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Rain

04.05.2019

Lech-Fischer beklagen nachhaltige Schäden

2020 soll eine Fischwanderstrecke als Umgehung des Kraftwerks Feldheim (im Bild) realisiert werden.
Bild: Arloth

Der heiße Sommer 2018 hat seine Spuren hinterlassen. Neue Fischwanderstrecken sind geplant.

Zur Jahreshauptversammlung der Fischereigenossenschaft Unterer Lech, die im Gasthof zum Boarn in Rain stattfand, hat Vorsitzender Manfred Kratzer besonders Oliver Born, Leiter der Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben, und Ralf Klocke von der Abteilung Wasserbau der LEW Wasserkraft begrüßen können. In seinem Bericht merkte Kratzer an, dass der heiße Sommer des Jahres 2018 sowie der Überbestand an Fisch fressenden Vögeln „nachhaltige Fischereischäden“ verursacht habe.

Trotz Sonderbesatz und der Mitwirkung beim Artenhilfsprogramm für die bedrohten Fischarten Huchen, Äschen, Nasen und Rutten sei kein erkennbarer Erfolg im Bestandsaufbau erkennbar. Kratzer erwähnte die öffentlichen Veranstaltungen der LEW Wasserkraft in Feldheim, Rain und Thierhaupten.

Zwei Ausleitungsversuche

Dabei sei ein Umsetzungskonzept für den Bau von Fischaufstiegshilfen und Umgehungen der Kraftwerke von Feldheim bis Ellgau erarbeitet worden. Die LEW habe am Stau Feldheim mit zwei Ausleitungsversuchen das Grundwasserverhalten im rechtsseitigen Samerwasser erprobt, das Ergebnis aber noch nicht veröffentlicht.

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Ralf Klocke kündigte an, dass die LEW im Jahr 2020 den Bau einer 1,6 Kilometer langen Fischwanderstrecke als Umgehung des Kraftwerkes Feldheim verwirklichen werde. Eine ähnliche, zwei Kilometer lange Umgehungsfließstrecke sei am Kraftwerk Rain geplant. „In Planung“ seien Umgehungen auch an den Kraftwerken Oberpeiching und Ellgau.

Grenzüberschreitendes Vorhaben

Des Weiteren berichtete Klocke vom grenzüberschreitenden Vorhaben „Interreg Österreich – Bayern“ mit der Schaffung eines Lech-Radwanderwegs, wobei auch Fördergelder der EU eingesetzt werden. Im Bereich des Unteren Lechs sollen beispielsweise Brücken und Übergänge neu gebaut und so die Attraktivität entlang des Lechs gesteigert werden.

Oliver Born berichtete, dass infolge der enormen Erwärmung der Gewässer im Bodensee Äschen verendet seien. Sorgen bereite ihm das Vorhaben der Lechstahlwerke, warmes Wasser in den Lechkanal einzuleiten. Eine Veränderung der Lebensgemeinschaften sei zu befürchten.

Tag der offenen Tür

Er lobte die „vorbildliche Genossenschaftsarbeit am Unteren Lech“ und lud die Anwesenden ein, den Fischereihof in Salgen am Tag der offenen Tür am 30. Juni zu besuchen.

Nachdem Geschäftsführer Albert Kapfer den Kassenbericht verlesen und der Kassenprüferin Freifrau Carola Schaezler „tadellose Kassenführung“ bescheinigt hatte, wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet. Bei den Neuwahlen wurden die meisten bisherigen Mitglieder der Führungsriege wiedergewählt: Manfred Kratzer, Vorsitzender (Zusamaltheim), Heinrich Schuster, stellvertretender Vorsitzender (Feldheim), und Albert Kapfer, Geschäftsführer (Rain), sowie die Beisitzer Joachim Büchele (Ellgau), Helmut Wünsch (Münster), Hubert Schuster (Meitingen) und Klaus Sebald (Rain) und die Kassenprüfer Carola Freifrau von Schaezler (Scherneck) und Maximilian Becke (Ortlfingen).

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