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Steindorf

18.02.2019

Steindorfer Helferkreis braucht dringend Hilfe

Der Helferkreis Steindorf kümmert sich um Asylsuchende. Nun kommt er aber an seine Grenzen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Sieben Ehrenamtliche unterstützen Asylsuchende in Hofhegnenberg bei ihrem Start in Deutschland. Nun kommen sie aber an ihre Grenzen.

Sie gehen mit ihnen zum Einkaufen, zum Amt oder zum Arzt, kümmern sich um die Probleme in Kindergarten und Schule, besorgen Kleidung, übernehmen Fahrdienste, kurzum: die Leute des Helferkreises in Steindorf kümmern sich um die Asylbewerber, die derzeit in Hofhegnenberg untergebracht sind. Vier Familien, zwei aus Tadschikistan und je eine aus dem Iran und aus Somalia haben jeweils zwei Kinder, bei einer kommt dieser Tage das dritte. Die sieben Helfer unterstützen diese Familien gerne, aber sie sind an ihren Grenzen angelangt.

Von Hofhegnenberg aus ist praktisch alles nur mit dem Auto erreichbar und entsprechend zeitaufwändig. Und genau hier liegt das Problem. Alle Helfer sind ehrenamtlich tätig und haben meist auch noch Beruf und eigene Familie. Um weitere Mitstreiter zu finden, hatten der Helferkreis und die Gemeinde zu einem Infoabend eingeladen. Je mehr Leute mithelfen, desto geringer ist der Zeitaufwand für den einzelnen, lautete der Aufruf.

Noch werden keine Fahrtkosten für die Helfer erstattet

Insgesamt 25 Steindorfer fühlten sich angesprochen und diskutierten mögliche Lösungen. Da der Helferkreis nur aus Hofhegnenberger Bürgern besteht, sollten auch Personen aus den anderen Ortsteilen einbezogen werden. Vorgeschlagen wurde auch, die Nachbargemeinden anzusprechen. Ein Problem bei den Fahrdiensten ist, dass Spritkosten vom Landkreis bisher nicht ersetzt werden. Bernd Prievert war sich aber sicher, dafür eine juristisch einwandfreie Lösung zu finden.

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Der Gemeinderat hat überlegt, zusätzliche Fahrtmöglichkeiten nach Mering für Einkaufsfahrten, Arztbesuche oder ähnliches für alle Bürger mit einem Gemeindebus anzubieten. Die AVV-Buslinie 106 fährt insgesamt zu selten und vormittags überhaupt nicht. Ein Achtsitzer als Gemeindebus wäre eine Lösung, die auch die Fahrten der Asylhelfer verringern würde. Allerdings würden dazu ehrenamtliche Fahrer gebraucht.

In die ausgelegten Listen hatten sich zum Ende des Abends zwei neue Helfer und fünf mögliche Busfahrer eingetragen. Gebraucht werden aber mehr.

Wer noch Interesse an einer solchen Tätigkeit oder noch Fragen hat, kann sich per E-Mail unter bgm.steindorf@t-online.de oder per Telefon 08202/8735 melden.

Lesen Sie dazu auch wie Asylbewerbern im Landkreis geholfen wird: Bei Kathrin Stachon finden Asylbewerber Hilfe

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