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Fußball

18.10.2020

Schwierige Lückensuche für Gundelfingen

Philipp Schmid (rechts) findet hier eine Lücke, die es eigentlich gar nicht gibt, und versenkt den Ball zwischen Pfosten und Torwart Christian Hamatschek zum 3:1 im Kaufbeurer Tor. Nach Stotterstart gewann der Stürmer mit seinen Gundelfingern beim Landesliga-Schlusslicht 6:2.
Bild: Brugger

Landesliga Südwest: Schlusslicht SpVgg Kaufbeuren ärgert den FC Gundelfingen eine Halbzeit lang. Am Ende zeigt der Gast aber, warum er klarer Tabellenführer ist.

Ein Spitzenreiter kann bei einem abgeschlagenen Schlusslicht kaum etwas gewinnen. Drei Punkte sind normal, alles andere eine Blamage. Und genau eine solche drohte den Landesliga-Fußballern des FC Gundelfingen bei der SpVgg Kaufbeuren, bis kurz vor der Pause lagen sie zurück. Am Ende war die Stimmung dann aber doch gelöst, 6:2 (2:1) hatten die Grün-Weißen gewonnen und zumindest eine Halbzeit lang eine souveräne Leistung abgeliefert.

Gundelfingen startet zu statisch

„Anfangs war alles zu statisch, zu umständlich, zu langsam“, blickte FCG-Trainer Martin Weng wenig erbaut auf die ersten 40 Minuten zurück. Fast schien es, als würden die Kaufbeurer dem Tabellenführer den Schneid abkaufen. Nicht etwa, dass die Ostallgäuer fußballerisch brillierten, aber sie verteidigten leidenschaftlich und gingen in den Zweikämpfen bis an die Grenzen. Mitunter sogar einen Tick darüber – und konnten bei einem der wenigen Konter durch Daniele Sgodzaj sogar FCG-Torhüter Dominik Dewein überwinden (24.). Sehr zur Freude seines Vaters Joachim, der die Kaufbeurer coacht und immer wieder lautstark antrieb. Was ihn aber störte, waren Fouls der Kategorie „überflüssig“ der Seinen. „Das war jetzt das fünfte Mal“, kommentierte er die wiederholte Regelwidrigkeit seines Außenverteidigers Florian Racaj in der 41. Minute gegen FCGler Sandro Caravetta. Was Referee Felix Otter wenig störte, der ließ trotz der Häufigkeit die Karte noch stecken, doch Dewein ahnte schon etwas und sollte bestätigt werden. Gundelfingens Top-Scorer Manuel Müller trat zum Freistoß von der rechten Seite an, der Ball flog scharf Richtung Tor und wurde dabei abgelenkt. „Ich war noch leicht dran“, erklärte der aufgerückte Innenverteidiger Fabio Kühn, der Rettungsversuch von Kaufbeurens Abwehrspieler Paboy Camara auf der Torlinie war erfolglos.

„Der Ausgleich war unglaublich wichtig“, zeigte sich Trainer Martin Weng sichtlich erleichtert, „mehr noch als die Führung.“ Denn das 1:1 löste die Blockade der Seinen, die bis dahin nur bei einem Pfostenschuss von Maximilian Braun (20.) für Torgefahr gesorgt hatten. Nun aber lief es bei den Gärtnerstädtern, keine 100 Sekunden nach dem Ausgleich nutzte Stürmer Philipp Schmid die Kopfballvorlage von Caravetta zum 1:2.

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In Halbzeit zwei mächtig aufgedreht

Nach dem Seitenwechsel drehten die Grün-Weißen richtig auf. Schmid erzielte das 1:3 nach Müllers Flanke (57.), Caravetta traf sechs Minuten später volley von der Strafraumkante zum 1:4. Dann kam die Zeit der Strafstöße. Nach einer Attacke an Kühn deutete Referee Otter auf den Elfmeterpunkt und Müller verwandelte sicher (72.), vier Minuten später wurde Caravetta im Strafraum gefoult und Schmid durfte ran. Mit dem 1:6 schnürte er wie schon zuletzt in Jetzendorf einen „Dreierpack“ und durfte sich zur Schonung den Rest der Partie vom Spielfeldrand verfolgen. Da hätte er durchaus weitere FCG-Treffer bejubeln dürfen, die eingewechselten Benedikt Ost und Dennis Lechner verpassten jedoch das 7:1.

So aber konnten die Kaufbeurer auf der Gegenseite noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, als ihr Kapitän Maximilian Süli mit dem Schlusspfiff auf 2:6 verkürzte. Sehr zum Ärger von FCG-Keeper Dominik Dewein, der zwei Bälle aufs Tor bekam und zweimal machtlos war. Aber viel gewinnen konnte er an dem Tag ohnehin nicht, und verloren hatte er garantiert nichts.

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