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Dilllingen

16.01.2019

So sieht der neue Dillinger Einkaufsmagnet aus

So soll der neue Einkaufsmagnet aussehen, der in der Dillinger Kapuzinerstraße entsteht. Die Optik fand bei den Dillinger Stadträten Gefallen.

Der ehemalige Kindergarten an der Kapuzinerstraße wird in wenigen Wochen abgerissen. Dort entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Wie die Ansicht des Gebäudes bei den Stadträten ankommt.

Als Architekt Thomas Zoller im Faustussaal die Pläne für das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Dillinger Kapuzinerstraße präsentiert, ergreift Oberbürgermeister Frank Kunz das Wort. „Sie dürfen das mit Begeisterung darstellen“, rät der Rathauschef dem Planer. Die moderne Architektur des künftigen Einkaufsmagneten setze ein Zeichen. „Für Dillingen ist das neue Geschäftshaus eine riesige Aufwertung – die Attraktivität als Einkaufsstadt wird dadurch weiter gestärkt“, sagt Kunz. Als die Stadträte bei der Sitzung am Montagabend zum ersten Mal eine Ansicht des Millionenprojekts der Stadthaus Dillingen GmbH sehen, ist die Begeisterung groß.

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Der Leitende Verwaltungsdirektor Bernd Nicklaser hat den Kommunalpolitikern eingangs erläutert, dass das elf Meter hohe Gebäude im Dillinger Zentrum „genehmigungsfähig“ sei, es erfülle die Vorgaben des Bebauungsplans. Die Brandschutz-Vorschriften würden eingehalten. In dem Wohn- und Geschäftshaus wird sich der Müller-Markt im Erdgeschoss auf einer Fläche von gut 1300 Quadratmetern niederlassen. Zudem eröffnet dort die Deichmann-Tochter MyShoes auf einer Fläche von etwa 440 Quadratmetern ein Schuhgeschäft. (Einen Kommentar zum neuen Geschäftshaus lesen Sie hier.)

Es werden auch 28 Wohnungen gebaut

Das Wohn- und Geschäftshaus wird von der Stadthaus Dillingen Gesellschaft, die zur Activ-Group in Schemmerhofen (Landkreis Biberach) gehört, errichtet. In den beiden Obergeschossen werden 28 Wohnungen gebaut, informiert Nicklaser. 16 Zweizimmer-, neun Dreizimmer- und drei Vierzimmer-Wohnungen sind geplant. Was den Dillinger Stadträten besonders gefällt: Das Unternehmen schafft 52 Parkplätze in einer Tiefgarage, oben im Freien entstehen weitere sieben Stellplätze.

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Architekt Zoller erläutert, dass die Wohnungen und Büros in den oberen Geschossen über einen Innenhof wie Reihenhäuser erschlossen werden. Die Obergeschosse haben einen Vorsprung und ragen etwa zwei Meter über den Gehweg, Kunden können so ebenerdig vor Schauern geschützt die Auslagen in den Schaufenstern anschauen. Alle Wohnungen sollen Loggien (überdachte Balkone) haben.

"Ein bisschen großstädtisches Flair"

Nachdem die Räte zum ersten Mal gesehen haben, wie der neue Einkaufsmagnet aussehen soll, sind die Kommentare überschwänglich. Die Planung habe ein sehr gutes Ende gefunden, sagt Umlandfraktionschef Josef Kreuzer. „Es ist fast ein bisschen großstädtisches Flair, das in die Kapuzinerstraße kommt.“ Der Baukörper sei wuchtig, es entstünden neue Geschäfte, Wohnungen und Parkplätze („so viele gibt es in der ganzen Königstraße nicht“) mitten im Zentrum. Zudem werde die beengte Situation auf dem Gehsteig in der Kapuzinerstraße entschärft. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Düthorn sagt: „Das Projekt ist ein weiterer Glücksfall in unserer Stadt.“ Und Fraktionschef Albrecht Witte (SPD, Grüne, FW) meint, der Baukörper, der einen Meter niedriger sei als das benachbarte Modehaus Holzner, füge sich „sehr gut“ in die Gesamtsituation ein. Der Dillinger Einzelhandel werde von dem neuen Einkaufsmagneten profitieren. Davon ist Oberbürgermeister Kunz überzeugt.

Projektentwickler Elmar Nothhelfer von der Activ-Group nennt auf Anfrage von Walter Fuchsluger (SPD) einen Zeitplan für die Realisierung. Noch im Januar könne die Baugenehmigung vorliegen, danach soll der ehemalige Kindergarten Kapuzinerstraße abgerissen werden. Es folgen archäologische Grabungen. Und wenn alles nach Plan läuft, will das Unternehmen im Mai oder Juni mit dem Bau des Wohn- und Geschäftshauses beginnen. Mit der Fertigstellung sei Ende des Jahres 2020 zu rechnen.

Der Einkaufskomplex wird aber noch größer, denn die VR-Bank Donau-Mindel hat in ihrer Nachbarschaft das einstige Möbelhaus Lipp gekauft, das an das geplante Geschäftshaus angrenzt. Dort will das Geldinstitut auf 500 Quadratmetern Verkaufsfläche einen Textilhändler etablieren. Außerdem möchte die VR-Bank im alten Lipp-Möbelhaus Praxen, Büros und Wohnungen schaffen. Vorstand Alexander Jall hatte im Oktober in der Bürgerversammlung angekündigt, dass der Bau ebenfalls in diesem Jahr beginnen soll. 2021 soll das Projekt fertig sein.

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