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Dillingen

15.09.2020

Das Dillinger Gesundheitsamt rät: Jetzt gegen die Grippe impfen lassen

Das Dillinger Gesundheitsamt rät einem bestimmten Personenkreis, sich jetzt gegen die Grippe impfen zu lassen.
Bild: Patrick Pleul dpa/lbn/Symbolbild

Wer dafür laut Dillinger Gesundheitsamt besonders infrage kommt.

Unabhängig von der Corona-Pandemie ruft das Landratsamt Dillingen in Anlehnung an die Empfehlungen der Ständigen Impf-Kommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) zur jährlichen Schutzimpfung gegen die saisonale Influenza auf.

Die Empfehlung gilt insbesondere für Risikogruppen. Dazu zählen alle Personen ab 60 Jahre, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, Personen mit gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie chronischen Atemwegkrankheiten, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Leber- oder Nierenleiden.

Auch medizinische Personal sollte sich impfen lassen, so das Dillinger Gesundheitsamt

Geimpft werden sollten im Rahmen eines erhöhten beruflichen Risikos zudem laut Pressemitteilung auch Personen mit erhöhter Gefährdung, etwa medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr und Personen, die eine mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen sind.

Das Dillinger Gesundheitsamt rät: Jetzt gegen die Grippe impfen lassen

Einerseits erkranken Kinder häufig nicht so schwer, können aber andere Menschen wie Lehrkräfte, pädagogisches Personal und chronisch Kranke anstecken. Die Empfehlung ist aber nicht, grundsätzlich die Kinder, sondern die Risikogruppen zu impfen, also ältere Personen, chronisch Kranke und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr. Dazu gehören auch Lehrkräfte und pädagogisches Personal.

Der Impfstoff reiche nicht für alle

In Deutschland stehen in diesem Jahr insgesamt 25 Million Dosen Impfstoffe für die saisonale Grippe zur Verfügung. Das reicht aber bei Weitem nicht für die gesamte Bevölkerung. Laut der aktuellen Stellungnahme der STIKO ist eine Erhöhung der Impfquote der Risikogruppen anzustreben. Ziel ist, neben dem individuellen Schutz auch das Gesundheitssystem zu entlasten. Dabei stehen Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe für die saisonale Grippe und/oder COVID-19 sowie einem erhöhten Risiko für eine Behandlung im Krankenhaus im Fokus. Dazu zählen insbesondere auch Bewohner von Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Die niedrige Impfquote der Saison 2018/19 verdeutlicht, dass längst nicht alle Personen, für die die Impfung gedacht ist, sich impfen lassen. So waren nur 20 bis 25 Prozent der chronisch Kranken und 35 Prozent der über 60-Jährigen geimpft.

Was die Leiterin des Dillinger Gesundheitsamts noch rät

„Auch wenn die Grippeschutzimpfung grundsätzlich allen Personen außerhalb der STIKO-Empfehlungen zur Verfügung steht, sollte der Fokus klar auf Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufen liegen“, betont die Leiterin der Gesundheitsamtes, Dr. Uta-Maria Kastner. Ob eine saisonale Grippeschutzimpfung für Kinder durchgeführt wird, müsse deshalb letztendlich in der Entscheidung der Eltern und der Indikationsstellung der beratenden Ärzte liegen. zu Schutzimpfungen steht das Gesundheitsamt unter Telefon 09071/51-442 zur Verfügung. (pm)

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