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Friedberg

08.01.2021

Corona-Satire: Attila Hildmann schießt gegen Friedberger Supermarkt-Inhaber

Der Friedberger Supermarkt-Inhaber Michael Wollny landete auf Facebook einen Hit und bekam nun Antwort vom bekannten Corona-Leugner Attila Hildmann.
Bild: Elisa Glöckner (Archivfoto)

Mit seiner Corona-Satire landet Supermarkt-Inhaber Michael Wollny einen Facebook-Hit. Sogar der bekannte Vegan-Koch und Corona-Leugner Attila Hildmann reagiert.

Mit Kritik musste der Friedberger Supermarkt-Inhaber Michael Wollny rechnen. Dass aber gleich der bekannte Corona-Leugner Attila Hildmann auf den Facebook-Beitrag reagieren würde, konnte Wollny nicht ahnen. Was war passiert: Wollny hatte am 31. Dezember einen Beitrag auf der Facebook-Seite seines Supermarkts veröffentlicht. Seine Corona-Satire wurde zum Hit und erregte nun auch die Aufmerksamkeit Hildmanns.

"Wir mussten leider feststellen, dass es offenbar bei einigen Impfchips der ersten Generation zu Beeinträchtigungen beim Einkaufen kommen kann, da diese gelegentlich mit unseren Warensicherungsanlagen interagieren und dabei Fehlalarme auslösen können", so richtete sich Michael Wollny vor dem Jahreswechsel an seine Kunden via Facebook.

Friedberger Supermarkt-Inhaber landet Facebook-Hit

Der 49-Jährige, der in Dasing wohnt, holt auf Facebook noch weiter aus und geht im Verlauf des Beitrags auch auf den oft von Corona-Leugnern und Impfgegnern genannten Software-Milliardär Bill Gates ein. Der Beitrag ist ein Internet-Hit. Mehr als 14.000 Mal wurde Wollnys Corona-Satire geteilt.

Die Reaktionen sind zum allergrößten Teil positiv, bislang wurde der Beitrag mehr als 4000 Mal kommentiert. Viele freuen sich über den humorvollen Beitrag und werden selbst kreativ. Wollny erregte so auch bei den Medien Aufmerksamkeit. Deutschlandweit wurde über den Dasinger und seine Corona-Satire berichtet.

Attila Hildmann ruft zum Boykott auf

Das blieb auch im Lager der Corona-Skeptiker nicht unbemerkt. Der deutschlandweit bekannte Corona-Gegner Attila Hildmann kritisiert den Beitrag Wollnys. Über den Messengerdienst Telegram – ähnlich WhatsApp – ruft Hildmann sogar zum Boykott des Friedberger Supermarkts auf: "Kauft einfach nicht mehr bei solchen Händlern ein. Unterstützt unsere ehrenwerten Bauern direkt und kauft vor Ort", schießt Hildmann, dem auf Telegram rund 115.000 Menschen folgen, in seinem Beitrag am 7. Januar verbal gegen Wollny. Hildmanns Aufruf wurde mittlerweile an mehrere Querdenker-Gruppen weitergeleitet.

Corona-Leugner und Kochbuchautor Attila Hildmann (hier bei einer Demonstration vor dem Reichstag in Berlin) schießt verbal gegen den Friedberger Supermarkt-Inhaber Michael Wollny.
Bild: Carsten Koall, dpa (Archivfoto)

Der früher vornehmlich als Vegan-Koch bekannte Hildmann gilt als einer der größten Corona-Leugner Deutschlands. Hildmann verbreitet über die sozialen Netzwerke Verschwörungstheorien, spricht auf Anti-Corona-Demonstrationen und kritisiert die Bundesregierung scharf. Im November durchsuchte gar der Staatsschutz Hildmanns Wohnung und beschlagnahmte Laptops und weitere Datenträger. Mit „Gefahrenabwehr“ wurde die Aktion begründet.

Friedberger Supermarkt-Inhaber kontert Attila Hildmann

Wollny selbst will sich zu dem Thema gegenüber unserer Redaktion nicht äußern. Der Friedberger Supermarkt-Betreiber konterte Hildmanns Boykott-Aufruf aber umgehend auf Facebook. "Unser Beitrag zum Impfchip hat es in die Telegram-Gruppe von Attila Hildmann geschafft!", so beginnt der Beitrag auf der Seite des Markts. Weiter heißt es: "Wir werden seinen Energydrink trotzdem nicht listen, wollen aber seinen Hinweis aufnehmen und euch eindringlich bitten: Kauft bei den Erzeugern vor Ort! Unterstützt den lokalen Einzelhandel! Achtet beim Einkauf auf Qualität!"

Auch dafür erhielt der 49-Jährige, der in Dasing wohnt, viel Zuspruch. "Ich denke, auf solche Kundschaft verzichtet man gerne. Alles richtig gemacht", schreibt etwa ein Nutzer. Ein anderer pflichtet bei: "Gratulation – seine Schnittlaucht Attila, der Schrägste gibt sich die "Ehre" – Regional kaufe ich auch nicht bei König Aluhut."

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Sebastian Richly: Friedberger Corona-Satire auf Facebook: Im Netz ist nicht nur Hass

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