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Stadtrat

30.11.2019

Ein neues Baugebiet für Monheim

In Monheim wird ein neues Baugebiet ausgewiesen. Erst geht es mit drei Bauplätzen los, später soll erweitert werden.

Im Bereich „Am Altweiherweg“ können zunächst drei Häuser entstehen. Bei den Gebäudehöhen setzen die Ratsmitglieder aber Grenzen. Erweiterung des Gebiets ist angedacht

Neuer Wohnraum ist begehrt und ein knappes Gut – auch in Monheim. So gebe es, wenn das Gebiet „Osterholz III“ komplett verkauft ist, keine städtischen Grundstücke mehr, erläuterte Bürgermeister Günther Pfefferer bei der Bürgerversammlung. Umso wichtiger, dass nun in der vergangenen Stadtratssitzung ein Bebauungsplan für das Gebiet „Am Altweiherweg“ aufgestellt und der erste Vorentwurf präsentiert wurde.

Diplom-Ingenieur Joost Godts vom gleichnamigen Planungsbüro in Kirchheim am Ries stellte den Ratsmitgliedern das Projekt ausführlich vor. Es handle sich um eine Fläche im Innenstadtbereich, dort seien bereits Wohnbauflächen ausgewiesen. Somit müsse der Flächennutzungsplan nicht geändert werden. Den Bereich an der Ecke Altweiherweg/Finkenweg bezeichnete Godts als „sehr attraktiv“, die Hanglage betrage etwa neun Prozent. Wie der Planer erläuterte, gehe es zunächst um drei Grundstücke zu je etwa 1000 Quadratmeter. Auf ihnen könnten sowohl Mehrparteienhäuser mit vier Einheiten wie auch Einzel- oder Doppelhäuser entstehen.

Godts empfahl, die Haupterschließung der drei Gebäude über den Bereich Finkenweg/Altweiherweg/Schießstattweg laufen zu lassen. Die schmale Verlängerung des Altweiherwegs zur Treuchtlinger Straße könnte er sich als verkehrsberuhigte Zone vorstellen, die aber trotzdem noch von Lastwagen (für Anlieferungen) oder der Feuerwehr befahren werden kann. „Das Projekt ist eigentlich unspektakulär, aber in diesem Innenstadtgebiet sollte vorab alles genau definiert werden“, so Godts.

Die präsentierten Mehrparteienhäuser wirkten für Uwe Kaspar (CSU) an der betreffenden Stelle wie „Riesenklötze“. Auch Claudia Gerstner (CSU) gab zu bedenken, dass das Baugebiet in Zukunft nach Norden erweitert werden soll und dort eine klassische Ein- und Zweiparteienbebauung vorherrscht. Alfons Meier (MUM) sah dreigeschossige Bauten im Innenstadtbereich prinzipiell als sinnvoll an, „aber an dieser Stelle mit der Hanglage ist das nicht machbar“. Das Gremium votierte schließlich für eine Höhenbegrenzung und schloss für das Gebiet „Am Altweiherweg“ dreigeschossige Häuser aus. Dem Bebauungsplan an sich stimmten die Ratsmitglieder am Ende der einstündigen detaillierten Präsentation geschlossen zu.

Josef Steinhart (PWG) wies noch auf eine weitere Problematik hin: Aufgrund der Hanglage würde Regenwasser von Norden her auf die drei vorgesehenen Gebäude zufließen.

Der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Monheim, Gerhard Leinfelder, empfahl, dies privatrechtlich zu regeln. Seiner Einschätzung nach sei es zudem ein eher vorübergehendes Thema, da das Gebiet in den kommenden Jahren nach Norden erweitert werden solle und somit der aktuell noch landwirtschaftlich genutzte Bereich zugebaut würde.

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