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Gemeinderat

27.03.2015

Lärmschutz: bald und dauerhaft

Der Lärmschutzwall an der B16 in Kleinkötz soll erneuert werden. Bis Pfingsten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Bild: Rebekka Jakob

Kötz entscheidet sich entlang der B16 für eine Kombination aus Beton und eingehängten Holzelementen. Was Markus Zacher daran ärgert

Von mit Steinen gefüllten Gitterkonstruktionen rät Ingenieur Ludwig Kuhn eher ab. „Der Untergrund muss 100-prozentig passen“, sagt er, bei der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm „sind mal 90 Meter umgefallen“. Keine Gabionenwand also auf dem Lärmschutzwall entlang der B 16 beim Wohngebiet An der Schießmauer in Kleinkötz, sondern eine Konstruktion aus Beton und Holzelementen. Die neue Lösung soll dauerhafter sein als die bisherige, die nach 20 bis 25 Jahren schon marode ist.

Die Anlieger, die hinter dem Lärmschutzwall wohnen, werden über diese Zusicherung von Ingenieur Kuhn froh sein: „Bis Pfingsten steht die Lärmschutzwand wieder“, versicherte er im Kötzer Gemeinderat, nachdem Gemeinderat und Anlieger Markus Zacher seiner Empörung freien Lauf gelassen hatte.

„Bei mir fehlt jetzt die Lärmschutzwand“, sagte er, „bei mir fahren die Lastwagen durch den Garten durch.“ Letzteres war nicht wörtlich gemeint, sondern bezog sich auf den Verkehrslärm von der nahen Bundesstraße 16, den der kürzlich gerodete Wall und die kaputte Holzwand (wir berichteten) nicht mehr gut abhalten. Den Vorwurf Zachers, dass die Gemeinde den vier direkten Anliegern hinter dem Lärmschutzwall und den anderen Bewohnern des Gebiets An der Schießmauer den verstärkten Lärm unnötig lange zumute, konterte Bürgermeister Ernst Walter: Um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen, habe man erst Büsche und Bäume roden und ein Bodengutachten machen müssen.

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Die künftige Lösung mit in den Boden des Erdwalls gerammten Stahlstützen, zwischen die dann am Boden eine Betonplatte eingebaut und obendrauf ein Holzelement zwischen den Betonpfosten gesetzt wird, soll länger halten als die bisherige Konstruktion. Bei der seien die Holzpfähle das Problem gewesen, sagte Kuhn, und die Tatsache, dass die Wände auf dem Erdboden aufsaßen und von unten Feuchtigkeit zogen. Die neue Lösung, die Kuhn auf 100000 Euro veranschlagt, soll dauerhaft sein.„Von uns wird keiner mehr erleben, dass das zusammenbricht“, sagte Kuhn in der Kötzer Gemeinderatssitzung.

Eine Lärmschutzwand komplett aus Beton erfordere nicht nur „erschwerte Bodenarbeiten“, sondern wäre auch „sehr aufwendig“ und deutlich teurer. Eine Beplankung mit Einhängelementen aus Beton sei zwar „der Mercedes“, sagte Kuhn mit Blick auf den Lärmschutz an der Autobahn bei Limbach. Auf den Einwand von Gemeinderat Norbert Ritter, dass eine Betonwand keinen Schall absorbiere, sondern ihn zurückwerfe, sagte der Fachmann, der Büro und Wohnhaus in Limbach hat: „Ich hab jetzt immer Lärm“, obwohl die neue Autobahn tiefer liegt als früher. Der Verkehrslärm gehe teilweise über die Wand hinweg. Die Folge beschrieb Kuhn so: „Ich hab mindestens ein bis zwei Dezibel Lärm mehr. Auch nachts.“

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