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Friedberg

29.09.2020

Der karitative Christkindlmarkt 2020 in Friedberg soll trotz Corona stattfinden

Der Verkehrsverein Friedberg und die Ehrenamtlichen möchten auch 2020 trotz Corona den karitativen Christkindlmarkt veranstalten.
Bild: Eilisa Glöckner

Plus Die Ehrenamtlichen wollen den karitativen Christkindlmarkt 2020 in Friedberg trotz Corona durchziehen. Es wird vieles anders sein – zum Beispiel Ort und Angebot.

Bei einem Treffen am Montagabend fiel die Entscheidung: Der Friedberger Verkehrsverein, Stadt und Stadtpfarrei wollen versuchen, den karitativen Christkindlmarkt zum ersten Adventswochenende möglich zu machen. Einiges wird dabei anders sein. Hier ein Blick auf die Situation.

Gekommen war zu dem Treffen außer Vertretern der beteiligten ehrenamtlichen Gruppen und dem Bürgermeister auch eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes, die viele Fragen vor Ort klären konnte. Ulrike Sasse-Feile, die die Veranstaltung zusammen mit Tom Treffler organisiert, sagt am Vormittag darauf: „Die Aktiven wollen, die Organisatoren wollen, Stadt – vor allem Bauhof – und Stadtpfarrer unterstützen uns.“ Deswegen wolle man das Projekt anpacken. Es werde noch vieles im Detail zu planen geben, aber einige wesentliche Änderungen stehen bereits fest.

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So wird der karitative Christkindlmarkt nicht vor der Jakobskirche, sondern zwischen Gotteshaus und Pfarrzentrum bzw. Café Divano stattfinden. Stadtpfarrer Steffen Brühl habe diese Fläche dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung wird auch kleiner sein als sonst. Nur zehn Buden stellt der Bauhof auf.

Karitativer Christkindlmarkt 2020 ohne Speisen und Getränke

Auf den Verkauf von Essen und Getränken, die vor Ort verzehrt werden, wird sicherheitshalber verzichtet. Eventuell soll es laut Sasse-Feile Angebote zum Mitnehmen geben; diese Möglichkeit müsse Bürgermeister Roland Eichmann noch klären. Die Kräuterweiber überlegen außerdem zum Beispiel, ihren legendären Schinkentopf in Gläser abzufüllen.

Auch für diesen Markt gelten die Personenbegrenzungen, Abstandsregeln und weitere Vorschriften, die die bayerische Staatsregierung wegen der Pandemie angeordnet hat. Sasse-Feile glaubt jedoch, dass sie aufgrund der geringen Zahl der Stände einzuhalten sein werden. Voraussichtlich muss das Areal eingezäunt werden; man bastle zusammen mit Bauhofchef Willi Erhard schon an Ideen, wie sich der Zaun dekorieren und kaschieren lässt.

Ein Tombola wird es geben, aber keinen Flohmarkt

Überlegt wird außerdem, eine Bude als augenfälligen Hinweis auf die Gastro-Freifläche vor der Kirche aufzubauen. Eine Tombola wird es geben, jedoch keinen Flohmarkt im Pfarrzentrum. Laut den Organisatoren müssten die Helferinnen des Frauenbundes alle Waren dort alle 15 Minuten desinfizieren. „Das ist nicht machbar.“

Auch die Kräuterweiber machen wieder beim karitativen Christkindlmarkt 2020 in Friedberg mit.
Bild:  Moritz Weiberg

Auch die Öffnungszeiten sollen etwas anders sein als sonst. Hierüber will sich der Verkehrsverein mit Renate Mayer vom Aktiv-Ring und der Citymanagerin Bianca Roß abstimmen. Termin ist von Donnerstag bis Sonntag, 26. bis 29. November. Donnerstag und Freitag sind momentan Öffnungszeiten von 16 bis 20 Uhr angedacht, Sonntag ab etwa 11.30 (nach dem Gottesdienst) bis 20 Uhr, Samstag überlege man noch.

Sasse-Feile hatte bereits im Vorfeld des Treffens gesagt, Treffler und sie als Organisatoren würden die Entscheidung vom Votum der Ehrenamtlichen abhängig machen. Diese seien dafür gewesen – vor allem, weil sie wieder Spenden für Projekte der Pallottiner in Indien und der Benediktinerinnen in Tansania sammeln wollen, wo die Not durch die Pandemie noch gewachsen ist. Dieser soziale Hintergrund sei ein wichtiger Anreiz, den Markt möglich zu machen. Allerdings muss das Team auf Sicht fahren.

Corona-Konzept für karitativen Christkindlmarkt 2020 in Friedberg

Der Verkehrsverein erarbeitet ein Hygienekonzept. Es bleiben einige Unwägbarkeiten, vor allem über die Entwicklung der Pandemie und die Maßnahmen dagegen. Außerdem lässt sich der Andrang schwer abschätzen, vor allem nachdem die „Bürger für Friedberg“ den bedeutend größeren und besucherträchtigeren "Friedberger Advent"-Markt absagen mussten,weil sich hier die komplizierten Vorschriften nicht umsetzen lassen. Sasse-Feile sagt dazu, sie verstehe die „Bürger für Friedberg“: „Wir haben ihnen gegenüber den Vorteil, dass wir bedeutend weniger Buden haben und weniger Menschen kommen.“

Die Gruppen des karitativen Christkindlmaktes haben ihre Waren bereits seit langem vorbereitet – und so mancher Friedberger hat dicke Socken, Adventskränze, Marmeladen, Weihnachtsschmuck und Geschenke bereits fest eingeplant. Trotzdem geht der Verkehrsverein davon aus, dass sich das Vorjahresergebnis von 59.030,58 Euro nicht so leicht erreichen lässt, da die traditionellen hohen Einnahmen aus Verkauf von Würsteln, Glühwein und Co. wegfallen.

Daher soll unter anderem ein eigenes Spendenkonto eingerichtet werden. Dessen Daten und weitere Details zur Planung werden bekannt gegeben, sobald die Pläne genauer ausgearbeitet sind.

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