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Dillingen

15.10.2019

Dillingen kämpft gegen Taubendreck

Tauben machen auch in der Dillinger Innenstadt eine Menge Dreck (Symbolfoto).
Bild: Andreas Schwarzbauer (Symbolfoto)

Wie die Kreisstadt der Plage am Mitteltorturm Herr werden will

Die große Kreisstadt Dillingen ist damit nicht allein: Wie viele andere Kommunen leide auch das schwäbische Rom „ein bisschen“ unter einer Taubenplage. Am Mitteltorturm jedenfalls sei alles voller Taubendreck, stellte Dritter Bürgermeister Peter Graf am Montagabend in der Dillinger Stadtratssitzung fest. Der CSU-Politiker wollte wissen, welche Möglichkeiten es gebe, um dem Problem Herr zu werden.

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Im Mitteltorturm gibt es jetzt einen Taubenschlag

Stadtbaumeister Bernhard Adler informierte, dass dort seit über einem Jahr ein Taubenschlag aufgebaut gewesen sei, der nun aber auf Wunsch der Eigentümer entfernt wurde. Inzwischen ist ein Taubenschlag im Mitteltorturm installiert worden. Dort gibt es Futter für die Tiere. „Da sind aber die Tauben bisher noch nicht so ganz draufgekommen“, räumte Adler ein. Er habe ebenfalls festgestellt, dass es in den Durchgangsbereichen beim Mitteltorturm rieche. Der Stadtbaumeister kündigte an, dass es zusätzlich zu der normalen Straßenreinigung eine Reinigung extra für den Taubendreck geben werde.

Werden die Tiere an andere Orte gebracht?

Es laufen Überlegungen, die Tiere vom Taubenschlag im Mitteltorturm an andere Orte zu bringen. Ingrid Stanzel (Grüne) verwies auf eine andere Möglichkeit im Kampf gegen die Taubenplage – das „Augsburger Modell“. Dies ist eigenen Angaben zufolge „ein tierschutzgerechtes Konzept zur Regulierung und Reduzierung der Stadttauben zum Wohle von Mensch und Tier“.

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Wie Augsburg gegen die Tauben vorgeht

In Augsburg gibt es geschätzt rund 2000 Stadttauben. Die Stadt setzt seit über 20 Jahren auf ein Konzept mit betreuten Taubenschlägen, in denen Geburtenkontrolle betrieben wird, damit die Population nicht weiter wächst. Der Tierschutzverein betreut derzeit zwölf Taubenschläge an verschiedenen Standorten. Jährlich werden dort etwa 7500 Eier entnommen und durch Attrappen ersetzt, wie die Geschäftsführerin Sabina Gaßner erläutert. Durch diesen Trick sollen sich die Tauben nicht mehr so stark vermehren. Das Konzept funktioniert jedoch nach Informationen unserer Zeitung nicht an allen Standorten zufriedenstellend. (bv)

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