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Höchstädt

12.03.2019

Es wird teurer: Das kostet ein Kindergartenplatz in Höchstädt

Der Kindergarten in Deisenhofen ist in der Dorfmitte direkt neben der Feuerwehr. Aktuell sind 27 Kinder in der Einrichtung.
Bild: Karl Aumiller

Der Höchstädter Stadtrat beschließt eine Erhöhung und regelt, welche Kinder die Einrichtung in Deisenhofen besuchen dürfen.

Es gab mehrere Treffen und schließlich wurde eine gemeinsame Vorgehensweise festgelegt. Künftig, so hat es der Stadtrat am Montag bei der Sitzung einstimmig beschlossen, sind die Gebühren für den Besuch des städtischen Kindergartens Deisenhofen identisch mit denen der kirchlichen Einrichtungen in Höchstädt. Die Kirche sei auf die Stadt zugekommen, erklärte es Bürgermeister Gerrit Maneth. „Sie haben das Konzept, maßvoll und stetig die Gebühren zu erhöhen, anstatt auf einmal einen großen Brocken. Zudem passen sie die Gebühren an die tarifliche Lohnerhöhung an“, so Maneth.

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Deisenhofen: Zuletzt gingen die Kindergarten-Gebühren 2015 nach oben

Eine Vorgehensweise, die dem Rathauschef und seinen Räten zusagt. Zum letzten Mal erhöht wurden die Gebühren im Kindergarten Deisenhofen 2015. In Abstimmung mit der Kirche erfolgt nun die nächste Erhöhung zum kommenden Kindergartenjahr. Laut Maneth mache es drei Prozent mehr für die Eltern aus. „Ich denke, das können wir mitgehen“, so Maneth. Einig ist sich das Höchstädter Gremium am Montag auch, wer künftig die städtische Einrichtung in Deisenhofen besuchen darf – und welches Kind nicht. Der Bürgermeister erläuterte, dass aktuell 27 Kinder untergebracht sind, davon sind fünf aus dem Stadtteil selbst. Die anderen Kinder kommen aus Oberglauheim, Schwennenbach, Höchstädt und Lutzingen. „Die Benutzungssatzung für Deisenhofen ist von 1993. Es gibt mittlerweile viele gesetzliche Änderungen, wir haben mehr Anfragen als Plätze und die Aufnahmekriterien sind für die Erzieherinnen und Eltern oft schwierig“, so Maneth. Deshalb hat der Stadtrat nun eine neue Satzung beschlossen, die eindeutig und transparent für alle sein soll.

Grundsätzlich sollen demnach im Kindergarten Deisenhofen, wo auch unter Dreijährige aufgenommen werden, vorrangig Kinder aus dem Ort bevorzugt werden. Sind nicht genügend freie Plätze verfügbar, gibt es künftig eine Auswahl an Dringlichkeitsstufen – von alleinerziehend bis beide Elternteile berufstätig. Erst, wenn dieser Bedarf gedeckt ist, kommen Kinder aus Höchstädt und den anderen Stadtteilen zum Zug. Vorausgesetzt, sie haben keinen Platz in den kirchlichen Einrichtungen in Höchstädt bekommen oder haben bereits Geschwister in Deisenhofen.

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Förderung gibt es nur, wenn der Kindergarten voll belegt ist

Wenn dann immer noch Plätze frei sind, wird nach Alter des Kindes zugeteilt. Maneth: „Natürlich bleiben alle Kinder, die jetzt in der Einrichtung sind, so lange dort, bis sie fertig sind. Die Satzung gilt ab dem neuen Kindergartenjahr.“ Wichtig sei, dass der Kindergarten in Deisenhofen voll belegt sei, nur dann gebe es eine staatliche Förderung. Die Aufteilung ist dann wie folgt: 40 Prozent der Gebühren übernimmt die Stadt, 40 Prozent der Staat und 20 Prozent bleiben den Eltern.

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