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Lauingen

31.05.2019

Lauingen verschönert sich im Fernsehen

Der Lauinger Kommandant Martin Koller erklärt dem Team des BR-Fernsehens, worauf aus feuerpolizeilicher Sicht zu achten ist.
Bild: Jakob Stadler

Im Rahmen einer BR-Sendung soll der Lauinger Stadthallenvorplatz umgestaltet werden. Im Idealfall gibt’s ein Preisgeld. Helfer sollen sich beim Quartiersbüro melden.

Kann man das Halteverbotschild am Vorplatz der Lauinger Stadthalle abbauen? Sonst könnte es ab 20. Juni recht präsent im Bild zu sehen sein. Dann, wenn das BR-Fernsehen hier einen Übertragungswagen aufbaut, eine mobile Regie und allerlei Kameras. Lauingen geht im Juni und Juli live auf Sendung.

Für vier Wochen wird die Albertus-Magnus-Stadt eine ungewohnt hohe TV-Präsenz haben. Am Ende dieser Zeit, so der Plan, erstrahlt der Vorplatz der Stadthalle in neuem Glanz. Wenn es ganz gut läuft, winkt sogar ein Preisgeld. „Herzplatz“ heißt die Aktion des Heimatmagazins „Wir in Bayern“. Ziel ist, mit Hilfe von Ehrenamtlichen und Sponsoren ein Verschönerungsprojekt umzusetzen. Zwei Städte treten gegeneinander an: Lauingen und das oberfränkische Memmelsdorf. Dort soll der Brunnenplatz aufgewertet werden, in Lauingen eben der Platz vor der Stadthalle.

Die Live-Sendungen erfordern genaue Planung

Als sich das Fernsehteam die Umgebung in Lauingen ansieht, sieht der Platz recht trostlos aus – was auch dem grau-regnerischen Himmel geschuldet ist. Kommandant Martin Koller zeigt den Fernsehleuten, welche Rettungswege freigehalten werden müssen.

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Ulla Seeßle vom Quartiersbüro erklärt, man habe einen Platz ausgesucht, den die Stadt wohl ohne die Sendung nicht verändert hätte. Aber es gibt eben viel Potenzial, diesen zu verschönern. Man wolle etwas mit der Fassade der Halle machen, ebenso mit den Grünflächen, sagt Seeßle. Die Stadthalle ist ein „typischer 70er-Jahre-Bau“ erklärt sie – über die Schönheit von Bauwerken aus dieser Zeit lässt sich streiten. Man wolle die Architektur „mit Respekt behandeln“ und den Platz „ins 21. Jahrhundert bringen“, sagt Seeßle.

Der Platz vor der Stadthalle soll gemütlicher werden

Es gebe Überlegungen, wie man Nischen schaffen kann. Der Ort zieht nicht zuletzt wegen des WLAN-Hotspots Menschen an, er soll nun gemütlicher werden. Doch das sind nur erste Vorschläge, die Bürger sollen sich einbringen. Quartiersbüro und Stadt seien schon an einige Vereine und Schulen herangetreten, man habe gefragt, wer sich wie stark einbringen könne. Ein erstes Treffen hat stattgefunden, weitere Mitarbeit ist ausdrücklich erwünscht. „Jeder, der eine Idee hat, kann vorbeikommen“ – und zwar im Quartiersbüro in der Geiselinastraße. Mit Plakaten will man in den nächsten Wochen noch mehr Menschen erreichen. Der Stadtbauhof klärt währenddessen rechtliche Hintergründe. „Wir müssen sehen, welche Regeln und Normen es gibt“, sagt Seeßle. Deswegen laufen bereits Vorarbeiten der Stadt und des BR. Das Halteverbotschild zum Beispiel ist fest im Boden verankert und lässt sich deshalb nicht einfach entfernen. Der eigentliche Startschuss ist am Donnerstag, 20. Juni. Ab diesem Moment haben die Lauinger und Memmelsdorfer drei Wochen Zeit, um alle nötigen Kräfte zu mobilisieren und Sponsoren für Material und Gerät zu gewinnen. Der zentrale Aktionstag findet dann am Freitag, 12. Juli, statt. Da setzen die Ehrenamtlichen innerhalb von fünf Stunden die geplanten Projekte um.

Wie die Wahl auf Lauingen gefallen ist

BR-Projektmanagerin Katja Schollmayer erklärt, wie man auf Lauingen als Teilnehmer gekommen ist. Es gibt eine Vorbildsendung des MDR und deshalb schon Erfahrungen. Man habe nach Städten einer bestimmten Größe gesucht und diese angeschrieben. Lauingen hat sich beworben und ist schließlich gewählt worden. Schollmayer freut sich über die Zusammenarbeit und weiß: „Das bedeutet letztlich schon auch Arbeit für die Stadt.“ Schließlich sind neben den vielen Ehrenamtlichen auch Mitarbeiter der Kommune und des Quartiersbüros eingebunden.

Welche Gemeinde gewinnt, entscheiden bis zum 18. Juli die Zuschauer der Fernsehsendung, mit einer Abstimmung auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks. Das Finale wird in einer Livesendung übertragen. Auch zum Start am 20. Juni und zum Aktionstag am 12. Juli werden Fernsehteams live senden. Außerdem berichtet „Wir in Bayern“ während der vier Wochen täglich über die „Herzplatz“-Teilnehmer. (mit pm)

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