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Mering

22.01.2020

Neues Basketballfeld und größere Skateranlage für Mering

Der Skatepark Mering ist bei den Jugendlichen beliebt. Jetzt wird die Anlage noch besser.
Bild: Maximilian Raabe

Plus Zwei Projekte für Merings Jugend bringen die Ortspolitiker auf den Weg. Die Standortfrage sorgt jedoch für Diskussionen.

Zwei Vorhaben für Merings Jugend beschäftigten in der jüngsten Sitzung den Meringer Bauausschuss. So soll das schon lange gewünschte Basketballfeld angelegt werden und für die Skateranlage in der Nähe des Feuerwehrhauses gibt es eine Erweiterung.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die CSU ein Basketballfeld für die Jugendlichen beantragt und als möglichen Standort die Skateranlage ins Gespräch gebracht. Zeitgleich hatten die Grünen beantragt, die Skateranlage zu erweitern.

Nach zwei Ortsterminen war klar, dass die Skateranlage aus Sicherheitsgründen für ein Basketballfeld ausscheidet. Bälle, die auf die Halfpipe treffen, wären ein Risiko. Dies hatten auch die jugendlichen Skater bestätigt. In der jüngsten Sitzung kam es erneut zu heftigen Diskussionen. Während die Verwaltung die Wiese am Paarbogen favorisiert, hatten einige Räte Bedenken.

Neues Basketballfeld und größere Skateranlage für Mering

Mering: Wiese am Paarbogen als Standort für Basketballplatz

So befürchtete Florian Hendlmeier (Grüne) dass die Wiese am Paarbogen schlecht zu bebauen sei. Dem schloss sich Erich Lutz von der CSU an. Er schlug vor, doch das Nachbargrundstück neben der Skateranlage ins Auge zu fassen. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler wies darauf hin, dass dieses Grundstück der Gemeinde nicht gehöre und zum jetzigen Zeitpunkt auch kein Verkauf, sondern nur eine Pacht möglich sei. So wurde denn auch die Nachbarwiese des Skaterparkes als Standort mit 6:7 abgelehnt.

Ganz klar favorisierte auch das Gemeindeoberhaupt die Wiese am Paarbogen, denn: „Da wollen wir eh was machen. Wir würden zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“ An diesem Standort nämlich überlegt die Verwaltung schon länger, als Ersatz für den Wegfall des Bolzplatzes an der Ambérieustraße einen Spielplatz zu schaffen. Außerdem soll hier auch die Brücke über die Paar vom Gelände alter Bahnhof hinkommen. Die Fläche gehört dem Markt Mering und kann mit den anderen Projekten zusammen geplant werden.

Trachtenheim und Wertstoffhof für Basketballfeld nicht geeignet

Götz Brinkmann (SPD/parteifrei) ergänzte, dass ein Basketballfeld auf der Wiese am Paarbogen schneller zu realisieren sei. Klaus Becker (Grüne) warnte aber vor Lärmbelästigung und den damit verbundenen Beschwerden. Der Schall könnte von der Schallschutzwand der Bahn direkt zu den Häusern geworfen werden.

Eine ebenfalls untersuchte Fläche am Trachtenheim schien der Verwaltung weniger geeignet, da die Planung für die Gestaltung des Gesamtgeländes bereits erfolgt ist. Betrachtet hatte diese auch das Wertstoffhofareal. Denn wie berichtet, will der Landkreis die Landschaft der Wertstoffhöfe neu ordnen. Für das Basketballfeld werden diese Entscheidungen jedoch zu lange brauchen. Wie Kandler sagte, stehe auch bereits fest, dass der Wertstoffhof in Mering bleiben solle.

Letzten Endes entschied sich der Bauausschuss mit 8:5 Stimmen dafür, das Basketballfeld auf der Wiese am Paarbogen zu errichten. Kandler empfahl den Räten, sich dennoch weiter Gedanken über Alternativstandorte zu machen.

Meringer Skaterpark erhält neue Elemente für 50.000 Euro

Zu weiteren Diskussionen kam es wegen der Erweiterung des Skaterparkes. In der Bauausschusssitzung vom vergangenen September hatten die Räte einem Antrag der Grünen auf Erweiterung des Skaterparkes bereits zugestimmt. Die Verwaltung sollte konkrete Angebote einholen. Einstimmig stimmten die Räte dann auch einem Angebot über weitere Skatelemente zu. Die Firma Populär aus Nürnberg soll für die Nettosumme von knapp 50.000 Euro Euro weitere Elemente aufbauen.

Nicht zustimmen allerdings wollten sie einer Beleuchtung. Um die Skateranlage fachgerecht mit vier Masten zu beleuchten, wie es sich die Skater wünschen, hatte die Verwaltung in der Tischvorlage 18.000 Euro veranschlagt. Die Sinnhaftigkeit des Vorhabens stellte Georg Resch, Fraktionssprecher der CSU, in Frage: „Wir hatten uns doch mal geeinigt, dass öffentliche Anlagen nicht in er Nacht betrieben werden. Und nun sollen vier Beleuchtungsmasten aufgestellt werden?“ Götz Brinkmann stimmte ihm zu: „Skaten ist kein Wintersport, warum dann für die dunkle Jahreszeit investieren?“ Martin Scherer von der CSU sah das Ganze pragmatisch: „Wir bestellen nur die Elemente und aus“. Auch Ingrid Singer-Prochazka von der SPD schloss sich dieser Meinung an: „Wir können ja die Beleuchtung und die Sitzelemente später realisieren“.

Um die Attraktivität der Skateranlage zu erhöhen, soll nämlich außerdem im nordöstlichen Bereich eine Sitzgruppe mit Natursteinen errichtet werden. Die Kosten dafür lägen bei 4500 Euro. Florian Hendlmeier zeigte sich sehr enttäuscht, da ja „die Zusage schon gegeben worden war und jetzt ein Rückzieher gemacht wird“. Trotz allem stimmten sieben Räte bei sechs Gegenstimmen für die Beleuchtung. Die Erstellung der Sitzgruppe wurde vorerst mit 7:6 Stimmen abgelehnt.

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