Newsticker
Italien meldet 100.000 Corona-Tote, Niederlande verlängert Lockdown, Österreich riegelt Stadt ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. In Friedberg spielt die Musik

Kultur

19.06.2017

In Friedberg spielt die Musik

Bei der Fête de la Musique sind auch ungewöhnliche instrumente zu hören, etwa die Hang (Mitte).

Mittwoch feiert die Stadt die Fête de la Musique. In Hinterhöfen und auf Plätzen sorgen Bands für Stimmung. Die Besucher erwartet heuer mehr als letztes Jahr

Wie lässt sich die laue Sommernacht am längsten Tag des Jahres am besten feiern? Mit Live-Musik und guter Laune. Dafür werden in Friedberg die Verstärker angeschmissen, die Saiten gestimmt und die Stimmen trainiert. Denn morgen verwandelt sich die Altstadt in eine musikalische Open-Air-Kulisse. Bei der Fête de la Musique spielen 25 Bands unterschiedlichster Musikrichtungen an zehn Veranstaltungsorten. Hinterhöfe, Vorplätze und Terrassen werden zu Bühnen umfunktioniert und von 18 bis 21 Uhr bespielt.

„Bisher war die Innenstadt immer voll bei der Fête de la Musique“, sagt Organisator Philip Köhler von der städtischen Kulturabteilung. Zum dritten Mal veranstaltet Friedberg das Fest, das 1982 in Paris entstand und sich seitdem zu einem weltweiten Event entwickelte. Deutschlandweit beteiligen sich 50 Städte an der Fête de la Musique, die immer am 21. Juni stattfindet. Friedberg ist bayernweit eine von drei Städten, die die Sonnenwende mit dem Musikfest einläutet.

Sängerin freut sich auf Friedberg

Neben altbekannten Bands wie die Kissinger Rock ’n’ Roll-Band Mr. Hill sind auch neue Musiker wie die Augsburger Folk-Pop-Band John Garner mit dabei. „Wir freuen uns sehr darauf, in unserer jetzigen Konstellation als Band in Friedberg zu spielen“, sagt Sängerin Lisa Seifert. Sie war selbst schon als Gast bei der Fête de la Musique und wirkte als Musikerin in einer anderen Kombo mit. „Es herrscht einfach eine ganz besondere Atmosphäre in der Altstadt, es wirkt alles wie ein kleiner Sommernachtstraum.“

Mit ihrer Vorfreude ist sie nicht allein. Es haben sich zahlreiche Musiker angemeldet. „Wir konnten wieder einige Gruppen für die Veranstaltung gewinnen“, so Köhler. Das musikalische Angebot habe sich erweitert. So spielen dieses Mal sieben Bands mehr als im Vorjahr. Und auch die Zahl der Bühnen hat sich vergrößert. Mit dem Hafnergarten, der Bergbühne, die letztes Jahr wegen des Altstadtfestes ausgesetzt wurde, und dem Archivhof sind drei Veranstaltungsorte hinzugekommen.

Stadtkapelle und Percussion-Gruppe

Neben der Stadtkapelle spielen das Kammerorchester und ein Saxophon-Quartett. Die Musiker von Rauhreif begeistern mit Pop und Rock in bayerischer Mundart, die Band Ed Bowen and Friends sorgt mit Western-Swing und Texas-Music für gute Laune auf der Veranda des Samok. Zum ersten Mal dabei ist Gitarrist und Sänger Peter Lisboa. Er tritt mit seiner Band am Eiscafé am Brunnen auf und präsentiert Akustik-Versionen bekannter Rock-Lieder. Die Klangkünstler von Mandara sowie die Percussion-Gruppe Sambamania ziehen quer durch die Stadt und spielen an unterschiedlichen Orten.

Die Konzerte sind kostenlos, über eine Hutspende dürften sich Musiker dennoch freuen. Die Auftritte finden im Freien statt. „Bisher hatten wir immer Glück mit dem Wetter“, sagt Köhler. „Ich hoffe, dass wird auch dieses Mal so sein, ansonsten müssen wir ein bisschen improvisieren.“ Bislang sind Temperaturen um die 30 Grad angesagt; es könnte gewittern.

Den Abschluss des Musikfestivals macht um 21.30 Uhr Mr. Hill auf der Bergbühne.

Die wird bereits Dienstagabend ab 20.30 Uhr vom Landestheater Schwaben mit dem Stück „Der Messias“ bespielt. Tickets für die britische Komödie gibt es im Bürgerbüro oder an der Abendkasse.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren