1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Wohin mit Friedbergs Geschenken?

Friedberg

06.10.2019

Wohin mit Friedbergs Geschenken?

Völs macht Friedberg zum 60. Partnerschaftsjubiläum im November eine Skulptur aus Cortenstahl zum Geschenk.
Bild: Kornetal

Plus Friedberg bekommt von Völs zum Jubiläum eine Skulptur. Doch die Standortsuche gestaltet sich schwer.

So klein ist Friedberg eigentlich nicht, aber die Stadt ist voll. Das zeigte sich bei der nicht ganz einfachen Standortsuche für eine Metallskulptur, die nun Thema im Stadtrat war. Auslöser ist die Großzügigkeit der Freunde in Völs am Schlern. Zur Feier des 60. Partnerschaftsjubiläums im November haben sie nicht nur ihren Besuch angekündigt, sondern auch ein Gastgeschenk. Und kein Kleines. Es ist 4,40 auf 1,80 groß:

Rostfarbene Stahlplatten (Fachbegriff: Cortenstahl), die eine stilisierte Bergkulisse mit der Silhouette von Völs darstellen. Dazu zwei Tafeln, auf denen diejenigen Friedberger verzeichnet sind, die in Völs geehrt wurden – und andersherum. So weit, so gut – nur: Wohin damit?

Friedberg: Skulptur aus Völs soll gut frequentierten Platz bekommen

Damit Passanten die Namen der Geehrten überhaupt entziffern können, fiel schon mal ein beliebter Platz für Kunstwerke aller Art weg: ein Kreisverkehr, von denen in Friedberg noch ein paar frei sind. Die Stadtverwaltung brachte unter anderem noch Herrgottsruh, Ludwigstraße vor NKD und die Nussallee ins Spiel. Dem Partnerschaftskomitee ist es allerdings, so war im Stadtrat zu hören, ein Anliegen, dass das Geschenk an einer gut frequentierten Stelle platziert wird. Damit schieden unter anderem die Völserstraße und der Hafnergarten aus. Favorisiert im Stadtrat ist nun die untere Bahnhofstraße, auf dem grasbewachsenen Hang links vor der Einmündung des Stadtgrabens.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Während der Diskussion kamen noch andere Möglichkeiten zur Sprache, doch weil das Jubiläum schon am 9./10. November gefeiert wird, drängt die Zeit. Mit dem Schlosspark, wo gerade Bagger im Matsch wühlen, wird es deshalb schon einmal nichts. Johanne Hatzold (Freie Wähler) hätte die Aussichtsplattform auf dem ehemaligen Müllberg passend gefunden – des Alpenpanoramas wegen. Doch das scheidet ob der jahrelangen Dauer des Bauhof-Neubaus aus.

Keine Standorte für Skulptur in Friedberg

Man könne die Skulptur nicht einfach irgendwo hinstellen, erläuterte Bürgermeister Roland Eichmann. Er bekommt einen Betonsockel, damit die Standfestigkeit gewährleistet ist. Auch solle das Umfeld stilvoll gestaltet werden. „Es gibt keine innerstädtischen Standorte mehr. Das ist der Letzte“, so der Rathauschef. Und es handle sich „um ein ziemlich großes Geschenk – um es vorsichtig zu sagen“. Allerdings nichts um das Gewichtigste, dass die Stadt je erhielt. So schenkten die Freunde aus Friedberg in der Steiermark anlässlich des Partnerschaftsjubiläums einen vier Tonnen schweren und 300 Millionen Jahre alten Felsbrocken aus den Alpen.

Thomas Kleist drückte es diplomatisch aus: „Es handelt sich hier schließlich nicht um einen Blumenstrauß.“ Apropos Blumen: Während manche sich um die Roststahl-Skulptur durchaus florale Gestaltung vorstellen konnten, bat Wolfgang Rockelmann inständig: „Bitte keine Geranien!“ Ein solches Werk müsse für sich wirken. Eine ähnliche Debatte wird immer wieder über die Gestaltung des Kreisverkehrs vor dem Bahnhof mit dem Kunstwerk der Wienerin Barbara Szüts in der Mitte geführt. Bevor sie wieder aufflammen konnte, schritt man zur Abstimmung. Die Bahnhofstraße hat demzufolge Priorität und die Verwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mit dem Partnerschaftskomittee die endgültige Platzierung festzulegen.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren