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Gesundheit

30.10.2018

Ein Krankenhaus zieht um

Noch stehen die Räume im Neubau des Aichacher Krankenhauses, hier ein Schockraum, leer. Das ändert sich in den nächsten Wochen. Ab Montag, 5. November, wird das Gebäude bezogen. Spätestens am 19. November will das Krankenhaus darin den Normalbetrieb aufnehmen.

Am Montag beginnt der Wechsel in den benachbarten Neubau. Patienten werden für zwei Wochen an umliegende Kliniken verwiesen. Was sie jetzt wissen müssen.

Unbemerkt von Patienten und Öffentlichkeit laufen im Aichacher Krankenhaus längst die Vorbereitungen für den Umzug. Seit vier Wochen werden die Mitarbeiter beispielsweise an den neuen Geräten in den Operationssälen eingewiesen. Am nächsten Montag soll es endgültig losgehen: Dann beginnt der Umzug mit dem Abbau der Röntgenanlagen im alten Haus.

Zuletzt war der Termin mehrfach um ein paar Tage verschoben worden. Landrat Klaus Metzger sagte gestern bei einem Pressegespräch: „Es war uns nicht wichtig, ob wir eine Woche früher oder später dran sind. Wir wollten alles perfekt haben“, erklärt Landrat Klaus Metzger. Nun seien alle Testläufe erfolgreich absolviert.

Wegen des Umzugs meldet sich das Krankenhaus am Montag, 5. November, bei der Leitstelle von der Notfallversorgung ab und wechselt in den Notbetrieb. Patienten, die ab diesem Zeitpunkt stationär aufgenommen werden müssen, werden nach Friedberg umgeleitet. Auch Rettungswagen werden an umliegende Krankenhäuser verwiesen. Krzysztof Kazmierczak, Geschäftsführer der Kliniken an der Paar, sagt: „Die Notaufnahmen in umliegenden Kliniken werden mehr Patienten haben als bisher.“

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Dennoch sind die Notaufnahme, die Intensivabteilung, OP-Bereich sowie der chirurgische und internistische Bereitschaftsdienst im Aichacher Krankenhaus weiter verfügbar. Patienten, die persönlich vorbeikommen, würden nicht abgewiesen, stellt der Ärztliche Direktor, Dr. Giesbert Leissner, klar. Sie würden angeschaut; dann werde entschieden, ob sie ambulant in Aichach versorgt werden oder zur stationären Behandlung ins Friedberger Krankenhaus müssen. Die ambulante Versorgung in Aichach werde während des Notbetriebs jedoch „kein Optimum“ sein.

Die Zahl der Patienten wird im Altbau vor dem Umzug systematisch reduziert, und zwar von den oberen Etagen nach unten. Die Station im vierten Stock soll laut Kazmierczak am nächsten Wochenende leer sein. Er hofft, dass das Wetter mithilft. Das schlechte Wetter der vergangenen Tage trieb die Patientenzahlen in die Höhe. Auch bei den Mitarbeitern machte es sich bemerkbar: „Unser ganzes Sekretariat ist krank“, so Kazmierczak. Wird das Wetter besser, sinkt die Zahl erkälteter Patienten, so die Hoffnung.

Eine weitere Entlastung verspricht sich der Klinik-Geschäftsführer von der heutigen Eröffnung der Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) am Friedberger Krankenhaus (wir berichteten). Er bittet die Patienten, sich vom 5. bis 18. November primär an diese KVB-Notfallpraxis sowie an das Friedberger Krankenhaus zu wenden. Um den verstärkten Patientenandrang dort zu bewältigen, werden Mitarbeiter des Aichacher Krankenhauses in Friedberg aushelfen. Spätestens am 19. November soll der knapp 50 Millionen Euro teure Neubau in Aichach betriebsbereit sein.

Ab 7. November werden Kisten geschleppt. Am 12. und 13. November nehmen die Notaufnahme, OPs, Intensivabteilung, Intermediate Care und Radiologie den Notbetrieb im Neubau auf. Dann werden die ersten Patienten vom Altbau herübergebracht. Detaillierte Zeitpläne für jede Station legen fest, wann was passiert. Eine externe, auf Krankenhausumzüge spezialisierte Firma koordiniert die Abläufe.

Am 15. November setzen sich alle Beteiligten zusammen. Funktioniert alles, wie es soll, wechselt das Krankenhaus zurück in den Normalbetrieb. Andernfalls ist ein Puffer bis 19. November eingeplant. Spätestens dann sollen auch Gynäkologie und Geburtshilfe ihren Betrieb wieder aufnehmen, die seit Donnerstag geschlossen sind (wir berichteten).

Unterdessen haben die letzten Abnahmen ein paar „Nachwehen“ zur Folge: Unter Umständen müssten die Elektroleitungen umgebaut werden, so Kazmierczak auf Nachfrage. Anderes wird seine Zeit brauchen, bis es richtig eingestellt ist: Wasser-, Kälteanlage und Lüftung seien so komplex, dass das „sicher ein halbes Jahr“ dauere.

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