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Verkehr

22.11.2017

In diese Straßen steckt der Landkreis Günzburg Geld

Der Landkreis investiert viel Geld in Straßen.
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Der Landkreis investiert viel Geld in Straßen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Fünf Bauprojekte für 2018 sind im Kreisausschuss vorgestellt worden. Was auf Anwohner und Fahrer zukommt.

Es wird ein ereignisreiches Jahr 2018 werden auf den Straßen im Landkreis: Alleine an Kreisstraßen stehen in den kommenden Monaten fünf Bauprojekte an. Reinhold Allmann, beim Staatlichen Bauamt in Krumbach ständig für die Projekte, stellte dem Kreisausschuss die Vorhaben vor. Die Ratsmitglieder haben alle Projekte befürwortet, bis auf eines alle mit einstimmigem Votum. Nun müssen die Straßenbauvorhaben noch im Kreishaushalt 2018 eingeplant werden. Die Vorhaben im Überblick:

Ortsdurchfahrt Unterwiesenbach 1,3 Kilometer und damit praktisch die komplette Länge der Ortsdurchfahrt soll in den Jahren 2018/2019 ausgebaut werden. Im Jahr 2015 wurden durchschnittlich 1155 Fahrzeuge pro Tag gezählt, so Reinhold Allmann. Damit ist die Strecke das am wenigsten befahrene Stück unter den fünf vorgestellten Projekten. Neben dem Straßenausbau soll auch die Vorfahrt an der Kreuzung in Richtung Wattenweiler geändert werden, um die Stelle übersichtlicher zu machen. Hier und am Friedhof soll es zudem Querungshilfen geben. Ausgebaut wird die Straße im Rahmen der Dorferneuerung und des Breitbandausbaus. Neben der Fahrbahn kommen deshalb auch die Gehwege und die Beleuchtung dazu – und damit auch Kosten für die Anlieger. Insgesamt 125 000 Euro entfallen nach Schätzung des Staatlichen Bauamts auf die Grundstücksbesitzer, 74 000 Euro auf die Gemeinde.

Insgesamt sind 1,282 Millionen Euro für das Projekt veranschlagt, abzüglich erwarteter Fördermittel kommen auf den Landkreis voraussichtlich 563 000 Euro zu. Das Vorhaben soll in einem Zug stattfinden, antwortete Allmann auf die Frage des FW-Fraktionsvorsitzenden Josef Brandner. Der hatte darauf aufmerksam gemacht, dass die Strecke eine wichtige Verbindung im Schulbusverkehr für den südlichen Landkreis darstelle, eine längere Vollsperrung also problematisch wäre. Allmann versicherte, dass auch für Müllabfuhr, Rettungsdienst und vor allem die Anwohner die Zufahrt jederzeit gewährleistet sein soll.

Oberbauverstärkung Burgau-Mindelaltheim Zwischen 4,5 und 21,4 Zentimeter dick ist die Asphaltschicht auf der GZ11 – und damit in sehr schlechtem baulichen Zustand. Die 2,1 Kilometer lange Strecke ab dem Kreisverkehr bis zur Brücke in Mindelaltheim besitze zudem zu wenig Querneigung, erläuterte Allmann. Die Folge: Regenwasser kann nicht richtig ablaufen. Außer dem Belag sollen auch teilweise die Schutzplanken komplett erneuert werden, am Geh- und Radweg soll ein Geländer aus Holz und Metall die Böschung abgrenzen. 748 000 Euro sind als Gesamtkosten veranschlagt, für den Kreis bleiben nach Abzug von erwarteten Fördermitteln noch 408 000 Euro.

Geld, das einige sehr schnell ausgeben wollen – einer jedoch nicht. Während Burgaus Bürgermeister Konrad Barm (FW) darum bat, das Vorhaben angesichts der jüngsten, langwierigen Straßenbauprojekte rund um die Stadt so schnell wie möglich durchzuziehen und Hans Reichhart (CSU) einen baldigen Beginn für sinnvoll erachtete, stellte sich Herbert Blaschke (FDP) als einziger gegen das Projekt. „Ein möglicher Durchlass für den Burgauer Hochwasserschutz könnte an dieser Stelle sein“, so Blaschke. Er plädierte dafür, den Straßenbau noch zu verschieben. Die übrigen Mitglieder des Kreisausschusses stimmten jedoch dem Vorhaben, das relativ früh im nächsten Jahr stattfinden soll, zu. Reinhold Allmann geht von zwei Monaten Bauzeit und etwa vier Wochen Vollsperre der Strecke aus.

Kreisverkehr Ebershausen Die Gemeinde Ebershausen hat immer wieder beantragt, an der Kreuzung zwischen Bundesstraße B300 und Kreisstraße GZ 13 etwas zu verändern, berichtete Landrat Hubert Hafner. Nächstes Jahr soll dieser Wunsch nun in Erfüllung gehen: An der Stelle am Ortseingang soll ein beleuchteter Kreisverkehr entstehen. Östlich der Kreuzung wurde zuletzt ein neuer Radweg in Richtung Waltenhausen eingeweiht, eine entsprechende Querungshilfe für Radler gehört deshalb ebenfalls zur Planung. Für den Fall, dass Radweg Richtung Westen fortgeführt werden sollte, planen die Straßenbauer auf der anderen Seite ebenfalls eine Querung ein. Ein Unfallschwerpunkt ist die Stelle zwar nicht, wohl aber eine unfallträchtige Kreuzung. Durch den Kreisverkehr erhoffen sich die Planer eine Reduzierung der Geschwindigkeit am Ortseingang. Von den geschätzten 850 000 Euro Gesamtkosten entfallen 204 000 Euro auf den Landkreis.

Kissendorf-Bühl und Kreuzung Kissendorf Um zuschussfähig zu sein, hatten die Planer zwei Projekte im Bibertal zusammengefasst, die aber auch räumlich miteinander zu tun haben. Die GZ23 zwischen Kissendorf und Bühl sei in einem ähnlich schlechten Zustand wie die zuvor genannte Verbindung zwischen Burgau und Mindelaltheim, erklärte Reinhold Allmann. Das knapp 1,8 Kilometer lange Straßenstück soll für 473 000 Euro eine Oberbauverstärkung bekommen, der Landkreis wird voraussichtlich 258 000 Euro bezahlen.

Eine sehr unübersichtliche Stelle ist die Kreuzung der GZ23 mit der Staatsstraße 2023, also der Friedenstraße mit der Neu-Ulmer Straße. Der Knotenpunkt soll entschärft und eine Querungshilfe für Fußgänger eingebaut werden. Auf 170 000 Euro schätzt das Staatliche Bauamt die Kosten, auf den Landkreis Günzburg entfallen davon etwa 42 000 Euro.

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