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Übung

24.10.2018

Feuerwehrnachwuchs im Dauereinsatz

Die Jugendfeuerwehren aus Waldstetten und Ellzee probten 24 Stunden lang den Einsatz. Betreut wurden sie von den Jugendwarten (von links) Daniel Kling, Andreas Schneider, Daniel Botzenhart und Wolfgang Rittler.
Bild: Christoph Schneider/Feuerwehr

20 Jugendliche aus Waldstetten und Ellzee proben 24 Stunden am Stück den Ernstfall

Zum ersten Mal fand eine gemeinsame 24 Stunden-Übung der Jugendfeuerwehren aus Ellzee und Waldstetten statt. Etwa 20 Jugendliche nahmen daran teil.

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Am Nachmittag richteten die jungen Feuerwehrleute ihre Schlafräume her und nahmen letzte Anweisungen der Jugendwarte entgegen. Zudem gab es noch eine kurze Einweisung in die Handhabung der Funkgeräte, die auf einen Sonderkanal für die Verständigung untereinander umgestellt wurden. Mathias Vogel, Kommandant der Feuerwehr Krumbach und Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle Donau-Iller in Krumbach, übernahm die Alarmierung.

Der erste Einsatz hatte es bereits in sich. Die Jugendlichen wurden zu einem offenen Brand nach Ellzee an die Günz gerufen. Für die Ellzeer Mannschaft war dies nur ein Katzensprung von ihrem Feuerwehrhaus entfernt, sodass diese schnell die Gegebenheiten vor Ort auskundschaften konnten. Die Jugendlichen aus Waldstetten konnten auf ihrer Anfahrt bereits von Weitem die Rauchsäule wahrnehmen. Vor Ort entnahmen die beiden Wehren mithilfe einer Saugleitung Wasser aus der Günz und verteilten es mit der Pumpe auf die einzelnen Strahlrohe. Somit konnte von sechs Richtungen das Feuer kontrolliert bekämpft werden. Als die Jugendlichen dachten, die Arbeit wäre getan, wurde der Holzstapel nochmals auseinandergezogen, sodass sich das Feuer noch mal entzündete. Zurück in den Feuerwehrhäusern wurden die Autos wieder bestückt und der Einsatz nachbesprochen. Viel freie Zeit blieb den Jugendlichen nicht, denn die Wehren wurden nach Waldstetten zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gerufen. Vor Ort mussten Beleuchtung und eine Wasserversorgung aufgebaut und die verletzte Person aus dem Auto befreit werden. Hier stand für die Jugendwarte nicht die Schnelligkeit an erster Stelle, die Jugendlichen sollten die einzelnen Schritte verstehen und verinnerlichen.

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Mitten in der Nacht ertönte wieder Alarm. Dieses Mal wurde eine Ölspur zwischen Hausen und Hilbertshausen gemeldet, die die Jugendlichen schnell beseitigten. In den frühen Morgenstunden schrillte erneut der Alarm wegen Rauchentwicklung in einer Partyhütte in Ellzee. Diesmal musste der Nachwuchs mit umgebauten Atemschutzgeräten die verqualmte Hütte absuchen und eine bewusstlose Person bergen. Nach dem Frühstück stand der letzte Einsatz an, eine Vermisstensuche an den Weihern in Waldstetten. Dieser entpuppte sich aber nach kurzer Zeit als Fehleinsatz. Gegen Mittag trafen sich dann beide Jugendfeuerwehren noch zu einem gemeinsamen Abschlussessen im Feuerwehrhaus Waldstetten. (zg)

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