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Jettingen-Scheppach

04.12.2019

Anbau für den Kindergarten Johann Breher

Der Kindergarten Johann Breher in Jettingen-Scheppach erhält an der Westseite einen Anbau. Dort entsteht eine Kinderkrippe mit zwei Gruppen und insgesamt 29 Plätzen.
Bild: Peter Wieser

Der Jettinger Bau- und Umweltausschuss stimmt dem Bauantrag zu. Bei der Uhr am neuen Rathausanbau dagegen gehen die Meinungen auseinander.

Die Kindertagesstätte Johann Breher in Jettingen-Scheppach wird mit dem Anbau einer Kinderkrippe mit zwei Gruppen und insgesamt 29 Plätzen erweitert. Die Pläne seien mit der Fachberatung am Landratsamt und vor allem mit der Kindergartenleitung abgestimmt, der Förderantrag sei bei der Regierung von Schwaben gestellt, erklärte Bürgermeister Hans Reichhart (CSU) in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montag.

Der Anbau soll an der Westseite des Gebäudes hin zur Staatsstraße erfolgen und über einen separaten, überdachten Eingangsbereich verfügen. Der bestehende Gang im Kindergarten wird in der gleichen Form fortgeführt. Entstehen werden zwei Gruppen- und zwei Ruheräume, dazwischen ein Wickel- und Sanitärraum, ein gemeinsamer Essraum sowie ein Elternwartebereich. Auch ein Kinderwagenunterstellplatz ist vorgesehen.

Der Ruheraum wird zum Speisezimmer

Eine Änderung im alten Bestand wird es ebenfalls geben: Unter anderem wird aus dem früheren Ruheraum ein Speiseraum entstehen, große Umbauten sind nicht erforderlich. Im Freien sei es leichter, etwas zu erstellen, als im Bestand etwas zu verändern. Die Planung sei gelungen und der Gartenbereich müsse nach 25 Jahren ohnehin neu konzipiert werden. Die Mitglieder des Ausschusses folgten dem und gaben dem Bauantrag einstimmig ihre Zustimmung.

Anbau für den Kindergarten Johann Breher

Dasselbe galt für einen Antrag auf eine Nutzungsänderung von Büroräumen zu acht Einheiten für eine Wohngemeinschaft für intensive Betreuung im Erdgeschoss eines Anwesens am Krautgartenweg. Umfangreiche Umbauten sollen nicht stattfinden, da sich dort auch weitere Wohnungen befinden. Es sei erfreulich, dass eine solche Einrichtung im Markt entstehe, diese Art der Betreuung werde dringend gebraucht, betonte Reichhart.

Braucht es eine Uhr am Rathausanbau?

Ebenfalls Zustimmung fand die Empfehlung des Landwirtschaftsbeirats, für die Feldwege und Gräben in der Marktgemeinde Jettingen-Scheppach einen Ansatz jeweils in Höhe von 20000 und 15000 Euro im Haushalt für das Jahr 2020 aufzunehmen. Die Beträge reichten aus, zumal die Wege in einem guten Zustand seien und vor allem die Jagdgenossenschaften erheblich dazu beisteuerten, so der Bürgermeister. Weiter informierte er über das Planfeststellungsverfahren für den ersten Teilabschnitt beim Hochwasserschutzprojekt Mindel, dem Rückhaltebecken südlich von Burgau. Nach einer Prüfung durch den amtlichen Sachverständigen würden mit den geplanten Maßnahmen keine Verschlechterungen im Zulaufbereich des Erlenbachs im Gemeindegebiet eintreten.

„Braucht es zur Kirchenuhr noch eine Rathausuhr?“ Diese Frage stellte Paul Heinle (FUW) in den Raum. Er sei vor kurzem auf einen Schildbürgerstreich, wie er es nannte, nämlich auf die neue Uhr am Rathaus, angesprochen worden. Bürgermeister Hans Reichart sah dies anders: Er habe ganz viele positive Rückmeldungen für diese Fassade mit der Uhr erhalten. Markus Kraus (FUW) reichte dies nicht aus: Zunächst sei ihm die Uhr gar nicht aufgefallen, jetzt aber, wo sie dort sei, würde es ihn interessieren, wie sie dahin komme, kritisierte Kraus, der den Beschluss dazu vermisste. Der Vorschlag, die Fassade so zu gestalten, sei vom Architekten gekommen und er selbst stehe inzwischen voll dahinter, entgegnete Reichhart. Es würde etwas Großartiges fehlen, wenn es die Uhr nicht gäbe, und sie passe hervorragend hierher.

Toiletten im Rathausanbau konnten genutzt werden

Auch der am Wochenende stattgefundene Adventsmarkt am Marktplatz und an der Hauptstraße, mit dem größten Besucherandrang seit dieser bestehe, kam zur Sprache. Erstmals konnten statt eines Toilettenwagens die Toiletten im neuen Rathausanbau genutzt werden und diese hätten sich bewährt. Man müsse sich Gedanken machen, wie man den Rathausplatz, wenn dieser fertig sei, künftig in den Adventsmarkt integriere, regte Raimund Strobl an. Weiter schlug er vor, beim Wertstoffhof in Scheppach zu prüfen, ob es möglich sei, die Container für Grünabfälle zu vertiefen. Gerade für ältere Menschen wäre dies weniger beschwerlich und es würde in Stoßzeiten Zeit sparen. Er werde dies an die Kreisabfallwirtschaft weitergeben, sagte Reichhart, der dies ähnlich sah.

Zuvor hatte Christoph Böhm beantragt, an der Sporthalle den Eingangsbereich zur Straße entsprechend anzugleichen, um einen barrierefreien Zugang in die Halle zu gewährleisten. Bei den vergangenen Veranstaltungen sei dies problematisch gewesen. Es gebe glücklicherweise nur eine Stufe und es sei sicherlich möglich, erklärte Bürgermeister Reichhart.

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