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Kommentar

19.07.2019

Der Frust der Handynutzer

In Tagmersheim gibt es seit Wochen kein Handynetz. Das Geschäftsgebaren von O2-Anbieter Telefonica erinnert an die "Steinzeit". Doch den Tagmersheimer Handynutzern fehlt die Alternative.

Da wird im Jahr 2019 in Deutschland und damit auch in Bayern ständig betont, wie wichtig die Digitalisierung ist. Von Datenautobahnen ist die Rede und von flächendeckendem 5G. Doch gleichzeitig häufen sich – so scheint es – zumindest in der Region die Pannen und die Unzulänglichkeiten im Netz. Nicht nur, dass es weiterhin genügend weiße Flecken beim schnellen Internet und beim Handyempfang gibt – die vorhandene Infrastruktur wird offenbar immer anfälliger. Stehen Bauarbeiten im Leitungsnetz an, sind abgerissene Kabel schon fast an der Tagesordnung. Die Reparatur dauert Wochen bis Monate. Dabei sind die Netzanbieter oft nicht selbst am Werk, sondern engagieren Firmen aus dem In- und Ausland. Bis alles wieder funktioniert, steht dann in den Sternen.

In der Gemeinde Tagmersheim ärgert jetzt eine neue Pannen-Variante die Kunden von O2. Von einem Tag auf den anderen funktionieren die Handys nicht mehr. Warum und wie lange, das erfahren die Betroffenen nicht. Kein Ansprechpartner vor Ort, keine befriedigende Antwort über die Servicenummer – die Nutzer werden völlig im Stich gelassen.

Das ist ein Geschäftsgebaren, das eher an die „Steinzeit“ erinnert und überhaupt nicht die angeblichen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts widerspiegelt. Normalerweise laufen in solchen Fällen die Kunden davon. Was aber fehlt, ist die Alternative. Deshalb bleibt den Handynutzern am Ende nur der Frust.

Lesen Sie hierzu: Seit sieben Wochen kein Empfang

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