zur Impfung bei. In der Informationsbroschüre werden Fragen zum Impfzentrum selbst, der Priorisierung der Impfung, zum Impfstoff und dessen Verteilung sowie dem Ablauf der Impfung beantwortet. Das Dokument ist auch auf der Homepage des Landratsamtes eingestellt und unter www.landkreis-dillingen.de unter „Informationen zur Corona-Impfung“ abrufbar.

Bereits seit Montag, 11. Januar, können sich alle Impfwilligen mit Hauptwohnsitz in Bayern online für eine Corona-Impfung registrieren. Über das neue Internetportal www.impfzentren.bayern registrieren sich Nutzer mit ihrer Mailadresse und müssen ihren Namen, ihr Geburtsdatum sowie ihre Adresse angeben, sodass sie dem für sie zuständigen Impfzentrum zugeordnet werden können. Nach erfolgter Anmeldung ist kein weiterer Kontakt mit dem Impfzentrum erforderlich. Vielmehr erhalten impfwillige Personen zu gegebener Zeit automatisch Nachricht über die Terminvergabe.

Nachdem insbesondere die Altersgruppe der über 80-jährigen Menschen erfahrungsgemäß nicht in jedem Fall über die Möglichkeit der Internetnutzung verfügt, ist Landrat Leo Schrell eine möglichst altersgerechte und damit auch bürgerfreundliche Verfahrensweise bei der Terminvergabe wichtig. Deshalb hat er seine Verwaltung laut Pressemitteilung beauftragt, in enger Abstimmung mit dem externen Dienstleister „ecolog international“, der das Impfzentrum im Auftrag des Landratsamtes betreibt, ein entsprechendes Konzept für die Terminvergabe zu entwickeln. Das nunmehr vorliegende Konzept berücksichtigt vor allem, dass es viele Menschen der betreffenden Altersgruppe gibt, die nicht in einer Pflege- oder Senioreneinrichtung leben, sondern zuhause betreut und gepflegt werden und nicht ins Impfzentrum nach Wertingen kommen können. Speziell bei dieser Gruppe sollen die mobilen Impfteams mit einem Hausbesuch zum Einsatz kommen. Bei der Terminvergabe muss die Frage der Mobilität und der Pflegebedürftigkeit berücksichtigt werden.

Deshalb besteht für die über 80-jährigen Menschen auch die Möglichkeit, sich über eine eigens für diese Gruppe eingerichtete Hotline-Nummer für eine Terminvergabe registrieren zu lassen. Diese Nummer wird über das persönliche Informationsschreiben des Landrats bekannt gegeben.

Landrat Leo Schrell hofft, dass sich viele Menschen im Landkreis zu einer Impfung bereit erklären. Er ist überzeugt, dass eine hohe Impfquote dazu beitragen wird, die Corona-Pandemie nach und nach zurückzudrängen. „Dies erfordert allerdings ein solidarisches Handeln“, betont der Landrat. Er selbst werde sich impfen lassen, sobald er nach der Priorisierung an der Reihe sei. (pm)

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