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Städtepartnerschaft im Wittelsbacher Land

16.08.2016

Diese Freundschaft ist wie ein Baum

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Nach der Weihe des Marterls mit dem Ruhherrle (von links): Pfarrer Christoph Glauber, Felix Reithemann und Roland Gressenbauer von den Partnerschaftskomitees, die Bürgermeister Roland Eichmann und Wolfgang Zingl sowie Bildhauer Franz Seidl.
Bild: Otmar Selder

Die Friedberger aus Bayern und der Steiermark feiern gemeinsam Jubiläum. Ein imposantes Gastgeschenk hinterlässt dabei großen Eindruck.

Dass die Steirer feiern können ist kein Geheimnis. Bei der „goldenen Hochzeit“ in ihrer Beziehung mit unserem Friedberg in Bayern zauberten sie jetzt vier Tage lang wieder jenen überspringenden Schwung und herzlichen Geist hervor, der vor 50 Jahren nach einem Fußballturnier lawinenartig in eine breite Städtepartnerschaft mündete. Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten war die Aufstellung und Weihe des zwei Meter großen imposanten Marterls mit dem Ruhherrle, das Bürgermeister Roland Eichmann und Partnerschaftspräsident Felix Reithemann beim Festakt übergaben.

Mit zwei Bussen und einer 150-köpfigen Delegation war man angereist und schnell in das dreitägige Stadtfest integriert, das bei herrlichem Wetter als „Open Air“ auf dem Hauptplatz abgebrannt wurde. Vertreter des Stadtrates, Landratsstellvertreter Manfred Losinger, Mitglieder des Partnerschaftskomitees, der Veteranen, der Stadt- und Jugendkapelle sowie langjährige Freunde und auch eine Radlergruppe aus der Lechrainstadt waren dem Aufruf des neuen Bürgermeister Wolfgang Zingl und seines rührigen und quirligen „Außenministers“ Roland Gressenbauer gefolgt.

Stadt und Partnerschaftskomitee hatten sich mit der Fertigung und Übergabe eines Marterls ein besonderes Geschenke ausgedacht und die Weihe auf einem Hügel an der Nordeinfahrt der Stadt hinterließ einen großen Eindruck. Der Künstler, Steinmetz und Bildhauer Franz Seidl war selbst anwesend und hatte alles vorbereitet. Begleitet von den beiden Kapellen und dem Männergesangsverein der Steirer („Donna nobis pacem“) würdigten beide Bürgermeister sowie insbesondere Felix Reithemann den Sinn des Geschenkes („Jesus hält Rast und schöpft neue Kraft“).

In den Festansprachen betonten beide Bürgermeister die starke Verbindung. „Diese Freundschaft ist wie ein Baum mit tiefen Wurzeln“, sagte Wolfgang Zingl. Beim zwei Frühschoppen-Tagen schaukelten sich die Blasmusiker aus der Steiermark und aus Friedberg/Bayern gegenseitig zur Hochform auf und bildeten zuweilen auch gemeinsam einen gewaltigen Klangkörper. Andreas Thon und Oliver Limmer auf bayerischer sowie Bruno Piebel und Hannes Hofer auf Steirischer Seite hatten die Taktstöcke in der Hand oder sagten wo es musikalisch langgeht. Es gab viel Beifall von den zahlreichen Zuhörern. Weißwürste, Brezen und Weißbier präsentierten die Gäste aus Bayern und anderntags durfte man sich über das einheimische steirische „Ka(r)lbarett“ amüsieren. Für die bayerischen Besucher versandete zwar manche schöne Pointe im steirischen Dialekt. Das dürfte den Steirern beim Auftritt von Reinhard Pachner als „Alois Hingerl“ (ein Münchner im Himmel) allerdings ähnlich ergangen sein. Ein besonderes Erlebnis war auch das Konzert der Kultband „Die Edlseer“, die das Jubiläum begleiteten. Einen Abend nutzten die bayerischen Friedberger zu einer Fahrt nach Mörbisch um auf der Seebühne „Viktoria und ihr Husar“ zu genießen. 

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