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Umwelt

03.04.2017

Frühjahrsputz hat sich gelohnt

Vier bis fünf Tonnen Müll kamen bei der Aktion „Saubere Stadt“ in Friedberg zusammen
Bild: Sabine Roth

Seit 15 Jahren gibt es die Aktion „Saubere Stadt“. In diesem Jahr wurden fast fünf Tonnen Müll gesammelt

Ersten Schätzungen des Bauhofs zufolge sind vier bis fünf Tonnen Müll an den zwei Sammeltagen zusammengekommen, das ist sogar etwas mehr als im Vorjahr. Und die Bilanz ist hervorragend: Über 1400 Friedberger haben die Stadt wieder vom Unrat befreit. Organisatorin Renate Mayer vom Verkehrsverein freute sich besonders, denn aufgrund des schönen Wetters hätten am Samstag sogar mehr Leute mitgesammelt, als sie erwartet hatte.

Hannelore Maier hat im Gebüsch hinter dem neuen Fachmarktzentrum unter dem Berg an der B300 eine Zahnbürste, einen Kugelschreiber, ein fast neues Küchenmesser und eine volle Klopapierrolle gefunden. Sie gehört zum Verein „Fridberger Tänzelleyt“ und hat zusammen mit sieben weiteren Vereinsmitgliedern über zwei Stunden am Samstagvormittag mit „aufgeräumt“. Auch eine Radkappe gehörte zu ihren kuriosesten Funden. Eifrig Müll gesammelt haben auch die Schülerinnen und Schüler einer elften Klasse der Staatlichen Fachoberschule (FOS) Friedberg. Mit Warnwesten, Handschuhen und blauen Müllsäcken machten sie sich auf den Weg.

Ihr Ziel: den größten Brocken für sich verbuchen zu können. Und das ist ihnen tatsächlich gelungen. Eine Anwohnerin gab ihnen einen Hinweis und sie fanden einen alten Wohnwagen auf dem Wohnmobilstellplatz bei Herrgottsruh – fahruntauglich und ohne amtliches Kennzeichen. Da dieser schon länger vor sich hin rottete, wurde er bereits von offizieller Stelle klar als Abfall gekennzeichnet.

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Leider war das Fundstück in keinem Müllsack mehr unterzubringen. „Es bleibt zu hoffen, dass sich die zuständige Stelle umgehend der Sache annimmt“, so Lehrer Ernst Linck von der FOS, der sich über das große Engagement freute. Mangelnde Initiative seiner Jugend könne er zum Glück nicht beklagen.

Die Mitglieder des La-Cross-Städtekomitees suchten die Wege entlang der Umgehungsstraße AIC25 ab. Ihr spektakulärster Fund war ein leerer Geldbeutel, in dem sich ein Schülerausweis befand. Auch massenweise leere Flaschen haben sie im Gebüsch am Friedberger See gefunden. Barbara Sevenich ist fasziniert von dem großen ehrenamtlichen Engagement der alteingesessenen und neuen Friedberger. Nach getaner Arbeit durften sich die Sammler am Samstagmittag bei einer Brotzeit und Getränken im Bauhof stärken.

Zum 15-jährigen Bestehen der Aktion sorgte die 15-köpfige Bigband des Gymnasiums für Unterhaltung. Und deshalb gab es in diesem Jahr auch eine besondere Aktion: Die gesammelten Kuriositäten sollten extra zur Geltung kommen und wurden im Bauhof auf einem Tisch aufgestellt. Mit dabei waren Küchenmesser, ein Küchengerät, Tonfiguren, eine Gugelhupf-Form, ein Schirm, eine Radkappe, zwei Cityroller, ein kaputtes Mountainbike und ein Eishockey-Tischspiel.

Gerd Horseling von den Bürgern für Friedberg präsentierte diese Schandstücke am Samstagvormittag beim Kuriositätenkabinett, dem Vorläufer des heutigen Museums. Die Tonschildkröte und die alte Gugelhupf-Form waren zum Teil noch so gut erhalten, dass sie sofort einen Abnehmer fanden und nicht im Müll landeten. "Kommentar

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