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Dasing

16.01.2020

Offene Ganztagsschule in Dasing kommt ab dem Schuljahr 2020/21

In Dasing gibt es ab bald eine Offene Ganztagsschule.
Bild: Mareike König (Archivfoto)

Die Dasinger Gemeinderäte rechnen wegen der kostenlosen Offenen Ganztagsschule mit weniger Hortkindern. Die OGS hat aber auch einen Nachteil.

In der Grund- und Mittelschule Dasing gibt es ab dem Schuljahr 2020/21 einen Offenen Ganztag statt der bisherigen Mittagsbetreuung – das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Der Hauptunterschied: Die Offene Ganztagsschule (OGS) ist kostenlos. Daher erwarten die Dasinger Gemeinderäte, dass deutlich weniger Eltern ihre Kinder für den Hort anmelden.

Offene Ganztagsschule in Dasing ist kostenlos

Rechtlich vorgeschrieben ist ohnehin eine Gratis-Betreuungsmöglichkeit ab dem Jahr 2025. In Dasing gibt es diese aber bereits früher. Der finanzielle Aufwand zur Organisation einer OGS für die Kommune ist nach Angaben von Bürgermeister Erich Nagl (Freie Wähler) ähnlich wie bei der bisherigen Mittagsbetreuung. „Es könnte höchstens sein, dass gegen 14 Uhr eine weitere Beförderungsmöglichkeit mit dem Bus nötig wird“, meinte er. Organisator bleibt die Augsburger Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (GFI).

Die Eltern zahlen also künftig nichts mehr für die Betreuung ihrer Kinder an der Schule – mit drei Ausnahmen. Sollten sie auch Zeiten am Freitag buchen, müssen sie die Kosten dafür selbst übernehmen. Gleiches gilt für die Inanspruchnahme spezieller Zusatzangebote. Das Mittagessen wird ebenfalls berechnet.

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Verliert der Dasinger Hort jetzt Kinder?

Schnell kam im Gemeinderat die Frage auf, ob so nicht eine übermächtige Konkurrenz zum Hort geschaffen werde. „Zunächst ist das in erster Linie ein Ersatz für die bisherige Mittagsbetreuung und kein Konkurrenzangebot zum Hort“, meinte Nagl. „Es kann aber natürlich zu Verschiebungen bei den Anmeldungen kommen, auf die man dann gegebenenfalls auch beim Personal reagieren muss.“ Heißt: Gibt es künftig weniger Gruppen im Hort und wächst gleichzeitig die OGS, verlagert man wohl Arbeitskräfte dorthin.

Der kostenpflichtige Hort bietet jedoch einen für manche Eltern entscheidenden Vorteil: Er bietet auch eine Ferienbetreuung an. „Die GFI plant das für die OGS nicht“, stellte Nagl klar. Zudem behalten die Eltern beim Hort mehr Flexibilität. Die Betreuung in der OGS ist nämlich eine schulische Veranstaltung, bei der ein Fehlen nur mit Entschuldigung erlaubt ist. Die gebuchten Zeiten müssen also auch zwingend besetzt werden. In der OGS sind Eltern verpflichtet, ihre Kinder für mindestens zwei Tage pro Woche anzumelden. Die möglichen Betreuungszeiten verändern sich durch die Neuerung im Wesentlichen nicht.

Hat der Offene Ganztag in Dasing genug Platz?

Johann Kügle (CSU) mahnte eine stärkere Beteiligung der Eltern an den OGS-Kosten an. Nagl erwiderte, es gebe eine Kalkulation für die Beträge, die für eine Freitagsbetreuung erhoben würden. Sie richtet sich nach der Zahl der Anmeldungen. Das heißt: Die Gemeinde schießt immer einen fixen Betrag ins System und teilt die verbleibenden Kosten unter den angemeldeten Kindern auf – fürs Erste soll der Satz für die Freitage 28 Euro betragen.

Ingrid Kohrmann (Aktive Bürger) berichtete aus der derzeitigen Praxis: „Im Dezember gab es in der Mittagsbetreuung 43 Kinder. Sie haben allerdings nur noch einen einzigen Raum zur Verfügung, weil sie in der Vergangenheit immer weiter weichen mussten.“ Hier gelte es, in Zukunft Lösungen zu finden – gerade, wenn dann mehr Kinder die OGS besuchen sollten als aktuell die Mittagsbetreuung.

Dasinger Frauenbund erhält Zuschuss für Fasching

Weitere Themen im Gemeinderat waren:

Straßenbau Im Zuge des Ausbaus der Dorfstraße in Rieden für mehr als 800.000 Euro (geschätzte Fördersumme 325.000 Euro) erhält auch die Straße Am Westerhof einen Gehsteig. Nun diskutierten die Gemeinderäte, ob ein Stichweg der Straße ebenfalls Teil der Maßnahme sein sollte. Man einigte sich auf einen Vollausbau inklusive Beleuchtung. Der Tenor der Lokalpolitiker: Wenn man dies mache, habe man für Jahrzehnte Ruhe. Die Gesamtkosten betragen etwa 90.000 Euro, wovon die Gemeinde die Hälfte übernehmen würde und auf eine 50-prozentige Förderung durch den Freistaat hofft. Gibt es die nicht, wird erneut im Gemeinderat beraten und wohl nur eine neue Straßendecke für 14.000 Euro angebracht.

Frauenbund Der Katholische Frauenbund in Dasing erhält einen einmaligen Zuschuss zum Seniorenfasching von 1800 Euro, weil er die Veranstaltung heuer sonst nicht finanzieren kann. Künftig soll es allerdings keine Einzelfallentscheidungen des Gemeinderats mehr geben, sondern beispielsweise eine festgelegte prozentuale Beteiligung an den Kosten durch die Kommune.

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