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Donauwörth

17.03.2019

Starkbieranstich: Pizza mit viel schwarzem Belag

Eine Pizza mit „46 Prozent schwarzer Belag“ lieferte Bote Sebastian Heckl beim „Donauwörther Nockherberg“ in Auchsesheim für den Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler. Am Rednerpult: Fastenprediger Johann Engelschall.
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Eine Pizza mit „46 Prozent schwarzer Belag“ lieferte Bote Sebastian Heckl beim „Donauwörther Nockherberg“ in Auchsesheim für den Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler. Am Rednerpult: Fastenprediger Johann Engelschall.
Bild: Helmut Bissinger

Vom „Krater-Napoleon“ bis zu „Bruder Wolfi“. Auf dem Donauwörther Nockherberg werden die Kommunalpolitiker durch den Kakao gezogen.

Starkes Bier, dazu starke Sprüche – das ist der „Donauwörther Nockherberg“. Beim Starkbieranstich der „Engagierten Bürger Donauwörth (EBD) im Gasthaus Hoser in Auchsesheim wurde „derbleckt“. Die Kommunalpolitiker bekamen ihr Fett ab. Es wurde aber auch immer wieder gegen die Nachbarn aus dem Ries gestichelt. An zwei Tagen am Wochenende war die Veranstaltung ausverkauft.

Die Besucher erhofften sich einmal mehr, dass die Stadtpolitiker von den Protagonisten mal so richtig durch den Kakao gezogen werden. Ein Wunsch, der sich erfüllte. Denn was die Akteure auf die Bühne brachten, hätte auch dem Münchner Nockherberg zur Ehre gereicht.

Franz Ost ist der „Rambo-Boy aus Riedlingen“

Alias Bruder Hans hat als Festprediger Johann Engelschall seine „Lieblinge“. Ulrich Lange gehört dazu. Dem Bundestagsabgeordneten müssen die Ohren geklingelt haben, als der Fastenprediger von dessen „Waterloo“ berichtete. Engelschall gratulierte dem „Rambo-Boy aus Riedlingen, dem jungen Ost“ für seinen beachtlichen Erfolg bei der Landtagswahl und erinnerte daran, dass der „Krater-Napoleon aus NÖ“, wohl „große Nöte mit dem Shootingstar der JU“ gehabt habe. Bei einer Wahlveranstaltung in Harburg habe man Ost gar die Gastrednerin, Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, verschwiegen. Hubert Gerstmeier setzte singend ein: „Waterloo, das war für Lange ein Waterloo.“

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„Bruder Wolfgang“ aus dem Landtag, Landrat Stefan Rößle, Oberbürgermeister Armin Neudert und etliche Stadträte, die zu Gast in „Oaxese“ waren, waren für Engelschall auch eine gute Zielscheibe: Er beglückwünschte den „Wolfi“ für sein Ergebnis bei der Landtagswahl. Da stürmte plötzlich der Pizzabote Sebastiano (Sebastian Heckl) auf die Bühne. „Ich habe geliefert. 46 Prozent schwarzer Belag, 54 Prozent bunt“, rief er mit italienischem Akzent und präsentierte seine „Pizza a la Wolfi“. Er wolle sie ihm auch gerne einpacken, bot er dem Abgeordneten Wolfgang Fackler an. „Atemlos durch das Land reist die Birgit umanand“, sang Hubert Gerstmeier und spielte damit auf die Kandidatur von Birgit Rössle bei der Europawahl an.

Natürlich war auch OB-Kandidat Michael Bosse ein Thema. „Wenn der Bosse zum Oberboss gewählt wird“, habe er eine neue Stadthalle versprochen: Und in der Reichsstraße werde dann wohl der „Bosse-Tanzhaus-Tower“ entstehen. Keine schwäbische Sparversion plane der Bosse, mutmaßte Bruder Hans. „Ganz oben über dem Panorama-Stadtsaal eine Plattform für eine Seilbahn als Verkehrsanbindung zur Donau-Alpen-Blick-Siedlung auf dem Alfred-Delp-Areal.“

Ein Preis für CID-Vorsitzende Christiane Kickum

Auch diesmal verlieh der Fastenprediger einen „Derblecker-Award“: Ihn erhielt „Schwester Christiane Kickum“, die geschäftsführende Vorsitzende der City-Initiative-Donauwörth. „Bei ihr gibt es kein Warten und Schieben auf den Sankt Nimmerleinstag. Die Dame hört zu, denkt nach, kommuniziert und packt an“, meinte Engelschall bei der spaßigen Verleihung.

Zu diesem Zeitpunkt floss das Starkbier schon in Strömen. Raimund Brechenmacher und Manfred Hofer hatten das Starkbierfass angezapft. Und immer wieder Tanzhaus. Während die Polka-Bären mit Chris Keller aus Tapfheim zünftig aufspielten, gab’s etwas Neues, ein „Zwischenspiel“, wie EBD-Vorsitzender Andreas Kopton als Moderator ankündigte: Gottfried Blechschmidt mimte wie einst Loriot Professor Bernhard Grzimek. Bei „Loridon“ imitierte er den bekannten Sketch „Die Steinlaus“ auf Donauwörth um, denn die kleinen Tierchen finde man vor allem in „Schwäbisch Werd“, hauptsächlich im Bereich des Tanzhauses und neuerdings im Delp-Areal.

Die OB-Wahl im nächsten Jahr

Hatte Bruder Hans noch mit dem Florett ausgeteilt, packte Hubert Gerstmeier bei seinen Gstanzl auch schon mal den Säbel aus. Seine Themen: das Bienen-Volksbegehren, die Besoldungsstufen im Rathaus, die Sozis im Stadtrat und die OB-Wahl im kommenden Jahr. Der Armin habe sich ja noch nicht erklärt, dafür der Bosse schon ein Wahlprogramm vorgestellt. „Do kenntscht faschd moina, das mir in fünf Johr im Schlaraffenland sin“, will Gerstmeier daraus erkennen.

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