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Aichach-Friedberg

01.05.2020

Die Kirchen im Wittelsbacher Land öffnen ihre Tore wieder

Die Zeit der leeren Kirchenbänke geht zu Ende. Auch in St. Jakob, wo mit Bildern der Gemeindemitglieder Zusammenhalt in der Krise demonstriert wurde, laufen die Vorbereitungen.
Bild: Steffen Brühl

Gemeinsame Gottesdienste beginnen – doch die Pfarreien im Landkreis Aichach-Friedberg bieten weiterhin Alternativen.

Ab 4. Mai sind Gottesdienste im Freistaat unter bestimmten Voraussetzungen wieder zulässig. Bis es so weit ist, haben die Pfarreien noch so einiges zu klären.

Pfarrer Thomas Schwartz von der katholischen Gemeinde St. Michael in Mering ist optimistisch: „Ich bin auf jeden Fall froh, dass die Gottesdienste bald wieder anfangen können. Wir werden sicherlich ab nächster Woche wieder gemeinsame Gottesdienste anbieten“, freut er sich.

Bald mehr Sonntagsgottesdienste in Mering?

Natürlich steht auch die Überlegung im Raum, ob statt den üblichen beiden Gottesdienste am Sonntag sechs oder sieben abgehalten werden oder auch künftige eine Eucharistiefeier online verfolgt werden könne. Dazu müsse die Entscheidung des Bistums Augsburg abgewartet werden. Vorher könne nichts endgültig beschlossen werden.

Dennoch ist sich Schwartz sicher, dass trotz der Distanz der virtuellen Gottesdienste die Nächstenliebe nie verloren ging, und dass das es auch ein Zeichen des Glaubens ist, der Kirche fernzubleiben.

Evangelische Kirchengemeinde Friedberg denkt an Gottesdienste im Freien

Auch die evangelische Kirchengemeinde Friedberg hat noch vieles zu regeln. Pfarrer Falko von Saldern begrüßt die Änderungen prinzipiell, findet die Auswirkungen aber momentan schwer zu beurteilen. „Vermutlich gibt es ab 10. Mai wieder Gottesdienste. Aber ob wir beide Kirchen in Friedberg und Stätzling öffnen, wie viele Menschen hereinkönnen oder ob es Gottesdienst im Freien geben wird, muss erst besprochen werden“, sagt er.

Aufgrund des großen Gebiets der Kirchengemeinde scheine es Pfarrer Falko von Saldern sinnvoll zu sein, ein Anmeldeverfahren für Gottesdienste einzuführen. „Es sollte zum Beispiel nicht passieren, dass ältere Menschen den Weg zur Kirche auf sich nehmen, nur um dann wegen Überfüllung nicht teilnehmen zu können“, überlegt er. So würde sich die Gemeinde auch ein wenig aufteilen.

Denn es sei wichtig, dass die Mittel wie Live-Gottesdienste momentan weiter genutzt würden, um Menschenansammlungen zu verhindern. Deshalb bietet die evangelische Kirchengemeinde weiterhin Podcasts und Videogottesdienste an.

Pfarrei St. Jakob ist bei Gottesdiensten weiter online

Auch die katholische Gemeinde St. Jakob in Friedberg stellt weiterhin Live-Gottesdienste und Telefonandachten zur Verfügung.

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