Landesliga Südwest

21.10.2019

Ehekirchen hebelt Mering aus

Letzten Endes ausgehebelt wurden Maximilian Lutz (schwarzes Trikot) und der SV Mering vom Aufsteiger FC Ehekirchen. Lutz hatte den 0:1-Rückstand mit einem schönen Schuss egalisieren können, am Ende aber reichte das nicht für einen Punktgewinn.
Bild: Rudi Fischer

Der k.o. für die Elf von Ajet Abazi kommt spät, sehr spät. In der 89. Minute und in der Nachspielzeit schlägt es im MSV-Tor ein.

Die Erfolgsserie des SV Mering ist gerissen: Gegen den Aufsteiger FC Ehekirchen verlor der MSV mit 1:3 und musste damit nach sechs ungeschlagenen Spielen wieder als Verlierer vom Platz. Spät, erst in der 89. Minute und der Nachspielzeit fielen die entscheidenden Treffer.

Dabei war MSV-Präsident Georg Resch vor der Partie noch so zuversichtlich gewesen. Er sei mit der Hinrunde sehr zufrieden und die Mannschaft habe das bisher sehr gut gemacht, ließ er wissen. Trainer Ajet war diesmal aber vor allem mit der ersten Halbzeit seiner Elf überhaupt nicht zufrieden. „Jetzt sind wir auf dem Boden der Tatsachen wieder zurück geholt worden“, meinte er.

Mering tut sich enorm schwer

Denn da taten sich die Gastgeber sehr schwer gegen die Gäste aus Ehekirchen. Die hatten sich offensichtlich richtig was vorgenommen und attackierten die Gastgeber schon weit in deren Hälfte. Damit hatten die Meringer nicht gerechnet, sind fanden nie zu ihrem gewohnten Aufbauspiel. Und so war das 1:0 der Gäste nach einem Konter durch Simon Schmaus in der 34. Minute auch völlig verdient. Mering fand bis zu diesem Zeitpunkt kein Mittel gegen die früh anlaufenden Gäste.

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In der Kabine fand Merings Coach Ajet Abazi deutliche Worte. Und die nahmen sich die Kicker offensichtlich zu Herzen. Wie verwandelt kam der MSV aus der Kabine, nahm die Zweikämpfe an und fand mehr und mehr zu seinem Spiel. Nach 59 Minuten durfte dann der MSV-Anhang jubeln: Eine weite Flanke fand Markus Gärtner, der per Kopf auf Maximilian Lutz ablegte und der netzte mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern zum 1:1. Mering kontrollierte nun das Spiel und machte weiter Druck auf den Ehekirchner Kasten. Dabei erspielten sie sich Chance um Chance, kamen aber nicht zum erfolgreichen Abschluss. Immer fehlten nur Zentimeter.

Individuelle Fehler entscheiden

Und so kam es dann gegen Ende der Partie so, wie es in solchen Spielen oft kommt. Ein individueller Abwehrfehler brachte Ehekirchens Michael Panknin in der 89. Minute in Position. Völlig allein vor Julian Baumann im Meringer Kasten hatte er den Platz und die Coolness, die Kugel zum 2:1 für die Gäste einzuschießen.

Und es kam noch schlimmer für den MSV. In der fünften Minute der Nachspielzeit war es wiederum ein eingewechselter Gästespieler, der erfolgreich war. Ähnlich wie beim 1:2 wurde diesmal Gabriel Hasenbichler in Position gebracht. Völlig allein vor dem Meringer Keeper machte er mit dem 3:1 die sache endgültig für die Gäste klar.

Mit einer Niederlage ins spielfreie Wochenende

Merings Coach Ajet Abazi sah es am Ende so: „Die erste Halbzeit haben wir total vergeigt. Danach haben wir dann sehr gut gespielt, haben wieder unsere Möglichkeiten gehabt und sind auch zum Ausgleich gekommen.“ Wenn man die aber nicht nütze und durch einen individuellen Fehler unmittelbar vor dem Ende das 1:2 kassiere, dann sei es schwierig, noch zu einem Punktgewinn zu kommen, meinte Abazi. „Die zweite Halbzeit war wirklich wieder hervorragend. Jetzt gehen wir leider mit einer Niederlage in das freie Wochenende, das ist nicht so schön“, sagte der Coach.

Mering Baumann, Szilagyi, Lutz, Cosar, Gärtner, Kusterer (37. Buchhart), Drevs, Utz, Fitas, Abazi, Kerber - Tore 0:1 Schmaus (34.), 1:1 Lutz (59.), 1:2 Panknin (89.), 1:3 Hasenbichler (90.+5) - Schiedsrichter Torsten Wenzlik (Velden)

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