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Keine Rettungsgasse: Die Polizei muss endlich durchgreifen

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Kommentar Von Christian Kirstges
13.05.2019

Das Thema Rettungsgasse ist und bleibt schwierig. Es scheint nach wie vor nicht in den Köpfen der Auto- und Lkw-Fahrer angekommen zu sein. Da hilft wohl nur noch eines.

In diesem Fall ging es nur darum, die Fahrbahn nach einem Wildunfall zu säubern. Das konnten diejenigen, die Ende April im Stau auf der A8 zwischen Günzburg und Leipheim standen und keine ordentliche Rettungsgasse bildeten, aber nicht wissen. Es hätte genauso gut ein schwerer Verkehrsunfall sein können. Es wäre möglich gewesen, dass da jemand gerade um sein Leben ringt – und darauf wartet, dass Hilfe kommt, die aber zwischen Lastwagen und Autos feststeckt.

Die Feuerwehr musste sich teils zu Fuß einen Weg bahnen, weil zu viele weder auf Blaulicht noch auf Martinshorn reagierten – ganz zu schweigen davon, dass sie direkt eine Gasse gebildet hätten. Wie oft muss noch darüber geschrieben, wie oft muss geradezu Werbung dafür gemacht werden, bis alle begriffen haben, wie wichtig es ist, Einsatzkräften Platz zu machen und ihn offen zu halten?

Leider scheint nichts anderes mehr zu helfen, als dass die Polizei hier durchgreift. Sie hat es angekündigt, nun muss sie dem Taten folgen lassen. So schwierig das ist, unendlich viel Personal hat sie schließlich nicht. Aber gegen den Egoismus muss ein Zeichen gesetzt werden. Denn beim nächsten Mal könnte es mehr als ein Einsatz auf der A8 zum Saubermachen sein.

Lesen Sie hier: Feuerwehr muss über A8 laufen: Droht Rettungsgassen-Verweigerern Strafe?

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