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Donau-Ries-Kreis

14.08.2018

Denkmaltag: Entdecken, was uns verbindet

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Die Pfarrkirche St. Nikolaus im Marxheimer Ortsteil Gansheim ist üblicherweise nur zu Gottesdiensten geöffnet. Am Tag des offenen Denkmals (9. September) wird eine Ausnahme gemacht. 
Bild: Riehl

Beim Tag des offenen Denkmals am 9. September gibt es auch im Landkreis wieder etliche Gebäude zu erkunden.

Kunst und Architektur sind immer Zeugnisse sozialer Beziehungen und gesellschaftlicher Entwicklungen. Am 9. September machen sich wieder Kulturinteressierte in ganz Deutschland auf den Weg, um diesen nachzuspüren. Sie wandeln auf den Spuren großartiger Zeugnisse unserer Kulturgeschichte. An diesem „Tag des offenen Denkmals“ stellen wieder Privatleute, Kommunen, Kirchen und andere Einrichtungen ihre Gebäude zur Verfügung und gewähren öffentliche Einblicke in sonst meist verschlossene Bereiche. Eine spannende Sache! Heuer wollen sie alle „entdecken, was uns verbindet“ – so das Leitthema.

In die Geschichte hinein zu spüren bedeutet immer auch, eine Forschungsreise zu sich selbst und seiner ganz persönlichen Vergangenheit zu unternehmen. Wenn wir „entdecken, was uns verbindet”, wächst das Verständnis auch für das vermeintlich andere. Die Besucher am 9. September sind eingeladen, zu staunen, wie reich, bunt und veränderlich die Geschichte scheinbar starrer Architekturstile und religiöser wie weltlicher Traditionen ist.

Aha-Erlebnisse schaffen

Der Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Hauptorganisator ist, liegt es am Herzen, Baudenkmale als lebendige Geschichtszeugen zu erhalten. Sie will Aha-Erlebnisse schaffen und die Erkenntni verbreiten, wie sehr all diese geschichtlichen Momente unsere Gegenwart prägen, all dies soll das Europäische Kulturerbejahr befördern.

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Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 statt und zwar immer am zweiten Sonntag im September. Bereits 1984 wurde in Frankreich der „Tag des offenen Denkmals“ ins Leben gerufen. 1991 griff der Europarat die Idee auf und rief offiziell die „European Heritage Days“ aus. In der Bundesrepublik beteiligten sich seit 1993 zunächst über 1000 Kommunen mit über 3500 Denkmalen an der Aktion. In den vergangenen Jahren waren schon 2600 Städte und Gemeinden mit über 8000 Denkmalen vertreten. Oft werden dort Führungen und Veranstaltungen vorbereitet.

Viel Spielraum für die Veranstalter

Grundsätzlich sind die Jahresthemen des Tags des offenen Denkmals immer so ausgelegt, dass sie den Veranstaltern einen weiten Interpretationsspielraum geben. Der Aktionstag soll allen Denkmalengagierten, Denkmalbesitzern, Denkmalforschern und Denkmalinstandsetzern die Möglichkeit bieten, sich mit genau dem Objekt zu beteiligen, das aus seiner/ihrer Sicht zum Motto passt und die Besucher fasziniert. Wichtig ist allein, dass das historische Gebäude, der Park oder die archäologische Stätte bei der Teilnahme am Aktionstag im Vordergrund steht. Auch sollen die Besucher am Tag des offenen Denkmals kostenfrei Zutritt zum Denkmal haben.

Besucher können erkunden, was lokal typisch ist, was überregionale Einflüsse hat und woher bestimmte Stilprägungen kommen. Wer waren die Baumeister, Handwerker und Künstler, die mit neuen, manchmal überlegenen Materialien, künstlerischen Ausdrucksformen und technischem Know-how von weither kamen? Wie haben sich Kunstmaler aus Italien, Baumeister aus Frankreich oder Garten- und Landschaftsplaner aus England mit ihren Werken mit der lokal schon bestehenden Baukultur auseinandergesetzt? Wo haben sie Spuren hinterlassen? An welchen anderen Denkmalen in der Region oder überregional lassen sich diese Merkmale nachverfolgen? Was eint diese Denkmale? Was haben die einheimischen Handwerker, Künstler oder Architekten von den neuen Ideen übernommen und wie? Fragen wie diese machen den Tag des offenen Denkmals zum großen Erlebnis und bieten die Möglichkeit, zu „entdecken, was uns verbindet”. 

Das ist in der Region zu sehen

  • Pfarrkirche St. Nikolaus, Marxheim-Gansheim, Kirchplatz 2. Die Barockkirche stammt von 1730, der Kirchturm von 1259. Öffnungszeiten am 9. September: 13 bis 17 Uhr (sonst nur zu Gottesdiensten). 15 Uhr: Führung mit Dr. Franz Josef Merkl.
  • Pfarrkirche St. Vitus, Marxheim-Lechsend, Im Winkel 1. Die romanisch-gotische Kirche stammt aus dem 14./15. Jahrhundert. 1720/30 wurde sie barockisiert. 2009 bis 2015 Außenrenovierung. Öffnungszeiten am 9. September von 14 bis 18 Uhr (sonst nicht geöffnet). Führungen sind um 14 und 16 Uhr mit Horst Schweidler. Parkplätze sind vorhanden.
  • Allgemeine Stadtführung in Nördlingen um 14: Uhr (Dauer ca. 60 Minuten), Treffpunkt: Tourist-Information, Marktplatz 2.
  • Dachstuhl der St. Georgskirche in Nördlingen. Der dreischiffige Hallenbau zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Sakralbauten Süddeutschlands. Dachstuhlführungen sind um 12.30, 14 und 15.30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 25 begrenzt. Dauer etwa eine Stunde. Anmeldung sind bis 8. September bei der Tourist-Information unter Telefon 09081/84116 erforderlich. Treffpunkt: Turmaufgang Daniel, Marktplatz 10.
  • Wohnhaus Luckengasse 5 in Nördlingen: Ein stattlicher Eckbau mit vorkragendem zweiten Obergeschoss und Giebel. Um 1478 erbaut und 1974 erneuert. Öffnungszeiten am 9. September von 11.30 bis 15.30 Uhr (sonst nicht geöffnet). Offene Begehung beschränkt auf maximal 40 Personen pro Durchgang. Schautafeln geben Hinweise zur Baugeschichte und zur derzeitigen Instandsetzung.
  • Evangelische Pfarrkirche St. Jakob Oettingen, Schlossstraße 3: Tonnengewölbter Saalbau von 1312 bis 14. Öffnungszeiten am 9. September ab 13.30 Uhr (sonst ganztags geöffnet). Führung um 14.15 Uhr und nach Bedarf. Kontakt: Annette Mouraros, Landratsamt (0906/74167).
  • Orgelbaumuseum Steinmeyer Oettingen, G.-F.-Steinmeyer-Straße 3: Steinmeyer gehörte zu den bedeutendsten Orgelbaufirmen Europas; sie lieferte in alle Welt. Gründung 1847. Öffnungszeiten am 9. September 10.30 bis 15 Uhr (sonst nicht geöffnet). Führungen um 11, 12.30 und 14 Uhr.
  • Klosterkirche Auhausen, Klosterhof: Kernbau um 1120, Südturm 1334 erbaut. Mittelalterliche Grabmale. Seit 1537 evangelische Kirche mit großen Renaissance-Holzdecke und fünf Glocken. Öffnungszeiten am 9. September 10 bis 18 Uhr (sonst 10 bis 17 Uhr). Kinderführung sechs bis zehn Jahre um 13.30 Uhr, Dachboden- und Turmführungen 14.30 und 16 Uhr, Kirchenführungen 16 Uhr und nach Bedarf. Aktionen: 8.45 Uhr Gottesdienst, 13.30 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen, 14.15 bis 17 Uhr Tour zu den Mönchsteinen, Treffpunkt Hauptportal, 15.30 Uhr Orgelkonzert, 19.30 Uhr Gottesdienst.
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