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Bauen in Ried

14.07.2018

Ried vergibt Grundstücke am Rosenacker

Bald können auch am Rosenacker in Baindlkirch die Häuslebauer loslegen. Die Gemeinde vergibt am Dienstag Bauplätze.
Bild: Gönül Frey (Symbolbild)

Ein Großteil der Bewerber wird zum Zuge kommen. Außerdem sind nach und nach weitere Baugebiete geplant.

Das neueste Baugebiet der Gemeinde Ried entsteht in Baindlkirch am Rosenacker. Auf 1,5 Hektar wächst hier eine neue kleine Wohnsiedlung heran. Die Grundstücke werden am Dienstag vergeben. Ausreichend Interessenten sind erwartungsgemäß vorhanden.

Elf Bauplätze werden für 290 Euro pro Quadratmeter verkauft – neun davon nur an Rieder und zwei auch an Auswärtige. Die Reihenfolge, nach welcher die Bewerber berücksichtigt werden, legt die Gemeinde mit einem Kriterienkatalog fest. Dieser wertet unter anderem die familiäre Situation und ehrenamtliches Engagement mit Punkten. Die Nachfrage ist nicht so massiv, wie zuletzt in den Nachbarorten Kissing und Mering. „Die meisten Interessenten werden einen Bauplatz bekommen, aber wir bleiben auch sicher auf keinem Grundstück sitzen“, sagt Bürgermeister Erwin Gerstlacher.

Versuchsweise hat die Kommune dieses Mal auch drei der Bauplätze über das sogenannte Bietermodell auf den Markt gebracht. Dabei konnten die Interessenten bis zu einer bestimmten Frist ihr Angebot für die Grundstücke einreichen, beginnend ab 350 Euro pro Quadratmeter. Den ganz großen Andrang auf die Parzellen hat es laut Bürgermeister Erwin Gerstlacher jedoch nicht gegeben. Für die drei Grundstücke sind etwa zehn Angebote eingegangen. „Sie haben sich preislich alle ungefähr im Bereich des Mindestgebots bewegt“, sagt er. Auch für diese Parzellen gelte nämlich eine Baupflicht innerhalb der nächsten fünf Jahre – als reine Geldanlage oder Spekulationsobjekt sind sie somit ungeeignet.

Ried vergibt Grundstücke am Rosenacker

Auch Mehrfamilienhäuser am Rosenacker

Neu im Baugebiet am Rosenacker ist auch, dass drei Grundstücke für Mehrfamilienhäuser mit jeweils bis zu vier Wohnungen vorgesehen sind. „Bisher sind wir eine klassische Einfamilienhausgemeinde. Damit wollten wir ein Zeichen setzen, dass auch wir nicht unbegrenzt Fläche zur Verfügung haben“, sagt Gerstlacher. Es habe sich herausgestellt, dass die Flächen für die Bauträger nicht so interessant seien, weil nicht groß genug gebaut werden dürfe. Es gebe aber genügend Privatleute, die sich dafür interessieren. Auch hier steht die Entscheidung, wer den Zuschlag bekommt, noch aus.

In der Gemeinde bieten sich in den nächsten Jahren für Bauwillige auch noch andere Gelegenheiten, verspricht Gerstlacher. Auf alle Fälle soll in Ried selbst noch im Herbst ein kleines weiteres Baugebiet ausgewiesen werden.

Wie berichtet, gibt der zeitlich befristete Paragraph 13 b im Baugesetzbuch den Kommunen die Möglichkeit, relativ unkompliziert am Ortsrand kleine Wohngebiete neu auszuweisen. Davon wird auch Ried Gebrauch machen. „Wo wir das machen – darüber muss aber erst der Gemeinderat entscheiden. Wir haben mehrere Optionen“, sagt der Bürgermeister.

Das Baugebiet Rosenacker bereits eingerechnet, habe er in den letzten Jahren über fünf Hektar an Bauland erwerben können, somit bestehe Spielraum. Unter anderem besitzt die Gemeinde die Flächen angrenzend ans aktuelle Baugebiet Rosenacker in Baindlkirch, so dass dort noch eine Erweiterung möglich ist. „Das werden wir aber sicher nicht in nächster Zeit entwickeln“, sagt Gerstlacher. Denn die Infrastruktur müsse auch noch mithalten können.

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