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15.02.2015

Schmerzhafte Niederlage

Ein Bild mit Symbolcharakter: Mit etwas schmerzverzerrtem Gesicht liegt Friedbergs Alex Wiskirchen in einer Satzpause am Boden, Physiotherapeutin Julia Herrmann versucht, die verspannte Wade wieder „fit“ zu bekommen. Die Friedberger Volleyballer verloren nach zwei tollen Sätzen gegen Hammelburg mit 2:3.
Bild: Kleist

Der TSV Friedberg hat den Tabellenführer aus Hammelburg zwei Sätze lang total im Griff – und bringt dann im entscheidenden Tiebreak kein Bein mehr auf den Boden

 Lange boten die Friedberger Drittligavolleyballer dem Ligaprimus TV/DJK Hammelburg Paroli – am Ende eines streckenweise hochklassigen Spiels stand aber eine bittere Niederlage zu Buche. Mit 2:3 (21:25, 25:18, 25:17, 19:25, 5:15) zog Friedberg den Kürzeren.

Wie zuletzt gegen Neumarkt war der Gast der Favorit – schließlich hatten die Unterfranken bislang nur ein Spiel verloren. „So etwas spornt uns nur zusätzlich an! Dass wir in dieser Liga jeden schlagen können, haben wir vor einer Woche eindrucksvoll bewiesen“, schwor Trainer Sven Lehmann sein Team auf die Partie ein.

Friedberg begann im Vergleich zur Vorwoche leicht verändert. Marco Schreiber startete für Christian Hurler, der die Woche über krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, im Außenangriff. Ansonsten vertraute Trainer Sven Lehmann den Spielern, die zuletzt Neumarkt bezwungen hatten. Doch zu Beginn der Partie kamen die Lechrainer nur schwer aus den Startlöchern.

Die großgewachsenen Hammelburger überzeugten durch eine gut organisierte Block-Abwehrarbeit und entschärften ein ums andere Mal die Angriffe der Friedberger. Hinzu kam eine schwächelnde Annahme der Gastgeber, wodurch sich der Tabellenführer schnell eine 9:3-Führung erspielte. Erst gegen Ende des Satzes bekam Friedberg mehr Zugriff auf die Partie, verkürzte auf 21:24, verlor den ersten Durchgang aber mit 25:21.

Wie ausgewechselt agierten die Schwaben in den nächsten beiden Sätzen. Sicher im Spielaufbau und kompromisslos im Angriff spielte man bei gegnerischem Aufschlag, um bei eigenem Service durch einen immer besser stehenden Block und eine geordnete Feldabwehr ebenfalls zu punkten. Mit 25:18 ging der zweite Satz bereits deutlich an die Hausherren. Im dritten Durchgang lief dann zunächst alles wie aus einem Guss für Friedberg. Für den Hauptangreifer der Gäste, Felix Bendikowski, war entweder im Block oder in der Abwehr Endstation, ehe er beim Stand von 17:11 für die Herzogstädter gar ausgewechselt wurde. Beim 24:13 hatten die Schwaben erstmals Satzball und zeigten bis dahin dem Tabellenprimus deutliche Grenzen auf. Mit den Gedanken wohl schon im vierten Spielabschnitt, schaffte es Friedberg jedoch erst im vierten Anlauf den Sack zu zu machen (25:17) und mit 2:1 nach Sätzen in Führung zu gehen.

Diese mangelnde Konzentration war dann auch das Manko in Satz Nummer vier. In einem Spiel, das vom Spielverlauf her dem der Vorwoche glich, leistete sich Friedberg erneut eine kollektive Schwächephase. Hammelburg wurde stärker und zeigte, warum man zurecht an der Tabellenspitze zu finden ist. Mit 25:19 erzwangen die Gäste den Tiebreak.

In diesem untermauerten die Hammelburger um Trainer Tado Lehmann eindrucksvoll ihre Aufstiegsambitionen. Mit 5:15 blieb Friedberg letztendlich chancenlos.

„Heute haben wir uns selbst um den Sieg gebracht. Falsche Entscheidungen und mangelnde Konsequenz ab dem Ende des dritten Durchgangs haben uns heute die kleine Sensation verbaut.“

Dennoch stimme ihn die über weite Strecken gezeigte Leistung optimistisch für den Saisonendspurt, meinte Friedbergs Spielertrainer. „Glückwunsch an Hammelburg, für mich der heißeste Kandidat auf den Titel“, so Alex Hurler nach der Partie. (alh)

Friedberg A. Hurler, C. Hurler, Schreiber, Gumpp, Wiskirchen, Steffan, Stöcker, Eichhorn, Kragl

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