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Bürgerversammlung

26.09.2014

Wunsch nach autarker Wasserversorgung

Sonderheimer wollen nicht mit Rieswasser angeschlossen werden

Friedrich Linder hatte eine klare Meinung: „Wenn ich autark bleiben will und kann, dann mache ich das auch.“ Damit meinte der Sonderheimer die kommunale Wasserversorgung. Momentan versorgen sich Höchstädt und Sonderheim selbst. Aber das kann sich in den nächsten Jahren ändern. Kann. Denn bei der ersten Bürgerversammlung am vergangenen Mittwochabend in Sonderheim erklärte Rathauschef Stefan Lenz, dass in den nächsten Monaten die Entscheidung fallen muss, ob das bestehende Wasserwerk für rund 830000 Euro saniert oder ob Höchstädt mit Rieswasser angeschlossen wird – rund 503000 Euro Kosten. „Fakt ist, dass wir bis 2015 ein Konzept mit der Entscheidung dem Landratsamt vorlegen müssen“, so Lenz weiter. Die 30 Bürger in der Gaststätte Alte Donau waren sich schnell einig, dass die Stadt alles daran setzen solle, dass man sich weiter selbstständig mit Wasser versorge. „Wir versuchen unser Bestes und müssen jetzt alles durchkalkulieren“, sagte Lenz.

Tatsachen will dagegen endlich Michael Linder sehen. Er beschwerte sich am Mittwoch, dass die Zufahrt zur alten Schule noch immer nicht gemacht worden sei. „Wie lange geht das denn noch? Das ist doch nur eine Kleinigkeit. Das ist langsam nicht mehr tragbar“, schimpfte der Sonderheimer. Stadtbaumeister Thomas Wanner, der ebenfalls bei der Bürgerversammlung dabei war, entgegnete: „Wir werden das heuer noch machen und fangen jetzt im Oktober an. Wir haben derzeit einfach viele andere Projekte.“

Die größten und wichtigsten dieser Projekte stellte Stefan Lenz den Bürgern in einer Präsentation vor. Unter anderem waren dies:

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Der Bau des neuen Gerätehauses in der Oberglauheimer Straße liegt im Kosten- und Zeitrahmen. Die Fertigstellung ist zum Jahreswechsel geplant.

Der Planungsauftrag für die Sanierung der Bachgasse bis hin zum Höchstädter Marktplatz ist vergeben.

In den nächsten Wochen soll es eine öffentliche Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand geben, da sich die Trassenführung im Detail noch mal verändert hat.

Bürgermeister Lenz betonte, dass der Schulstandort Höchstädt gesichert werden muss. Auch, wenn dies bedeute, das kurzfristig hohe Kosten anfallen: Die Grundschule muss dringend saniert werden und auch die Berufsschule muss erweitern.

Höchstädt ist eine Modellkommune in Bayern, die sich am Projekt „Bayern barrierefrei 2033“ beteiligt. Eine große Herausforderung, wie Stefan Lenz betonte. „Deshalb brauchen wir Mithilfe von den Bürgern. Sagen Sie uns, wo es klemmt“, so Lenz. Niemand wisse besser, wo Barrierefreiheit fehlt, wie ein Betroffener.

Von Höchstädt nach Blindheim sollen sogenannte Flutpolder errichtet werden. Das dazugehörige Planfeststellungsverfahren läuft schon – davon erfuhr Bürgermeister Lenz aus dem Radio. „Ich bin schon etwas verärgert, dass ich bis heute offiziell nichts davon weiß. Die Informationen habe ich mir alle aus dem Internet gezogen“, so Lenz.

Im regen Austausch sei die Stadt dagegen mit den Sonderheimern – vor allem, was das Projekt Fischerheim betreffe. In den nächsten drei Jahren solle dies komplett saniert werden. „Da sind wir dran“, sagte der Rathauschef am Mittwoch. „Dran“ sei die Stadt auch beim Thema Projekt Zukunft des Höchstädter Sportvereins. Siggi Wendler wollte von Lenz wissen, was der aktuelle Stand ist und ob endlich weitergebaut werden darf. „Es sieht gut aus“, antwortete der Bürgermeister. Vor einer Woche wurden alle Unterlagen, Zahlen und Fakten – die ein Kompetenzkreis erarbeitet hat – an alle Stadträte verschickt. Am 13. Oktober soll dann in einer öffentlichen Sitzung eine endgültige Entscheidung fallen. „Das wird dann aber auch Zeit“, so Lenz.

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