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Landkreis

06.11.2019

Woher die Zuwanderer in den Donau-Ries-Kreis kommen

Durch den Wegfall der Plätze des Ankerzentrums muss der Landkreis in den kommenden Jahren 400 Plätze schaffen, um seine Quote zu erfüllen.
Bild: Manuel Wenzel

Plus Kreisräten werden die aktuellen Zahlen der Migranten vorgestellt. Rumänen auf Platz 1.

Die meisten zugewanderten Personen im Landkreis Donau-Ries kommen aus Rumänien. Das berichtete Ulrike Zitzlsperger, Teamleiterin Migration, dem Ausschuss für Familie, Soziales, Schule, Sport und Kultur im Kreistag. Dort stellte sie die Zahlen bezüglich der Integration von Zugewanderten im Landkreis vor.

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So leben 2014 Rumänen zum Stand vom 30. Juni 2019 im Landkreis, gefolgt von 1863 Menschen aus Polen, der Türkei (1645 Personen) und Italien (827). Auf Platz neun und zehn der Liste kommen Menschen aus Afghanistan (387) und Syrien (387). Zitzlsperger erläuterte, dass der Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter von Ausländern seit 2015 von 8,6 auf 10,8 Prozent gewachsen sei. Dieses Integrationsmonitoring werde zwei Mal im Jahr vorgestellt. Landrat Stefan Rößle sagte, dass man Projekte auf Basis dieser Zahlen ausrichte.

Weniger Ehrenamtliche engagieren sich

Zitzlsperger informierte, dass sich weniger Ehrenamtliche engagieren als noch vor einigen Jahren. Daher versuche man, konkrete Aufgaben wie Fahrdienste oder Lernpaten zu verteilen. Zudem habe man mit der Ausbildung von 17 Laiendolmetschern begonnen. Ein weiteres Projekt, das man anbiete, sei Wohnen für Hilfe.

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So suche man nach Senioren, die ein großes Haus mit einem freien Zimmer anzubieten haben. Für einen Quadratmeter Wohnfläche falle eine Stunde Arbeit im Monat für den Mieter an, beispielsweise Hilfe am Computer oder das Erledigen von Einkäufen.

Wie der Wegfall des Ankerzentrums ausgeglichen werden soll

Auch der Wegfall des Ankerzentrums in Donauwörth wurde in der Sitzung angesprochen. Landrat Stefan Rößle sagte, dass die 1000 Plätze, die wegfallen, teilweise wieder ersetzt werden müssten, um auf den Schnitt des sogenannten Königsteiner Schlüssels zu kommen. Dieser regelt die Verteilung von Asylsuchenden für jedes Bundesland. Rund 400 Plätze seien nötig, um die Quote wieder zu erfüllen. Bislang hatte der Landkreis Donau-Ries diese sogar übererfüllt. Diese 400 Plätze müssten aber nicht zum Januar geschaffen werden, sondern in den kommenden Jahren und würden über den Landkreis verteilt.

Dazu lesen Sie auch: Immer mehr ausländische Beschäftigte

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