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Ichenhausen

20.01.2019

Feuerwehr rettet Autofahrer vor dem Herztod

Die Ichenhauser Wehr hatte mehrere Einsätze in kurzer Zeit.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Die Freiwillige Feuerwehr Ichenhausen ist innerhalb von 24 Stunden zu vier Einsätzen gerufen worden. Der letzte war einer der speziellen Art.

Die Freiwillige Feuerwehr Ichenhausen hatte vier Einsätze innerhalb von 24 Stunden zu bewältigen. Da war der Unfall am Mittwochmittag zwischen Ellzee und Wattenweiler, bei dem ein 64-jähriger Autofahrer von der Fahrbahn abkam und mit seinem Wagen gegen einen Baum prallte – und schwer verletzt wurde (wir berichteten). Neben den Wehren aus Wattenweiler und Unterwiesenbach war auch die Wehr Ichenhausen zu dem Einsatz alarmiert worden.

Am gleichen Tag, gegen 18.35 Uhr, löste die automatische Brandmeldeanlage der Firma Borgers in Ellzee aus. Die Feuerwehr Ichenhausen rückte gemeinsam mit den Kameraden aus Ellzee und Waldstetten aus. Dort angekommen, konnten die Kräfte den Brand eines Staplers in der Produktionshalle feststellen. Werksangehörige hatten bereits begonnen, das Feuer mit Pulverlöschern zu bekämpfen. Die Feuerwehr Ichenhausen konnte den Brand schließlich komplett ablöschen. Bei derselben Firma löste am Donnerstagmorgen gegen 8.59 Uhr erneut die Brandmeldeanlage aus – dieses Mal handelte es sich allerdings um einen Fehlalarm.

Autofahrer sackte während der Fahrt auf seinem Sitz zusammen

Ein Notruf erreichte dann die Integrierte Leitstelle Donau-Iller in Krumbach. Ein 80-jähriger Mann war gegen 10 Uhr mit seiner Ehefrau auf der Ettenbeurer Straße in Ichenhausen in Fahrtrichtung Ettenbeuren unterwegs. Kurz nach dem Ortsschild Ichenhausen sackte der Mann im Fahrersitz zusammen, der Wagen kam von der Fahrbahn ab und blieb etwa zehn Meter von der Straße entfernt im Acker stehen. Die Ehefrau wusste zunächst nicht, was mit ihrem Mann los ist. Hinzugekommene Ersthelfer bemerkten, dass der Mann keine Atmung und keinen Puls mehr hatte. Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen. Der Notruf wurde gewählt.

Der Disponent erkannte die akute zeitkritische Situation. Er wusste, dass die Kräfte der Feuerwehr Ichenhausen gerade aus Ellzee zurück am Gerätehaus waren und fragte über Funk nach, ob noch Personal da sei, um mit ihrem automatischen Defibrillator zu dem offenbar herztoten Mann zu fahren.

Im Rettungswagen konnte wieder ein Herzton festgestellt werden

Es dauerte nur 60 Sekunden, bis das Mehrzweckfahrzeug dort eintraf. Der Fahrer wurde rasch aus seinem Fahrersitz geholt und auf den Boden gelegt. Die Reanimation konnte nun starten. Sie klebten die Pads des Defis auf den Patienten, das Gerät stellte ein Herzflimmern fest und gab nach Ansage seinen ersten Schock ab, ehe die Herzdruckmassage und Beatmung im Verhältnis 30 zu zwei fortgeführt wurden. Es dauerte noch weitere acht Minuten, bis letztlich der Rettungsdienst eingetroffen war. Im Rettungswagen konnte schließlich wieder ein Herzschlag festgestellt werden.

Ohne die Verkettung glücklicher Umstände, dass die Kräfte so schnell am Ort sein konnten und dass darunter auch noch vier Notfallsanitäter waren, hätte dem Patienten wohl nicht mehr geholfen werden können. Aufgrund der belastenden Ausnahmesituation wurde auch das Kriseninterventionsteam des Rot-Kreuz-Kreisverbandes Günzburg für die Ehefrau angefordert.

Lesen Sie hier, wie die Leitstelle Donau-Iller die Einsatzkräfte alarmiert.

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