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Projekt

10.11.2019

Kommt eine Fotovoltaikanlage bei Glöttweng?

Ein Unternehmen will zwischen Glöttweng und Roßhaupten ein Solarfeld errichten.
Foto: Peter Wieser

Wie inzwischen auf Gundremminger Flur könnte auch dort Solarstrom erzeugt werden. Das sind die Pläne.

Die Firma Voltgrün aus Regensburg ist Projektentwicklerin im Bereich erneuerbarer Energien. Derzeit entsteht bei Gundremmingen entlang der Staatsstraße 2028 nach Offingen eine Fotovoltaik-Freiflächenanlage. Eine solche möchte das Unternehmen auch an einem Südhang zwischen dem Landensberger Ortsteil Glöttweng und Roßhaupten errichten. Geschäftsführer Christian Anwander stellte in der Sitzung des Landensberger Gemeinderats das Projekt vor.

Vorgesehen sind zwei sogenannte landwirtschaftlich benachteiligte Flächen, die eingezäunt und begrünt würden. Eine nachteilige optische Wirkung gäbe es nicht und durch die in den Boden gerammten Tische auch keine Bodenversiegelung, erklärte Anwander. Die Grundstücksverhandlungen zu der zwischen 1,3 und 1,4 Hektar großen Fläche werde man intern mit dem Grundstücksbesitzer abwickeln. Die Projektverträge umfassten einen Zeitraum von 20 Jahren mit der Option einer Verlängerung auf 30. Die Gemeinde müsste dabei ihren Flächennutzungsplan ändern und einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen. Die Kosten würde die Firma Voltgrün übernehmen, Ende nächsten Jahres könnte der Solarpark in Betrieb gehen.

Eine Beweidung mit Schafen wäre gern gesehen

Landensbergs Bürgermeister Sven Tull merkte an, dass die Flächen für diesen Zeitraum verloren wären. Man würde eine Beweidung mit Schafen bevorzugen, dem würde die Untere Naturschutzbehörde nicht entgegenstehen, erwiderte Anwander. Im Durchführungsvertrag sei eine Rückbauverpflichtung geregelt und man arbeite mit Bankbürgschaften, beantwortete er die Frage von Johann Haas, wie der Rückbau gesichert sei. Einen Beschluss fassten die Räte nicht. Man werde das Vorhaben überdenken und erst in der nächsten Sitzung darüber beraten, sagte Bürgermeister Sven Tull.

Auch der Landensberger Gemeinderat hat sich jetzt mit der Fortschreibung des Regionalplans Donau-Iller beschäftigt. Im Großen und Ganzen sei die Gemeinde nicht betroffen, man müsse aber darauf achten, dass das Wassereinzugsgebiet für die geplante Brunnenbohrung nicht beeinträchtigt werden dürfe. Aus diesem Grund sprach sich der Rat einstimmig gegen den Trockenabbau im Gebiet nördlich der Lehmgrube bei Roßhaupten aus, da sich dort die Flächen für die Wasserversorgung befinden.

Es ging auch um die Hundesteuer

Beschlossen wurde auch der Neuerlass der Satzung für die Erhebung der Hundesteuer. Die alte Satzung stamme aus dem Jahr 1987, gleichzeitig sollten sich die Kosten für die Beschaffung und die Pflege der Hundetoiletten darin widerspiegeln, erklärte Tull. Die Räte folgten dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, die Beträge ab dem 1. Januar 2020 auf 25 Euro für den ersten Hund, auf 50 Euro für den zweiten und für jeden weiteren auf 60 Euro anzuheben. Die Gebühr für einen Kampfhund – einen solchen gibt es in der Gemeinde nicht – wurde auf 250 Euro festgesetzt. Zweiter Bürgermeister Dieter Gartmann stimmte dem Neuerlass zwar ebenfalls zu, regte aber an, mit aufzunehmen, dass die Gebühr in Höhe von 250 Euro für einen Kampfhund im Grunde genommen zu niedrig sei.

Weiter informierte Bürgermeister Sven Tull über den Sachstand zur Regenerierung von Brunnen eins. Ein Problem seien unter anderem die noch zu hohen Eisen- und Manganwerte und es werde weitere Spülungen geben. In 14 Tagen sollte man das Problem beseitigt haben. Im nächsten Mitteilungsblatt werde man den Bürgern bekanntgeben, dass derzeit nur Brunnen zwei der Wasserversorger sei. Johann Haas zeigte sich mit dem ausführenden Unternehmen nicht zufrieden, speziell in Bezug auf die neue Pumpe. Was passiere, wenn nicht die entsprechende Wassermenge ankomme?

Haas verwies zudem auf den Höhenunterschied von 35 Metern und dass dies dann nicht auf Kosten der Gemeinde gehen dürfe. Zunächst gehe es darum, dass die Wasserqualität in Ordnung sei, erst wenn man das Wasser zum Behälter hochpumpen dürfe, werde man sehen was ankomme, sagte Bürgermeister Tull. Eine Pumpe sei schnell getauscht. Was Brunnen zwei betrifft, regte Haas an, von einer Regenerierung in dieser Art Abstand zu nehmen. Auch das Umfeld sollte geklärt werden.

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