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Landkreis Günzburg

09.01.2019

Ein Gundremminger wird Oxford-Doktor

Im Juni hat Jonas Bozenhard den Master erhalten.
Bild: Sammlung Bozenhard

Jonas Bozenhard zählt an der renommierten britischen Universität zu den Besten.

Jonas Bozenhards Weg von Gundremmingen nach Oxford führte ihn über das Lauinger Gymnasium und ein Lehramtsstudium in Deutschland. Während diesem hat er einen Bachelor gemacht. Note: 1,0 – sein Ticket zu der renommierten Universität in England. Mit einem Stipendium, das ihm die Gebühren und Lebenshaltungskosten finanziert hat, konnte er das Studium dort beginnen.

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Im April vergangenen Jahres war noch nicht sicher, ob er den einjährigen Masterstudiengang bestanden hat (wir berichteten). Nun ist klar: Hat er, und zwar als bester seines Jahrgangs unter 21 Studenten. Die Notenskala reicht dort von 0 bis 100 Punkten. Die meisten setzen sich 70 als Ziel, dafür wird man ausgezeichnet. Wenige schaffen es. Bozenhard hat 81 Punkte erreicht. „Jemand hat mir gesagt, Steven Hawking habe eine schlechtere Note gehabt“, sagt der 25-Jährige. „Ich bin mir aber nicht sicher, ob das tatsächlich stimmt.“ Der weltbekannte Forscher, der vergangenes Jahr starb, hatte ebenfalls in Oxford studiert.

Die Rede bei Bozenhards Abschlussfeier wurde auf Latein gehalten, zwei Stunden lang. Aber selbst in Oxford versteht diese Sprache nicht jeder, zumindest nicht gesprochen. „Es gibt schriftliche Übersetzungen, die man lesen kann.“

Ein Gundremminger wird Oxford-Doktor

Ihm wurden erneut zwei Stipendien angeboten

Im Juni kehrte Bozenhard zurück nach Deutschland. Er plante, sein Lehramts-Staatsexamen abzulegen und anschließend zu promovieren. Wenig später wurden ihm überraschend erneut zwei Stipendien angeboten: Eines würde seine Gebühren für die Promotion in Oxford tragen, eines seine Lebenshaltungskosten. Im September kehrte er zurück an die Universität und begann den „Doctor of Philosophy“, wie er in Oxford heißt. Sein Forschungsfeld ist noch nicht sicher. „Momentan tendiere ich zu Künstlicher Intelligenz und Kreativität aus philosophischer Sicht.“ Im Masterstudium musste er viel lesen, schreiben und Essays abgeben. Auch jetzt, während der Promotion, trifft er sich häufig mit seinen beiden Betreuern. Das Arbeiten ist aber freier geworden. Viel lesen muss er immer noch.

Während seines Sommeraufenthalts in Deutschland besuchte er ein Klassentreffen. Waren die Mitschüler überrascht von seinem Werdegang? „Die meisten wussten schon aus der Zeitung, dass ich in Oxford studiere“, sagt er. Die Noten des Staatsexamens, das er zwischen Masterabschluss und Promotionsbeginn geschrieben hat, hat er mittlerweile übrigens auch per Post erhalten: 1,0 – mit Auszeichnung, versteht sich.

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