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Landkreis Günzburg

28.12.2020

Landkreis Günzburg wartet auf weiteren Corona-Impfstoff

Am Sonntag haben die ersten Menschen, vorwiegend Bewohner von Senioreneinrichtungen, im Landkreis Günzburg die erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das Landratsamt erklärt, wie es jetzt weitergeht.
Bild: Ulrich Wagner (Symbol)

Plus Wie im Landkreis Günzburg nach den ersten Corona-Impfungen am Sonntag der weitere „Impffahrplan“ aussieht und wo Schwierigkeiten liegen.

Der erste Impftag am 27. Dezember ist ohne Zwischenfälle geschafft. Im Burgauer Kreisaltenheim und den beiden Impfzentren in Krumbach und Günzburg war alles gut vorbereitet, kein Computer stürzte ab, die Impfdosen wurden geliefert, alle 20 Ampullen sind aufgebraucht und Pannen wie etwa in den Landkreisen Dillingen und Augsburg, wo die Kühlketten unterbrochen waren und dadurch die Impfung verzögert wurde, hat es auch nicht gegeben. „Ich bin einfach nur froh, dass es funktioniert hat“, sagt Günzburgs Landrat Hans Reichhart.

Zweite Impfstoff-Lieferung nach Günzburg hat sich verzögert

Der Teufel aber steckt im Detail: So haben die Organisatoren vor Ort damit gerechnet, dass am Montag die zweite Lieferung eintrifft: 975 Dosen, die man sich mit dem Landkreis Donau-Ries hälftig teilt. Doch das hat sich verzögert – und so wird der gemeinsam von Pfizer und Biontech entwickelte und produzierte Corona-Impfstoff nun am Dienstag im Laufe des Tages erwartet. Die dritte Charge – erneut 975 Portionen, die mit dem Partner-Landkreis geteilt werden – trifft nach Auskunft des Landratsamtes ebenfalls am Dienstag ein. „Wir stehen bereit, es ist alles auf Abruf“, sagt Hermann Keller, an der Kreisklinik Krumbach Direktor Klinikmanagement und für den Landkreis Cheforganisator der Corona-Impfung.

Es gibt neben der Unsicherheit der Verfügbarkeit des Impfstoffes – angeblich soll dann im neuen Jahr je nach Bedarf bestellt werden können, wie Keller sagt – eine weitere Erschwernis: Die Software, die vor Ort eingesetzt wird und die Impfwilligen erfasst, bietet noch keine Kalenderfunktion an. Das bedeutet: Eine Online-Anmeldung zur Impfung ist derzeit nicht möglich. Alles muss letztlich durch das Callcenter, das in Günzburg im ersten Stockwerk des Peri-Verwaltungsgebäudes arbeitet, telefonisch abgeklärt werden. Das gilt auch für den notwendigen zweiten Impftermin bei diesem Vakzin. 21 Tage nach dem ersten Stich mit der Nadel wird dieselbe Person ein zweites Mal geimpft, um eine Schutzwirkung überhaupt erreichen zu können.

Impfplan: Senioreneinrichtungen sind weiter Schwerpunkt

Bis Mitte Februar sollen alle 14 Senioren- und Pflegeheime im Landkreis Günzburg durchgeimpft sein. Das ist jedenfalls nach den Worten von Hermann Keller der Plan. Geht er auf, bedeute das „eine gewisse Entlastung für die Intensivstationen“.

Wie der weitere „Impffahrplan“ aussieht, hat am Montagnachmittag das Landratsamt mitgeteilt:

Wie zu Beginn der Impfungen am vergangenen Sonntag, wird der Schwerpunkt auch weiterhin im Bereich der Senioreneinrichtungen und auf den Mitarbeitern der Intensiv- und Corona-Stationen der Kreiskliniken liegen. „Es ist uns wichtig, gerade in den sozialen Einrichtungen und den Krankenhäusern möglichst schnell eine weitreichende Impfquote zu erreichen. Hier hatten wir in den vergangenen Wochen immer wieder schwerere Corona-Ausbrüche erleben müssen. Gleichzeitig müssen wir diejenigen schützen, die sich tagtäglich um positiv auf das Corona-Virus getestete Patienten kümmern“, sagt Landrat Hans Reichhart.

Ab Mittwoch können über 80-Jährige Impftermine vereinbaren

Neben dem Kreisaltenheim in Burgau, in dem weitere Bewohnerinnen und Bewohner geimpft werden, wird als nächstes das Seniorenzentrum St. Michael in Krumbach durch mobile Impfteams besucht. Anschließend, voraussichtlich am 30. Dezember, wird die Impfung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Diakoniezentrums Schertlinhaus in Burtenbach und des Rummelsberger Stifts in Leipheim fortgesetzt.

Darüber hinaus sollen für die Impfzentren vermutlich ab Mittwoch, wie Klinikmanager Keller sagt, Termine mit den über 80-Jährigen aus dem Landkreis Günzburg vereinbart werden, die ebenfalls prioritär impfberechtigt sind. Einen entsprechenden Brief des Landrats, der die Hochbetagten zur Impfung einlädt, bekommen dieser Tage alle Berechtigten.

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