Fußball-Regionalliga

23.07.2019

Der TSV Rain wacht zu spät auf

Fabian Triebel musste mit Rot vom Platz.
Bild: Szilvia Izsó

Die Tillystädter starten in Rosenheim zu passiv und verlieren schließlich 0:1. Erst nach der Pause gibt das Team Gas. Warum eine Rote Karte das Spiel „kaputt macht“.

Die Verärgerung war Trainer Alex Käs auch nach dem Schlusspfiff noch anzumerken. Nach der Roten Karte gegen seinen Kapitän Fabian Triebel betonte er deutlich: „Das hat das Spiel kaputt gemacht!“ Der TSV Rain hatte danach gegen den TSV 1860 Rosenheim noch über eine Stunde lang in Unterzahl gespielt – bei 0:1-Rückstand. Die Gäste kamen zwar in der zweiten Hälfte zu Chancen, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.

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Während der TSV Rain gegen den SV Wacker Burghausen am vergangenen Freitag von Beginn an Gas gegeben hatte, lief es zunächst gegen Rosenheim gar nicht gut. Die Rainer waren klar die schlechtere Mannschaft und begannen längst nicht so spritzig wie noch vier Tage zuvor. Die Gäste zeigten wenig Laufbereitschaft und es mangelte am Zweikampfverhalten. So gingen die Hausherren auch verdient in der 16. Minute mit 1:0 in Führung. Von der halblinken Strafraumseite aus schlenzte Luftetar Mushkolaj den Ball ins lange Eck – keine Chance für Rains Keeper Kevin Maschke.

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Schon zwei Minuten zuvor hatten die Rosenheimer eine gute Möglichkeit durch Laurin Demolli, der sich durchgesetzt hatte, seinen Schuss wehrte jedoch Maschke zur Ecke ab. Hier hatte sich schon angedeutet, das Rosenheim bald in Führung gehen würde.

Fabian Triebel passiert grobes Foul

Nachdem der TSV Rain in Rückstand war, passierte ausgerechnet Kapitän Fabian Triebel ein kapitaler Schnitzer: Er foulte an der Seite auf Höhe der Mittellinie Danijel Majdancevic mit gestrecktem Bein. Schiedsrichter Thomas Berg zückte die Rote Karte (27.). „Klar, es war ein hartes Foul. Aber Rot war völlig überzogen“, haderte Käs mit der Entscheidung des Unparteiischen.

Die Rainer hatten nun noch über eine Stunde Spielzeit in Unterzahl vor sich, und das bei immer noch 30 Grad. Kurz vor der Pause hätte Rosenheim noch erhöhen können, scheiterte jedoch knapp.

Nach der Pause gaben die Rainer endlich Gas. Beide Teams spielten nun offensiv, während Rosenheim auf die Entscheidung drängte, wollten die Gäste den Ausgleich. So gab es auf beiden Seiten Chancen, die besten allerdings erst in der Schlussphase der Partie. In der 84. Minute zeigte Torwart Maschke sein Können, er wehrte den Schuss von Mushkolaj und auch den Nachschuss von Majdancevic sensationell ab.

TSV Rain gelingt beinahe der Ausgleich

Im Gegenzug hatten auch die Rainer zwei Großchancen: Blerand Kurtishaj bediente Max Käser, der am Torwart scheiterte. Dominic Robinson wäre kurz vor dem Schlusspfiff fast noch der Ausgleich gelungen, doch Rosenheims Torwart Marius Herzig lenkte den Ball mit irrer Reaktionsschnelligkeit über den Kasten.

„Wir waren einfach in unserer Körpersprache am Anfang zu passiv“, fand Trainer Alex Käs. Trotzdem hatte er Lob für seine Mannschaft übrig. „In der zweiten Hälfte haben wir dann viel riskiert. Mit den zwei, drei Großchancen hätte der Ausgleich durchaus noch klappen können, nachdem Kevin Maschke uns vorher im Spiel gehalten hat“, sagte Käs.

Für den TSV Rain geht es am Freitag ins erste Heimspiel, dann ist Titelfavorit Schweinfurt zu Gast (18.30 Uhr). (mit rui)

TSV 1860 Rosenheim Herzig – Lenz, Wallner, Fambo – Linner, Moser, Tobias (ab 79. Albrich), Mayerl (ab 69. Köhler) – Demolli (ab 61. Neumeier), Majdancevic, Mushkolaj

TSV Rain Maschke – Bobinger, Triebel, Bauer, Götz – J. Müller, Knötzinger, Schröder, Dannemann (ab 75. Käser) – Cosic (ab 74. Kurtishaj), Greppmeir (ab 46. Robinson)

Tor 1:0 Luftetar Mushkolaj (16.) Gelbe Karten Yannick Albrich – Jonas Greppmeir, Dominic Robinson Rote Karte Fabian Triebel (TSV Rain/27./grobes Foulspiel) Zuschauer 430

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