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Rain/Bäumenheim

08.09.2020

Neugeborene Babykatzen in Rain in der Plastiktüte ausgesetzt

Das ist eine der drei Babykatzen, die in Rain in einer Plastiktüte im Stadtpark ausgesetzt wurden.
Bild: Brigitte Scherb

Plus Unbekannte haben drei wenige Tage alte Kätzchen im Rainer Stadtpark ausgesetzt. Es sind nicht die einzigen Jungtiere, die von ihren Besitzern "entsorgt" wurden.

Gleich mehrere Tierdramen haben sich in den vergangenen drei Tagen in der Region abgespielt. Immer ging es um Babykatzen und immer strandeten sie beim Tierschutzverein Donauwörth. Zehn Babykatzen werden aktuell im Tierheim in Hamlar versorgt.

Brigitte Scherb berichtet von dem „Fläschchen-Alarm“ wie sie es nennt. Fall eins geschah in einer Gemeinde im Landkreis. Dort fand ein Tierfreund auf einem verlassenen Bauerngehöft drei getigerte Katzen-Jungtiere ohne Mutter. Durch das laute Klagen und Piepsen der Säuglinge wurde der Mann aufmerksam und sah auf dem Gehöft nach. Er fand die ausgehungerten, rund zehn Tage alten Babys und brachte sie umgehend ins Tierheim.

Auch in Oberndorf wurden Katzenbabys ausgesetzt

Fall zwei ereignete sich in Rain: Im Stadtpark Rain meldeten Anwohner, dass dort drei winzige schwarze Katzenbabys in einer Plastiktüte versteckt lagen. Die freiwilligen Feuerwehr Rain sorgte für eine schnelle Rettung der Winzlinge durch das Einliefern ins Tierheim.

Und auch in Oberndorf waren vier grau-weiße Katzenbabys ausgesetzt worden. Sie lagen schutzlos in einem Stoffbeutel auf freiem Feld. Ein Ehepaar, das mit seinem Hund dort Gassi ging, hat die verlassenen Kätzchen gefunden und ins Tierheim gebracht. „Welcher Mensch tut sowas?“, fragen sich die Tierschützer und haben Anzeige gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

Laut Brigitte Scherb befanden sich aktuell schon acht Katzen im Tierheim, die mit der Flasche ernährt werden müssen. „Nun heißt es 18 mal Fläschchen zubereiten, geduldig warten bis jedes Baby getrunken hat, danach säubern, den Verdauungstrakt anregen, untersuchen, ob alles in Ordnung ist, Schlafstätte reinigen und vieles mehr“, beschreibt sie den Versorgungsaufwand.

Enormer Zeitaufwand, die Kätzchen zu pflegen

Das ganze Prozedere müsse mehrmals am Tag und in der Nacht ablaufen. „Das geht an die menschliche Grenze, denn es sind ja auch noch viele andere Tiere zum Versorgen da. Außerdem kostet die Aufzuchtmilch viel Geld.“

Um dieses zu beschaffen, soll am kommenden Wochenende ein Flohmarkt stattfinden. Am Sonntag, 13. September, von 14 bis 17 Uhr können auch private Aussteller ihre Ware feil bieten. Auch das Trödel-Stüble ist wieder geöffnet – Corona-Regeln einzuhalten, sei Maßgabe.

  • Anmeldung für den Flohmarkt unter info@tierschutz-donauwoerth.de,oder als Fax 0906/7051179.

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