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Handball-Bayernliga

20.09.2019

Die Einstellung ist für Günzburg der Schlüssel zum Derby-Erfolg

In Sachen Einstellung immer top: Kreisläufer Daniel Jäger.
Bild: Bernhard Weizenegger

Wie die Günzburger Handballer gegen Friedberg bestehen wollen. Das Duell ist nicht nur aufgrund der Nachbarschaftsrivalität reizvoll.

Jetzt geht die Saison so richtig los: Zum ersten Bayernliga-Heimspiel erwarten die Handballer des VfL Günzburg den TSV Friedberg. Nach dem Auswärtssieg zum Auftakt brennen die Spieler um Kraftpaket Niko Hermann förmlich auf das einzige Schwaben-Derby in dieser Runde. Anspiel in der Rebayhalle ist am Samstag, 21. September, um 19.30 Uhr.

Bestand die schwäbische Spitze seit dem Bayernliga-Aufstieg der Günzburger immer aus einem Dreigespann, so ist die neue Runde die erste ohne den TSV Haunstetten und damit die erste, in der es nur ein schwäbisches Derby gibt. Viele Jahre stand der TSV Friedberg unangefochten an der schwäbischen Spitze. Der VfL hatte da nicht viel mitzureden. Auch das hat sich geändert, mittlerweile stellen die Spiele um die schwäbische Vorherrschaft im Handball-Kalender absolute Höhepunkte für die jeweiligen Mannschaften dar.

Eine Frau trainiert jetzt die Friedberger

Die Vorbereitung verlief auf Friedberger Seite wie erwartet. Größtenteils wurden zufriedenstellende Ergebnisse eingefahren und auch sonst ließ nichts auf Ungewöhnliches schließen. Bis vor gut einer Woche der Friedberger Abteilungsleiter Dirk Kreutzburg bekannt gab, dass der bisherige Trainer Fadil Kqiku durch Christina Seidel ersetzt wird. Nun also trainiert zum ersten Mal eine Frau eine Mannschaft in der höchsten Liga Bayerns. Eine leichte Aufgabe hat sie nicht übernommen. Hat es für die Günzburger drei Monate gebraucht, bis das Spielsystem von Trainer Gábor Czakó annähernd fehlerfrei verstanden wurde, so hatte Seidel deutlich weniger Zeit, um ihre Handballer einzustimmen.

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Ein Vorteil für Günzburg ist das mitnichten. Der Kern der Gäste-Mannschaft spielt seit dem Abstieg aus der dritten Liga weitestgehend unverändert zusammen. Mit Fabian Abstreiter haben sie zudem den Torschützenkönig der Vorsaison in ihren Reihen. Und mit Manuel Scholz und Stefan Knittl sind zwei Spieler nach Friedberg zurückgekehrt, die in den vergangenen Jahren Torgaranten auf Günzburger Seite gewesen waren. Viel muss da ein neuer Trainer nicht mehr justieren und es wäre ein fataler Trugschluss, wenn irgendein Günzburger Spieler erwarten sollte, dass eine geschwächte Mannschaft an die Donau kommt.

Schwere Aufgabe, Schlupflöcher zu finden

Nach dem Auftaktsieg in München wollen die VfL-Spieler um Youngster Frieder Bandlow die positiven Erfahrungen und Emotionen ins Derby mitnehmen. Insbesondere im Angriff wird im Lauf dieser Woche von Trainer Czakó noch an der einen oder anderen Stellschraube gedreht werden, obschon viele gute Ansätze von den Spielern um „Mannschaftshirn“ Nico Jensen gezeigt wurden. Diese gilt es nun vor allem im Angriff weiter zu festigen, um gegen die hoch gewachsene und stabile 6:0-Abwehr der Gäste Schlupflöcher zu finden und Durchbrüche zu schaffen. Tore waren gegen den TSV noch nie einfach zu erzielen.

Der Schlüssel zum Sieg wird am Samstag die Einstellung sein, mit der jeder Spieler auf dem 40x20 Meter großen Feld steht. Gegen München war Günzburg am Ende nur siegreich, weil alle Beteiligten eine sehr gute Abwehrleistung gezeigt hatten. Eine ausgezeichnete Verteidigung ist aber immer mit dem Willen verbunden, mehr zu laufen und härter zu spielen als der Gegner. Dafür muss jeder Spieler alles geben. (zg)

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