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Handball

22.10.2020

Spielbetrieb ausgesetzt: So reagieren der TSV Friedberg und der KSC

Enttäuschung bei den Handballern (hier Friedbergs Torhüter Benjamin von Petersdorff): Die Saison wurde vom Verband bis Mitte November ausgesetzt. So reagieren die heimischen Vereine.
Bild: Peter Kleist (Archivbild)

Plus Der Handballverband setzt den Spielbetrieb für die kommenden drei Wochen aus. So reagieren die Verantwortlichen beim TSV Friedberg und beim Kissinger SC.

Das Jahr 2020 ist kein gutes für den Amateur-Handball. Am Mittwoch gaben die Verantwortlichen des BHV bekannt, dass ab sofort der Spielbetrieb für alle Mannschaften und Altersklassen zunächst bis zum 14./15. November pausieren werde (wir berichteten). Dies ist die zweite Zwangspause für die Hallensportart seit dem vorzeitigen Saisonende Mitte März.

BHV-Präsident Georg Clarke und Geschäftsführer Thomas Reichard wandten sich aufgrund der steigenden Fallzahlen am Mittwoch in einem offenen Brief an die Vereine und die Öffentlichkeit. Darin gaben sie bekannt, dass der Spielbetrieb bayernweit für die nächsten drei Spieltage, also die kommenden drei Wochenenden, komplett pausieren müsse. Die Vereine sollten bis spätestens zum 4. November über Szenarien informiert werden, wie es dann weitergehen könnte. Stand jetzt ist für das Wochenende am 14. und 15. November geplant, den Spielbetrieb wieder komplett aufzunehmen. Diese Entscheidung habe das Präsidium des BHV in enger Absprache mit den Bezirken getroffen.

Friedberger Handballer mussten drei Saisonspiele absagen

Bereits zuvor war die Saison, die Anfang Oktober begonnen hatte, von einigen Absagen quer durch alle Ligen betroffen gewesen. Die Friedberger Handballer, die in der Bayernliga antreten, mussten gar alle ihre drei geplanten Saisonspiele absagen. Jetzt droht, ohne eine einzige Sekunde Handball seit Mitte März, bereits die nächste längere Unterbrechung.

Friedbergs Abteilungsleiter Dirk Kreutzburg hat dafür aber Verständnis: „Wir alle brennen für unseren Sport und wollten dann im Oktober endlich loslegen nach der langen Pause. Die Nachricht heute ist somit natürlich eine große Enttäuschung für uns. Besonders für die erste Mannschaft, die sich seit dem Sommer intensiv auf die Saison vorbereitet hat, nur um dann zu sehen, wie alle ihre Spiele in unschöner Regelmäßigkeit abgesagt werden mussten, ist das extrem bitter.“ Die Bayernliga-Handballer des TSV Friedberg warten bislang noch auf ihren ersten Saisoneinsatz. Den Saisonauftakt musste der TSV aufgrund von sechs Corona-Fällen innerhalb des Kaders verschieben. Sogar der Trainingsbetrieb wurde eine Woche lang gestoppt. Viele Spieler begaben sich in Quarantäne und ließen sich testen. Auch Abteilungsleiterin Sabine Neumeier war in Quarantäne.

Kissinger sind auf Lösung des Verbands gespannt

Die Friedberger überstanden die Situation und freuten sich dann auf den Auftakt. Dann meldete Gegner erst Cham einen Verdachtsfall, und auch das Heimspiel gegen Samstag gegen Erlangen wurde kurzfristig vom Gegner abgesagt. Die Herzogstädter blickten erneut in die Röhre. Dirk Kreutzburg ist nicht überrascht von der Entwicklung. „Das war abzusehen, wenn man die Nachrichten verfolgt hat. Solange wir dürfen, werden wir den Trainingsbetrieb aufrechterhalten. Natürlich werden wir uns an die Vorgaben halten, um gut durch diese herausfordernde Zeit zu kommen.“

Der Bayerische Handballverband hat entschieden, dass wegen der Corona-Pandemie in den kommenden Wochen keine Pflichtspiele stattfinden werden. 
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Julia Rawein, die Trainerin der Kissinger Landesliga-Damen, schlägt in dieselbe Kerbe: „Der BHV muss sich die Zeit nehmen, um die neue Situation zu analysieren, das ist klar. Die Zahlen müssen sinken, sonst kann es nicht weitergehen. Wir alle beim KSC sind gespannt, wie die Lösung aussehen wird.“ Die Trainerin, die mit ihrem Landesliga-Team immerhin schon drei Saisonspiele absolvieren konnte, nennt eine Option, wie die Saison weitergespielt werden kann: „Vielleicht muss man die Saison verkürzen und dann nur eine Halbserie spielen.“

Die Kissinger Handballer hatten in dieser Woche bereits den Trainingsbetrieb ausgesetzt, da auch im Landkreis Aichach-Friedberg der Inzidenzwert über die Schwelle gestiegen ist. Rawein: „Darum wollten wir uns mit den Behörden absprechen, wie wir in den nächsten Wochen sicher und regelkonform unseren Sport weiter ausüben dürfen. Wir werden abwarten und in enger Absprache mit dem Landratsamt unser Hygienekonzept an die neuen Gegebenheiten anpassen.“ Rawein hofft aber, dass man weiterhin trainieren könne.

Die Saison will der KSC in jedem Fall spielen. Rawein: „Wir hoffen, dass die Saison fortgesetzt wird. Jetzt warten wir aber auf die Politik und den Verband, damit diese uns dafür einen Rahmen geben, der auch Sinn ergibt.“

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