Newsticker

Corona-Krise: Markus Söder erwartet Maskenpflicht
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. SPD: Mortalität genauer untersuchen

Kreisparteitag

23.05.2011

SPD: Mortalität genauer untersuchen

Dietmar Bulling.
Bild: Archivfoto: gau

An Block A des Kernkraftwerks erinnert. Dietmar Bulling wiedergewählt

Lauingen Beim Kreisparteitag, der SPD am Samstag im Laudoniaheim in Lauingen stattfand, wurde der Kreisvorstand mit Vorsitzendem Dietmar Bulling an der Spitze von den Delegierten größtenteils für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.

Nach dem Dank an Mandatsträger und Mitarbeitern ging Bulling auf die jüngsten Wahlerfolge der SPD in Hamburg und Baden-Württemberg ein.

Wiederwahl und gelungene Jubiläen

SPD: Mortalität genauer untersuchen

Im Landkreis sei das Jahr 2010 für die SPD durch die erfolgreiche Wiederwahl von Wolfgang Schenk als Lauinger Bürgermeister und durch die gelungenen 100. Jubiläen der Ortsvereine Lauingen und Gundelfingen geprägt gewesen. Außerdem habe Jürgen Hartshauser im Bürgermeisterwahlkampf in Gundelfingen die Stichwahl nur knapp verpasst.

Nach dem Bericht von Schatzmeister Werner Herbig und der Entlastung wurden der Vorstand, Beisitzer, Revisoren und Delegierte gewählt (siehe Infokasten).

In seinem Bericht zur Kreispolitik zeigte sich Hans-Jürgen Weigl erfreut, dass trotz der angespannten Kreiskasse zahlreiche Investitionen im Bildungssektor umgesetzt würden: beim Teilneubau der Lauinger Berufsschule, bei Um- und Neubauten am Gymnasium Wertingen und am Sailer-Gymnasium Dillingen, am Schülerwohnheim Höchstädt und beim geplanten Berufsschulinternat Lauingen. Weigl begrüßte den Defizit-Rückgang der Kreiskliniken.

Bundestagsabgeordnete Gabi Fograscher sprach die erneuerbaren Energien und den Atomausstieg an. Die von Rot-Grün eingeleitete Energiewende sei in den letzten Jahren zu einer Jobmaschine geworden. Der Schlingerkurs der momentanen Bundesregierung gefährde diese Branche. Fograscher zweifelte an der Glaubwürdigkeit des schwarz-gelben Meinungsumschwungs in der Atom-Frage.

Sorge um den Bundeswehrstandort

Auch der unklare Diskussionsstand zur Bundeswehrreform und bei der Abschaffung der Wehrpflicht machte die Abgeordnete nachdenklich: Fograscher sorgt sich angesichts dieser Unsicherheit um den Erhalt der Dillinger Kaserne. Sollte Olympia 2018 in München kommen, forderte Fograscher ein Infrastruktur-Sonderprogramm ein. Ansonsten würden sich die fälligen B16-Ortsumfahrungen Dillingen und Höchstädt womöglich noch weiter verzögern.

In der abschließenden Aussprache kritisierte Martin Knecht (Lauingen) das unlängst vorgelegte Gutachten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit, das im Auftrag der Staatsregierung die signifikant höhere Sterblichkeitsrate im Landkreis Dillingen untersucht hatte. Das Landesamt verneinte den Zusammenhang zwischen der höheren Sterblichkeit und der Nähe zum AKW Gundremmingen, „weil Block B erst seit 1984 am Netz sei, die Sterblichkeitsrate aber schon seit den 1960er Jahren erhöht wäre“. Knecht monierte, dass das Landesamt in seinen Recherchen dann wohl „den Gundremminger Block A vergessen habe“, der 1966 ans Netz ging und 1977 havarierte.

Weigl betonte in diesem Zusammenhang für die SPD-Kreistagsfraktion, dass die deutlich höheren Erkrankungsraten an Krebs und Leukämie im Landkreis dringend einer genaueren Untersuchung bedürften.(pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren