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Aichach-Friedberg

15.01.2020

So gut kommt man in Aichach-Friedberg schon mit der Maus ins Rathaus

Friedberg möchte in diesem Jahr seinen neuen Online-Auftritt fertigstellen. Bisher gibt es verschiedene Formulare, aber keine digitale Signatur.
Bild: Gönül Frey (Symbolfoto)

Plus Kommunen müssen bis 2022 den Großteil des Bürgerservices online anbieten. Wir haben nachgefragt: In welchem Ort ist was schon möglich – und was geplant?

Wahlunterlagen online beantragen, eine neue Adresse melden, den Stand des Wasserzählers angeben: Viele Gemeinden bieten diesen Service online an. Kissing will sogar an einem Pilotprojekt für Baugenehmigungen teilnehmen; andere Kommunen basteln gerade an einem neuen Online-Auftritt. Das Onlinezugangsgesetz sieht sogar die Digitalisierung sämtlicher Verwaltungsleistungen für Bürger bis 2022 vor. Wie weit sind unsere Gemeindeverwaltungen?

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Friedberg will 2020 beim digitalen Rathaus Fortschritte machen

  • Friedberg Dieses Jahr will die Stadt ihren neuen Online-Auftritt starten. In diesem Zug sollen laut Pressesprecher Frank Büschel die Digital-Angebote erweitert werden. Momentan können verschiedene Formulare abgerufen werden, darunter An-, Um- sowie Abmeldungen von Bürgern und Gewerbetreibenden, gaststättenrechtliche Genehmigungen, Veranstaltungsanzeigen, Antrag auf Briefwahlunterlagen usw. Die Formulare können online ausgefüllt werden, die digitale Signatur ist aber (noch) nicht möglich. Die Antragsteller unterschreiben das ausgedruckte und ausgefüllte Formular und schicken es an die Stadt oder scannen und mailen es. Die Nachfrage ist laut Büschel nicht sehr hoch; die Friedberger schätzen ihm zufolge die persönliche Beratung. www.friedberg.de

Kita-Plätze im Internet gibt es in Mering

  • Mering 2019 konnten die Meringer erstmals einen Kita-Platz online beantragen: 181 Anmeldungen gingen auf diesem Weg ein. Auch diverse andere Serviceleistungen und die Bezahlung sind online möglich. Am häufigsten in Anspruch genommen wird laut Geschäftsstellenleiter Stefan Nerlich die Beantragung der Briefwahlunterlagen: bei jeder Wahl 2000 Mal. Mit weitem Abstand folgen die Melderegisterauskunft (55 im Jahr), Zuzug (30) und Umzug (20). Seit 2010 ist das Fundbüro online, seit 2014 können Bürger den Wasserzählerstand melden. Die Parkscheine am Bahnhof sind per Smartphone buchbar. Das wurde 2019 über 3000 mal in Anspruch genommen. Barzahler gab es über 5000. Übermittlungs- und Auskunftssperren sind in der VG Mering wegen der Datenschutzgrundverordnung nicht online möglich. www.mering.de, www.vg-mering.de

Kissing bewirbt sich für digitales Pilotprojekt

  • Kissing Die Gemeinde hat sich als Pilotgemeinde für das Projekt „Digitale Baugenehmigung“ beim Landratsamt beworben und für 2020 ist geplant, die Internetseite neu zu gestalten und dabei die digitalen Abläufe zu verbessern. Bereits jetzt bietet Kissing unter der Rubrik „Mit der Maus ins Rathaus“ die Möglichkeit, Formulare herunterzuladen und auszufüllen. Allerdings müssen die meisten ausgedruckt und mit Unterschrift an die Gemeinde geschickt werden. Die Möglichkeit des sicheren Online-Zugangs über das Bayern-Portal auf der Startseite findet keine Resonanz bei den Bürgern. Simone Seidler von der Gemeindeverwaltung sagt: „Es ist aus unserer Sicht die große Schwierigkeit, dass die sichere Kommunikation und Identifikation umständlich erfolgt.“ Doch geben 60 Prozent der Kissinger ihren Wasserzählerstand online an. www.kissing.de

Dasing: Digitales Rathaus mit Vor- und Nachteilen

  • Dasing In der Verwaltungsgemeinschaft werden acht Leistungen online angeboten, von der Meldebescheinigung bis zu Übermittlungssperren. Mit Ausnahme der Briefwahlunterlagen ist die Nachfrage aber sehr gering. Der Vorteil eines digitalen Rathauses ist laut Geschäftsstellenleiter Stephan Kreppold, dass die Anträge direkt ins Einwohnerprogramm überstellt werden und die Mitarbeiter sie sofort digital bearbeiten können. Als Nachteile sieht er die Kosten und die aufwendige Installation. www.buergerserviceportal.de/bayern/vgdasing

Merchinger rechnen Wasserzähler zu über 60 Prozent online ab

  • Merching In Merching muss man bei einem Behördengang nicht langer warten, so Alexandra Hagen von der Gemeindeverwaltung. „Da nehmen die Bürger die Dienstleistungen gerne im Rathaus in Anspruch.“ Trotzdem will die Gemeinde das umfangreiche Online-Serviceangebot noch erweitern. Bereits jetzt ist die Nachfrage im Bereich der Wasserzählerablesung mit 60 bis 75 Prozent sehr hoch. Auch die Anforderung von Briefwahlunterlagen werde sehr gut angenommen. Im Bereich Einwohnermeldeamt und Standesamt seien die Anfragen dagegen niedrig. Daher arbeitet die Verwaltung daran, das Authentifizierungsverfahren zu vereinfachen. Oft sei rechtlich auch eine persönliche Vorsprache notwendig. Besonderheit: Seit zwei Jahren bietet Merching die Anmeldung für das Ferienprogramm digital an – das wird gut angenommen. www.buergerserviceportal.de/bayern/merching

E-Rechnung in Ried kommt im Frühjahr

  • Ried Die Gemeinde Ried erneuert als ersten Schritt die Homepage, führt einen Digital-Lotsen in der Verwaltung ein und will ab Mai einen Glasfaserhausanschluss fürs Rathaus. Die E-Rechnung soll bis April eingeführt werden. Außerdem steht die Erweiterung der Dienste an. Bereits jetzt sind u.a. Übermittlungssperren, Briefwahl-Antrag und Wasserzählerablesung online möglich. Formulare für die An- und Abmeldung von Gewerbe (und Hunden!) sind auf der Homepage abrufbar. Wasserzählerablesung und Briefwahlanträge werden stark nachgefragt, der Rest selten. Geschäftsstellenleiter Andreas Sausenthaler meint: „Der größte Nutzen für Bürger liegt in der örtlichen und zeitlichen Ungebundenheit. Der größte Nachteil ist, dass derzeit die vielleicht häufigsten Verwaltungsverfahren (z. B. Ausweis- und Meldewesen) aufgrund gesetzlicher Vorgaben die persönliche Anwesenheit erforderlich machen.“ Das werde eine der größten Herausforderungen bleiben. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass bis 2022 Online-Wahlen (also Stimmabgaben) möglich sein werden.“ www.gemeinde-ried.de
  • Eurasburg Der Service läuft über die VG Dasing.
  • Schmiechen Wird über die VG Mering abgewickelt.
  • Steindorf Der Service läuft über die VG Mering.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Tom Trilges: Digitales Rathaus: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

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