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Handball TSV Friedberg

10.02.2019

Blamage beim Schlusslicht

Er war nach der Niederlage beim Schlusslicht bedient: Fadil Kqiku, der Trainer des TSV Friedberg. Sein Team hatte bei seinem ehemaligen Verein, der HSG Würm-Mitte, mit 26:27 den Kürzeren gezogen.
Bild: Michael Hochgemuth

TSV Friedberg verliert bei der HSG Würm-Mitte mit 26:27. Trainer Fadil Kqiku ist nach der Pleite bei seinem Ex-Verein bedient.

So hatten sich die Friedberger Handballer ihren Auftritt an der alten Wirkungsstätte ihres Trainers Fadil Kqiku nciht vorgestellt. Der TSV verlor beim Tabellenletzten, der HSG Würm-Mitte, mit 26:27 (11:13). Fast über die gesamte Spieldauer agierte der Bayernligist beim Aufsteiger zu unkonzentriert und verlor folgerichtig verdientermaßen.

Friedbergs Trainer Fadil Kqiku war nach den 60 Minuten bedient. „Wir haben wohl geglaubt, gegen den Tabellenletzten geht es von alleine“, schimpfte er. Bis zum 5:3 nach 14 Minuten überzeugte der TSV mit einer starken Defensive und druckvollem Spiel. Danach aber entglitt den Herzogstädtern die Begegnung beim Aufsteiger, der zuvor erst einen Saisonsieg auf dem Konto hatte. Unkonzentriertheiten bei gleich drei Großchancen in Folge sorgten dafür, dass aus keiner dieser ein Treffer gelang. Die Defensive der Herzogstädter war jetzt zu oft nachlässig, Friedberg fehlte ganz einfach der Zugriff auf die Gegenspieler.

Zwei Spieler scheiden angeschlagen aus

So konnte Würm-Mitte gegen seinen alten Trainer die Begegnung drehen. Bei den ersatzgeschwächten Gästen kam auch noch dazu, dass Mitte Andreas Dittiger nach einem Ellenbogencheck in der 23. Minute nicht weitermachen konnte. Er musste nach dem Spiel mit Schmerzen im Unterkiefer ins Krankenhaus. Mit nur einem Treffer in den letzten zehn Minuten vor der Pause musste der TSV mit einem 11:13-Rückstand in die Kabinen gehen. Nach dem guten Start gelang den Gästen nicht mehr viel, der engagierter auftretende Tabellenletzte hatte sich diesen Zwischenstand verdient.

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Friedberg kam leicht verbessert aus der Kabine. Bis zum 18:17 nach 41 Minuten führten die Gäste wieder. Danach häuften sich jedoch die technischen Fehler im Angriff, fast sieben Minuten ohne Tor ließen die HSG auf 21:18 davonziehen.

In dieser Phase verlor der TSV zu allem Überfluss auch noch seinen Kreisläufer Daniel Okyere, der nach einem versuchten Anspiel im Gesicht getroffen wurde und mit einer stark blutenden Wunde nicht mehr weitermachen konnte.

Es fehlt der letzte Einsatz

All das sorgte dafür, dass die Friedberger Handballer letztlich einen gebrauchten Tag erwischten. Aber auch in der letzten Viertelstunde vermisste man beim TSV das letzte Stückchen Einsatz und die volle Konzentration. Ohne eine stabile Abwehr fehlte es den Friedbergern an den Mitteln, nochmals die Wende zu schaffen. Luca Kaulitz, der jetzt auf der Mitte agierte, schaffte wenige Sekunden vor Schluss nur noch den letztlich bedeutungslosen Anschlusstreffer zum 26:27. Die Partie war verloren, Würm-Mitte feierte gegen enttäuschende Friedberger seinen zweiten Saisonsieg.

Friedberg Dorsch; v. Petersdorff; Okyere; Thiel (2); Loris (1); Kaulitz (2); Wiesner; Müller; Riesenberger (3); Dittiger (1); Abstreiter (11/3); Schneider (6/2); Prechtl.

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