Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Der Landkreis investiert in Schulen

Haushalt

24.03.2015

Der Landkreis investiert in Schulen

An der Berufsschule in Donauwörth hat der Landkreis eine neue Mensa gebaut.
Bild: Schmid

Kreisräte entscheiden über 110-Millionen-Etat. Was mit dem Geld konkret passiert.

Rund 110 Millionen Euro – das ist eine stattliche Summe. Und genau darüber entschieden am Montagvormittag die Kreisräte in ihrer Sitzung. Denn der Haushalt 2015 des Landkreises stand auf der Tagesordnung des Kreistages, darin sind Einnahmen und Ausgaben in einer Höhe von insgesamt eben jenen rund 110 Millionen Euro verzeichnet. Investiert wird in diesem Jahr vor allem in die Sanierung von weiterführenden Schulen – nur für sie ist der Landkreis zuständig.

Größtes Projekt ist dabei das Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen. Die Schule wird derzeit generalsaniert, insgesamt kostet das rund 9,7 Millionen Euro, sagt Kreiskämmerer Franz Hlouschek. Circa drei Millionen Euro sind für dieses Gymnasium im Haushaltsplan 2015 vorgesehen. An der Berufsschule in Donauwörth ist eine neue Mensa entstanden, die Schlussrate von rund 897000 Euro ist fällig. Zwei neue Großprojekte des Landkreises werfen ihre Schatten voraus: Da wäre zunächst einmal die Generalsanierung des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Nördlingen, insgesamt rund 20 Millionen Euro teuer. Im Herbst soll es losgehen, im Etat 2015 ist eine Million Euro vorgesehen. Auch die Berufsschule in Nördlingen soll renoviert werden, auch für sie ist heuer eine Million Euro eingeplant. Als Nächstes will der Landkreis die Realschulen in Rain und in Wemding angehen. Für Planungen sind insgesamt 350000 Euro eingestellt. Rechnet man alles – auch die kleineren Maßnahmen – zusammen, dann gibt der Landkreis 2015 rund 7,2 Millionen für Investitionen an Schulen aus.

Weitaus weniger Geld ist dagegen für den Straßenbau eingeplant. Wie bereits berichtet, wurden Maßnahmen verschoben. Denn: Ein Haushalt muss ausgeglichen, Einnahmen und Ausgaben gleich hoch sein. Für die DON 5 östlich von Laub sind deshalb auch nur 100000 Euro für den Grunderwerb vorgesehen. Die DON 8 westlich von Amerdingen dagegen wird für rund 730000 Euro ausgebaut. Rechnet man noch die DON 9 nördlich von Mönchsdeggingen dazu, dann ergibt sich ein Neubauvolumen von rund 0,9 Millionen Euro. Der Großteil der 110 Millionen Euro wird im Verwaltungshaushalt verbraucht – dort sind die laufenden Kosten aufgeführt. Größter Ausgabenposten für den Landkreis ist die Bezirksumlage von rund 27,9 Millionen Euro. Die Personalkosten schlagen mit 18,1 Millionen zu Buche. Neben den weiterführenden Schulen und den Kreisstraßen hat der Landkreis auch im Bereich soziale Leistungen Aufgaben zu tragen – beispielsweise, wenn ein Kind in einem Heim untergebracht werden muss. 17 Millionen Euro sind dafür vorgesehen.

Die 110 Millionen Euro Einnahmen kommen zu einem großen Teil von den Kommunen. Sie müssen die Kreisumlage zahlen – insgesamt rund 56,6 Millionen Euro. Berechnet wird diese Umlage unter anderem mit dem Kreisumlagehebesatz, den wiederum legt der Kreistag fest – und beließ ihn bei 46,5 Prozent, so wie im Vorjahr. Nur zum Vergleich: In den schwäbischen Landkreisen beträgt der Umlagesatz im Durchschnitt 47,8 Prozent.

Schulden hat der Landkreis dagegen nur wenig. Lagen sie 2008 noch bei rund 19,7 Millionen Euro, so stand das Minus zum Ende des vergangenen Jahres bei rund 3,47 Millionen Euro. Auch in diesem Jahr will der Kreis weiter Schulden abbauen – Ende 2015 soll der neue Stand 2,2 Millionen Euro betragen. Das wirkt sich auch auf die Zinsen aus. Nur noch circa 84700 Euro müssen dafür bezahlt werden, so Kreiskämmerer Hlouschek. Doch die Rücklagen sind dafür auch nicht groß: Gerade mal rund 1,1 Millionen Euro hat der Landkreis auf der hohen Kante.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren