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Feier

27.02.2015

Hunderte bei besonderem Gottesdienst

Stephan E. Müller (Mitte) ist seit 40 Jahren Priester und feierte den Dankgottesdienst mit den Pfarreien Rögling und Tagmersheim.
Bild:  Krug

Stephan E. Müller ist seit 40 Jahren Priester. Sein Jubiläum zeigt: Kirche zieht noch immer viele Menschen an

Ordensritter kamen, ein langer Zug der Gläubigen säumte den Weg – wenn zu einem kirchlichen Ereignis Hunderte angereist kommen, dann spricht das auch für die Wirkung des Priesters. So war es zuletzt im Norden des Landkreises: Am ersten Fastensonntag beging in einem beeindruckenden Gottesdienst Professor Dr. Stephan E. Müller in der Pfarrkirche St. Jakobus in Tagmersheim sein 40-jähriges Priesterjubiläum.

Müller feierte den Dankgottesdienst mit den Pfarreien Rögling und Tagmersheim, wo er seit 15 Jahren an den Sonn- und Feiertagen Seelsorgeaushilfen und Gottesdienste übernimmt. Vom Gemeindehaus geleiteten in einem langen Kirchenzug die Vereine aus Rögling und Tagmersheim, Ehemalige des Eichstätter Priesterseminars und des Collegium Orientale, mehrere Ordensritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem und ganze 20 Konzelebranten den Jubilar zum Gotteshaus. Zu ihnen gehörten unter anderen der Dekan der Theologischen Fakultät, Professor Lothar Wehr, Domkapitular Christoph Kühn sowie Regens Christoph Wölfle. Der Dankgottesdienst wurde sowohl vom Kirchenchor Rögling (Leitung: Ludwig Fieger) als auch vom gemischten Chor Tagmersheim (Leitung: Alfred Stübler) würdig und festlich mitgestaltet. Den Orgel- und Kantorendienst versah Veronika Müller.

Für die Predigt wählte der Jubilar einen Schrifttext aus dem Matthäus-Evangelium: Darin geht es um die Berufung des Zolleinnehmers Levi. Jesus beruft ihn in seine Nachfolge: „Komm, geh mit mir!“ Durch die Zuwendung Jesu und die Begegnung mit ihm vollzieht sich im Zöllner ein innerer Wandlungsprozess. Aus dem Zöllner Levi wird der Apostel Matthäus. Durch die Gnade und liebende Zuwendung Jesu wurde möglich, was für uns Menschen sonst unmöglich erscheint. Die Musikkapelle Rögling unter der Leitung von Anton Böswald sorgte durch ihr vortreffliches und engagiertes Spiel für eine heitere und fröhliche Stimmung im Anschluss in der Monheimer Stadthalle beim gemeinsamen Mittagessen. Auch die Jugendkapelle Rögling unter der Leitung von Claudia Schmid war dabei. Eine Bereicherung im Programm waren auch die mit viel Beifall aufgenommenen Darbietungen der Chöre von Rögling und Tagmersheim.

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Ortspfarrer Andreas Wanka dankte Müller für seine Mithilfe in der Seelsorge. Er tat dies auch im Namen seiner Vorgänger Roland Wittmann und Leszek Benarczyk. Letzterer kam sogar aus seinem jetzigen Wirkungsort in der Erzdiözese Wien zur Jubiläumsfeier nach Tagmersheim. Wie Pfarrer Wanka ausführte, habe Prof. Müller noch wenige Tage vor dem Jubiläum geäußert: „Hier bin ich zu Hause.“

Herzlich gratulierte auch der Dekan der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Professor Wehr. Er danke dem Jubilar für seine Kollegialität und Loyalität, vor allem „für seine Treue und Verlässlichkeit“. Unter den vielen Gratulanten war der aus der Ukraine stammende Rektor des Collegium Orientale, Oleksandr Petrynko: „Wir schätzen sehr, dass Sie für die Ostkirche so großes Interesse zeigen.“ Als Geschenk überreichte er eine Ikone aus der Ukraine.

In seinem Dankeswort erinnerte Müller an die wichtigsten Stationen seines Lebens. Nach den Jahren im Priesterseminar wurde er am 15. Februar 1975 in Mainz zum Priester geweiht. Nach der Priesterweihe wirkte er als Kaplan in der Stadt Gießen in Oberhessen. Danach war er fünf Jahre Studienrat am Gymnasium in Bad Nauheim und danach Subregens im Mainzer Priesterseminar. Er promovierte und habilitierte sich an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seit 1999 lehrt er Moraltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die größte Freude besteht nach seinen Worten für ihn darin, „jungen Menschen etwas zu vermitteln, sie zu begleiten und den menschlichen und wissenschaftlichen Dialog zu fördern“.

Ausdruck einer lebendigen Gemeinde

Die Jubiläumsfeier bezeichnete Müller als „Ausdruck einer lebendigen Gemeinde und einer gepflegten Gottesdienstkultur“. Sein Dank galt allen kirchlichen Gremien der Pfarreien Tagmersheim und Rögling, ferner Anni Poisl und Josef Schödl für die Mesnerdienste, den Ministranten, den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hella Quaiser und Elisabeth Hurler für die intensiven Vorbereitungsarbeiten sowie den Chorleitern „für den fantastischen Gesang“. Anstelle eines persönlichen Geschenks bat der Jubilar um eine Spende für die notleidenden Christen im Heiligen Land.

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