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30.07.2010

Der Bruder überbrachte die frohe Kunde

Julia Satzger ist die Sportlerin des Monats Juni. Auf die TSV-Leichtathletin entfielen 55,9 Prozent der 1698 abgegebenen Stimmen. Foto: Kleist
Bild: Kleist

Friedberg Sie, die Leserinnen und Leser der Friedberger Allgemeinen, haben entschieden: Die Sportlerin des Monats Juni kommt aus dem Gebiet der Leichtathletik. Die 14-jährige Julia Satzger freute sich sehr über ihren Erfolg, vor allem weit er unerwartet kam. Die Nachricht überraschte sie schon in den frühen Morgenstunden. "Mein Bruder ist am Freitag in der Früh in mein Zimmer gerannt und hat mir erzählt, dass ich gewonnen habe", erzählte sie. Dieser habe die Neuigkeit in der Zeitung gelesen und konnte darauf nicht anders, als es sofort seiner Schwester mitzuteilen. So durfte sie gleich mit der guten Nachricht in den Tag - den letzten Schultag noch dazu - starten.

Von Christian Gall und Peter Kleist

Rückstand wettgemacht

Die Neuigkeit war für sie allerdings überraschend. "Ich hatte nicht damit gerechnet, zu gewinnen. Schließlich lag ich bei den Stimmen im Internet weit zurück", erklärte sie. Somit waren es die Anrufer am Telefon, die ihr noch den Sieg bescherten. Im Internet lagen die beiden Kissinger Radballer Michael Grießer und Josef Metzger mit 696 Stimmen deutlich vor der Friedberger Athletin, die es auf 279 Klicks gebracht hatte. Zu vernachlässigen waren die Stimmen per SMS - hier gab es nur eine einzige - und zwar für Julia Satzger. Die Entscheidung brachte zum vierten Mal hintereinander das Telefon - und zum vierten Mal kippten die Telefonvotings das Internetergebnis. 669 Anrufe wurden für die bayerische Vizemeisterin im Mehrkampf abgegeben, nur 40 riefen für die beiden Kissinger an. Am Ende standen so 949 der insgesamt abgegebenen1698 Stimmen (55,9 Prozent) für Julia Satzger zu Buche, 736 (43,3 Prozent) entfielen auf die Kissinger Radballer Grießer/Metzger. Keine Chance gegen die geballte Jugend hatte der dritte Kandidat im Bunde, der Kissinger Thomas Egger, der bayerischer Vizemeister im Snooker geworden war. Auf ihn entfielen nur 13 bzw 0,8 Prozent aller abgegebenen Stimmen.

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Die Freude bei Julia Satzger jedenfalls war groß, dabei war ihr Werben um den Titel nicht übereifrig. "Ich habe es in meiner Familie, meinen Freundinnen, im Verein und im Kader in Schwaben erzählt. Ich denke, die haben es auch ihren Familien weiter gesagt", meinte der Teenager. Darüber hinaus habe sie jedoch keine Werbung in eigener Sache gemacht. Dennoch hat die telefonische Beteiligung dafür gereicht, um ihr den Sieg zu bescheren.

Nun ist die 14-Jährige natürlich sehr glücklich über ihren Erfolg: "Ich bin natürlich stolz darauf. Ich freue mich wirklich sehr über den Titel, vor allem weil er auch noch so überraschend kam."

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