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Harburg-Ebermergen

03.11.2019

Dorfladen: Kauft die Stadt das Gebäude?

In diesem Gebäude in der Ortsmitte soll nach dem Willen einer Initiative der Dorfladen in Ebermergen angesiedelt werden.
Foto: Wolfgang  Widemann

Plus Bewohner erfahren bei Bürgerversammlung in Ebermergen den aktuellen Stand bei dem Vorhaben. Wie der Bürgermeister die Situation einschätzt.

Die Initiatoren des Arbeitskreises (AK) Dorfladen in Ebermergen haben bei der Stadt Harburg den Antrag eingereicht, dass diese das Gebäude in der Ortsmitte kauft, in dem das Geschäft eingerichtet werden könnte.

Bürgermeister Wolfgang Kilian und Stadtrat Patrick Prügel – er ist einer der Initiatoren des Projekts – informierten bei der Bürgerversammlung in Ebermergen über den neuesten Stand. Vor rund 100 Zuhörern merkte Kilian bezüglich der Entscheidung des Stadtrats an: „Ich tue mich hart, hier eine Prognose abzugeben.“ Grundsätzlich handle es sich um „ein großes Gebäude mit einer relativ kleinen Ladenfläche“. Das zweigeschossige Bauwerk wurde 2010 errichtet. Darin wurde das „Dorflädle“ betrieben. Dieses hat die Besitzerfamilie jedoch inzwischen geschlossen. Die möchte jetzt das Haus verkaufen. Preis: gut 500000 Euro. In dem rund 950 Einwohner zählenden Stadtteil bildete sich eine Initiative. Die möchte einen gemeinschaftlich beziehungsweise genossenschaftlich betriebenen Laden auf die Beine stellen.

Umfrage im Dorf läuft

Zu einem ersten Termin kamen rund 200 Bewohner. Ein Großteil bekundete, das Vorhaben unterstützen zu wollen. Ein zehnköpfiger Arbeitskreis erhielt die Aufgabe, den Bedarf zu klären und ein Konzept zu entwickeln (wir berichteten). In der vergangenen Woche starteten die AK-Mitglieder eine Umfrageaktion. Laut Prügel wollen die Beteiligten möglichst in allen Haushalten vorstellig werden und einen Fragebogen abgeben. Parallel dazu klappert der Arbeitskreis alle Dorfläden im Donau-Ries-Kreis ab, um sich jeweils einen Eindruck zu verschaffen und Anregungen für ein optimales Konzept in Ebermergen zu bekommen.

Voraussichtlich im Dezember soll es nach Angaben von Patrick Prügel eine weitere Zusammenkunft im Dorf anberaumt werden. Dann werde es um die Gründung einer Unternehmensgesellschaft oder Genossenschaft gehen.

Verwaltung prüft Zuschussmöglichkeiten

Derweil prüft nach Aussage von Bürgermeister Kilian die Stadtverwaltung, welche Zuschussmöglichkeiten es von staatlicher Seite für das Projekt geben könnte. Ohne eine finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand sehe er nach eigener Einschätzung keine Chance, dass der Stadtrat einem Kauf zustimme, so Kilian bei der Bürgerversammlung.

Grundsätzlich stufe er die Chance für einen Dorfladen in einem Ort dieser Größe als gut ein. Kilian berichtete, er habe aber auch Stimmen aus Ebermergen gehört, die das Projekt eher zurückhaltend betrachten. „Ich will weiter in den Aldi gehen können, ohne angepflaumt zu werden“, zitierte der Bürgermeister einen Bewohner des Dorfs.

Dazu lesen Sie auch: Großes Interesse an einem Dorfladen

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