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Leipheim

20.03.2015

Gartenhallenbad: Leipheim macht mit

Rettungsschwimmer der DLRG beim Retten einer Puppe. Hallenbäder sind lebenswichtig, betont die DLRG Leipheim-Günzburg.
Bild: Anja Schneidewind, DLRG Leipheim-Günzburg

Der Stadtrat begrüßt den CSU-Vorschlag und beteiligt sich mit mehr als 100.000 Euro pro Jahr. Jetzt ist der Kreis am Zug.

In Sachen Gartenhallenbad geht es voran: Der Leipheimer Stadtrat hat jetzt den Weg frei gemacht für die Zweckverbands-Lösung, die die CSU-Kreistagsfraktion vorgeschlagen hat. Der Kreiskämmerer Gernot Korz hatte Bürgermeister Christian Konrad vor einigen Tagen informiert, dass der Leipheimer Stadtrat erst einen Grundsatzbeschluss fassen solle, bevor das Thema im Kreisausschuss behandelt wird. Schließlich ist eine Lösung für das Bad von einer finanziellen Beteiligung Leipheims abhängig. Würde die Stadt das ablehnen, wären alle Verhandlungen umsonst. Also setzte Konrad den Punkt noch kurzfristig auf die Tagesordnung der Sitzung am Donnerstagabend.

Zurzeit stehen zwei Lösungen für die Zukunft des Gartenhallenbads im Raum: Die SPD-Kreistagsfraktion hat vorgeschlagen, dass der Landkreis der Stadt Leipheim das Bad schenkt und sich dann großzügig an Instandhaltung und Unterhalt beteiligt. „Eine alleinige Übernahme durch die Stadt ist völlig unrealistisch, schließlich sind andere Kommunen Mitnutzer“, sagte Konrad. Außerdem könnten Zuschüsse später gekürzt werden, und dann wäre Leipheim als Betreiber der „Totengräber des Gartenhallenbads“. Auch Horst Galgenmüller (UWG) betonte, der Vorschlag habe „zu viele Schlingen und Fallstricke“ und Brigitte Mendle (Grüne) meinte: „Ich bin mir nicht sicher, ob der Landkreis seine Werte einfach verschenken darf.“ Der Stadtrat war sich also schnell einig: Der SPD-Vorschlag wurde einstimmig abgelehnt. Er war auch eher dazu gedacht, die Diskussion in Gang zu bringen, erklärte SPD-Rat Dieter Ammicht.

Realistischer scheint der Vorschlag der Kreis-CSU: Das Gartenhallenbad soll mindestens zehn Jahre erhalten bleiben und von einem Zweckverband getragen werden. In diesem sollen sich der Landkreis und die 18 Kommunen des nördlichen Landkreises beteiligen. Leip-heim soll dabei jährlich 100000 Euro zahlen plus einen Betrag, der sich aus der dadurch veränderten Kreisumlage ergibt – etwa 5000 bis 10000 Euro. „Sanierungsmaßnahmen sollen im erforderlichen Umfang stattfinden, Qualität und Sauberkeit erhalten bleiben“, sagte Bürgermeister Konrad. Der Zeitrahmen von zehn Jahren sei gesetzt worden, weil noch nicht klar sei, ob Legoland ein Erlebnisbad baut und wie sich das neue Bad in Langenau auf die Besucherzahlen des Gartenhallenbads auswirkt.

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Konrad betonte : „Wenn wir uns finanziell nicht beteiligen, dann ist das Gartenhallenbad erledigt. Ganz klar.“ Das wollte der Stadtrat nicht und sprach sich in dem Grundsatzbeschluss einstimmig für den Zweckverbands-Vorschlag aus. Große Einigkeit und Erleichterung im Stadtrat. Konrad betonte aber: „Es ist noch nicht gewiss, dass es dann auch so kommt.“

Schließlich geht der Vorschlag jetzt erst einmal durch die Kreisgremien. Und die Vertreter des Landkreises haben dann die schwierige Aufgabe, den Zweckverband auf die Beine zu stellen. Dazu müssen noch einige der 18 Nordkommunen überzeugt werden, deutete Konrad an – auch wenn ein paar schon eine Beteiligung signalisiert hätten.

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